Florentino Pérez war von 2000 bis 2006 Präsident von Real Madrid. Und er ist es seit 2009 wieder.
Bis ins Jahr 2025 soll seine finale Amtszeit als Oberhaupt der Königlichen Bestand haben. In dieser Zeit will der mächtige Bauunternehmer den Klub auf eine stabile Basis stellen und sein eigenes Erbe aufpolieren.
Dafür gibt er einen klaren Weg vor. Real Madrid soll möglichst bald sowohl sportlich als auch finanziell den eigenen Ansprüchen als "größter Klub der Welt" wieder gerecht werden.
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14/04/2021 AM 23:30
Um das Prestigelevel der Vergangenheit zurückzugewinnen, stehen das neue Stadion sowie die Schaffung einer Europäischen Superliga ganz oben auf der Liste.
So sollen durch Öl-Milliarden an die Spitze des europäischen Fußballs gelangte Klubs wie Manchester City, der FC Chelsea oder Paris Saint-Germain auf Dauer einge- und wieder überholt werden.
Doch Pérez verfolgt in den kommenden vier Jahren an der Spitze der Madrilenen noch weitere Ziele. Und die sind nicht minder spektakulär.

Florentino Pérez, Präsident von Real Madrid

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STEINERNES ERBE: DAS NEUE SANTIAGO BERNABÉU

Das neue Santiago Bernabéu wird das Herzstück der Hinterlassenschaften von Florentino Pérez sein. Zusammen mit dem Vereinskomplex in Valdebebas bildet das Stadion die Grundlage für die kommenden Jahre. Auch finanziell.
Der Umbau des Bernabéu wird über die ästhetischen Veränderungen hinaus der wirtschaftliche Motor des Klubs sein. Pérez' Plan sieht vor, nach Fertigstellung des Stadions eine jährliche Umsatzsteigerung um 200 Millionen Euro zu erzielen.
Dem Präsidenten ist völlig klar, dass das neue Bernabéu derzeit wichtiger ist als jeder weitere Gewinn der Champions League. Es bringt schlichtweg mehr Geld und ist nachhaltiger.
Die wirtschaftliche Stabilität des Vereins hängt von den kommenden, fest eingeplanten Einnahmen des "Weißen Kolosseums" ab. Es soll - und wird höchstwahrscheinlich - "eines der meistbesuchten Stadien der Welt" sein.
Mit dieser Prognose dürfte der Pérez goldrichtig liegen.

Modell des umgebauten Bernabéu-Stadions

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DER STAR: KYLIAN MBAPPÉ

Kilyan Mbappé wird das weiße Trikot tragen. Davon ist Florentino Pérez überzeugt.
Um diesen Traumin die Tat umzusetzen, hat der 74-Jährige seinen besten Mitarbeiter auf den umworbenen Star von Paris Saint-Germain angesetzt: Zinédine Zidane.
Der Trainer hält seit Monaten engen Kontakt zu seinem Landsmann und berichtet Pérez jederzeit aktuell über Änderungen und Entwicklungen an der Mbappé-Front. Denn bei diesem Transfer will der Boss nichts dem Zufall überlassen.
Nachdem der letzte große Transfer mit Eden Hazard bislang eher ein Rohrkrepierer zu sein scheint, will sich Pérez diesmal mit aller Macht durchsetzen. Er hatte den Belgier stets kritisch gesehen, seinem Trainer diesen Spielerwunsch aber erfüllt.
In Mbappé, dem kommenden Weltfußballer, will er seinem Klub aber den ersten "Galaktischen" seit Cristiano Ronaldos Ankunft im Jahr 2009 hinterlassen.

Kylian Mbappé

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DER COACH: RAÚL GONZÁLEZ BLANCO

Pérez träumt davon, dass die Vereinslegende in Zukunft Trainer von Real wird.
Er sieht in ihm das, was Pep Guardiola einst für den großen Konkurrenten FC Barcelona war: Ein Eigengewächs, das sich zunächst bei der zweiten Mannschaft die Hörner abstößt und später die "großen Jungs" auf die höchsten Ebenen des Fußballs führt.
Raul - so der Plan - soll auf Zidane folgen, wenn dieser irgendwann genug hat. Die Trennung aber soll in beiderseitigem Einvernehmen geschehen. Zidane soll als einer der größten Trainer in die Historie des Vereins eingehen und nicht vom Hof gejagt werden.
Dann soll Raul eine neue Ära prägen.
Ein Plan, der im schnelllebigen Fußballgeschäft allerdings schnell zerplatzen kann.

Raul Gonzalez Blanco

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WAS NOCH? ASIEN, DIE SUPERLIGA UND EIN FRAUENTEAM

Pérez' To-do-Liste ist pickepackevoll, denn neben den sportlichen Eckpfeilern und einem neuen Stadion der Superlative will der scheidende Präsident noch eine ganze Menge mehr in die Wege leiten.
So liegt ein Hauptaugenmerk des Geschäftsmannes auf dem asiatischen Markt. Hier geben noch die Premier-League-Vereine den Ton an. Doch Real will sein Stück vom - wirtschaftlich hoch interessanten - Kuchen abhaben.
Dazu soll die Europäische Superliga auf den Weggebracht werden, um sich finanziell weiter unabhängig von der Konkurrenz in der Primera Division zu machen.
Und schließlich will Pérez die Damen Reals zur besten Frauenmannschaft der Welt machen. Erst seit Sommer 2020 unterhalten die Königlichen ihr "Femenino"-Team. Es soll zu einer echten Macht werden.
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