In der Lästerattacke, die aus der Zeit stammt, als Pérez seine erste Amtszeit als Real-Präsident gerade hinter sich gebracht hatte, nannte der Verantwortliche zuerst Raúl, an zweiter Stelle dann den "heiligen" Casillas.
Dem früheren Torhüter der Madrilenen attestierte der Fußballfunktionär, "niemals" ein Torhüter gewesen zu sein, der dem Standard der Königlichen entspräche, sondern ein "großer Misserfolg".
Dem langjährigen Kapitän und Rekordspieler von Real Madrid warf der Spanier vor: "Raúl ist schlecht, er glaubt, dass Madrid ihm gehört, und er nutzt alles, was in Madrid ist, alles, was er entwickelt hat, zu seinem eigenen Vorteil. Er und sein Berater".
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Vielmehr sieht der 74-Jährige in ihm den "Schuldigen", warum es Madrid schlecht geht. "Er ist ein negativer Typ, er zerstört Madrid und die Moral der Spieler. [...] Er ist fürchterlich, was für ein falscher Junge er ist", wurde der Klub-Boss auf dem Tonband unmissverständlich deutlich.

Raúl noch heute für Real tätig

Auch wenn die unglaublichen Aussagen des spanischen Unternehmers offenbar vor 15 Jahren getätigt wurden - für den Madrider Klub hat das Audio-Material allemal das Potenzial zum Vereins-Skandal.
Denn Pérez zieht hier über zwei absolute Spieler-Legenden der Königlichen her. So gewannen die beiden mit Real unter anderem je dreimal die Champions League und genießen seither Legenden-Staus bei den Fans. Der frühere Stürmerstar Raúl ist heute sogar noch als Trainer der zweiten Mannschaft für die Spanier tätig.
Indes reagierte der Vereinspräsident zwar mit einer über den Verein veröffentlichten Stellungnahme, in der er erklärte, es handele sich um einzelne Sätze einer Unterhaltung, die aus dem weiteren Zusammenhang gerissen worden seien.
Darin sehe er vielmehr ein Komplott gegen sich, und zwar, dass die Veröffentlichung im Zusammenhang mit seiner treibenden Rolle bei der gescheiterten Gründung einer Super League stehe. Dennoch: Die getätigten Aussagen könnten für ihn noch ein bitteres Nachspiel haben.
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