Der sonst so besonnene Zinédine Zidane war sichtlich erbost. Angesprochen auf ein Gerücht der "Marca", wonach der Franzose seine Spielern bereits vor dem Spiel gegen Atlethic Bilbao (1:0) von seinem bevorstehenden Abschied unterrichtet haben soll, wies er vehement zurück.
"Wie könnte ich meinen Spielern jetzt sagen, dass ich gehen werde? Das ist eine Lüge", stellte Zidane nach dem wichtigen Dreier, der Real im Meisterrenen hält, klar. Einen Spieltag vor Saisonende haben die Königlichen mit einem Punkt Rückstand noch die Chance auf den Meistertitel, müssen aber auf einen Ausrutscher von Atlético Madrid hoffen.
"Wir haben noch ein Spiel und werden alles geben. Das ist das Einzige, was mir im Moment wichtig ist", führte Zidane aus. Allerdings ergänzte der Weltmeister von 1998 auch: "Am Ende der Saison werden wir weitersehen."
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Worte wie diese zeigen klar auf, dass sich Zidane die Frage nach seiner Zukunft stellt. Eine Frage, die seit Wochen im Raum steht und für viele Spekulationen sorgt. Seine zweite Amtszeit bei Real verläuft nicht unbedingt nach den Vorstellungen des Franzosen, auch wenn im letzten Jahr die Meisterschaft gelang. Vieles deutet deshalb auf einen Abschied hin, die "Marca" spricht von einem "offenen Geheimnis".

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Löw im Kandidatenkreis bei Real Madrid

Dementsprechend werden auch schon potenzielle Nachfolger auf den Plan gerufen. In den spanischen Medien fallen dabei immer wieder die gleichen vier Namen: Vereinslegende Raúl Gonzalez, Massimiliano Allegri, Antonio Conte - und eben Jogi Löw.
Während der scheidende Bundestrainer trotz zuletzt vieler vakanter Stellen nie mit einem Bundesliga-Verein in Verbindung gebracht wurde, scheint er im Ausland deutlich begehrter zu sein. Dass er mit Real in Zusammenhang gebracht wird, hat vornehmlich zwei Gründe.
Zum einen ist Real-Präsident Florentino Pérez ein großer Fan von Löw. In der Vergangenheit soll er davon geträumt haben, den Weltmeister-Trainer nach Madrid zu holen. Allerdings liege diese Vorstellung nun auch schon einige Jahre zurück, wie Adrián García Roca von Eurosport Spanien erklärt: "Das ist eher eine alte Liebe."
Der zweite Grund liegt im Anforderungsprofil für den Job bei den Königlichen. In den vergangenen Jahren haben die Real-Bosse festgestellt, dass es neben der sportlichen Kompetenz auch einen gewissen Charakter benötigt, um das "Weiße Ballet" gut zu dirigieren. Löw wird der Umgang mit dem madrilenischen Starensemble als Respektsperson zugetraut. "Es braucht einen guten Diplomaten", sagt García Roca von Eurosport Spanien: "Für die Real-Fans ist Löw ein sehr guter Diplomat, eine seriöse Person."

Fans wünschen sich Raúl als Trainer

Dennoch gilt Löw nicht als der Topkandidat auf den Trainerposten. Bei den Fans steht Ex-Spieler Raúl am höchsten im Kurs. Der Spanier sammelte in den Nachwuchsmannschaften Madrids seine ersten Trainererfahrungen und könnte nun den nächsten Schritt gehen.
Die Vereinsführung soll dagegen den derzeit vereinslosen Allegri bevorzugen.
In einer Umfrage der "Marca" nach dem Wunschtrainer der Real-Fans erhielt Löw immerhin 17 Prozent und damit die zweitmeisten Stimmen nach Raúl (57 Prozent). Sollten sich die ersten beiden Optionen also nicht ergeben, könnte Real Löw tatsächlich in Betracht ziehen.
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