In dem Brief der spanischen Zeitung, erklärte der 48-Jährige seine Beweggründe, warum er trotz dem zweiten Platz in der spanischen Liga nach etwas mehr als zwei Jahren als Trainer hingeschmissen hat. Die Kritik, die der ehemalige Profi dabei an seinem ehemaligen Herzensklub übt, lässt tief blicken.
"Man hat vergessen, was ich in der täglichen Arbeit aufgebaut habe, was ich in der Beziehung zu den Spielern geleistet habe, zu den 55 Mitarbeitern rund um die Mannschaft", gab Zidane zu verstehen, der in seinen Ausführungen noch konkreter wurde. Die Tränerlegende hätte sich gewünscht, dass sein Verhältnis zum Klub und zum Präsidenten "in den letzten Monaten etwas anders gewesen wäre als das anderer Trainer".
"Ich verlange keine Privilegien, natürlich nicht, aber ein bisschen mehr Erinnerung", machte der Startrainer deutlich. Daher habe es ihm auch "sehr weh getan", als er nach einer Niederlage in der Presse lesen musste, dass sie ihn rausschmeißen würden, werde er das nächste Spiel nicht gewinnen. "Es hat mich und das gesamte Team verletzt", gab "Zizou" zu.
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Der Coach erklärte, dass die nach außen hin getretenen Botschaften auch zu "Störgeräuschen innerhalb des Teams" führten und dort Zweifel und Missverständnisse hervorriefen. "Gott sei Dank hatte ich wunderbare Jungs, die bis zum Tod hinter mir standen", zeigte sich der geschiedene Trainer pathetisch.

Zidane-Zukunft offen: "Habe es nicht satt, Trainer zu sein"

Nach diesen Worten scheint klar: Eine erneute Rückkehr von Zidane als Trainer zu Real gibt es nicht. Bereits im Mai 2018 hatte Zidane seinen Trainer-Job bei den Königlichen hingeschmissen. Damals begründete er seinen Rücktritt damit, dass sein Team nach dem gewonnenen Champions-League-Sieg eine neue Ansprache brauche, um weiter erfolgreich zu bleiben.
Nach der heftigen Kritik des Übungsleiters scheint klar: Eine erneute Rückkehr des Franzosen zu Real wird es offensichtlich nicht geben. Bereits 2018 hatte der Coach sein damaliges Engagement beim spanischen Erstligisten hingeworfen, kehrte jedoch keine zehn Monate nach seinem damaligen Aus wieder zurück. Eine baldige Reunion wird diesmal wohl ausbleiben.
Dennoch wird die Real-Ära Zidanes unvergessen bleiben. So gewann der Starcoach gleich dreimal in Serie mit den Madrilenen die Champions League (2016, 2017, 2018). Außerdem feierte er mit dem Klub seinen einzigen Triumph in der Königsklasse als Profi. Im CL-Finale 2002 erzielte der dreimalige Weltfußballer das spektakuläre Siegtor zum 2:1 gegen Bayer Leverkusen.
Zu seinen Zukunftsplänen hielt sich Zidane bedeckt, ließ jedoch durchblicken: "Ich gehe, aber ich springe nicht aus dem Boot und habe es auch nicht satt, Trainer zu sein." Zuvor wurde bereits darüber spekuliert, dass der frühere französische Nationalspieler Trainer von Juventus Turin oder französischer Nationaltrainer wird. Vielleicht gönnt er sich aber auch einfach mal eine Auszeit.
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