David Alaba - Ex-Bayern-Star stellt bei Real Madrid sogar Sergio Ramos in den Schatten: "Diebstahl des Jahrhunderts"

David Alaba hat sich seinen Platz im Fußball-Olymp gesichert. Der 29-jährige Verteidiger von Real Madrid wurde für seine Leistungen im Jahr 2021 erstmals in die FIFA-Weltauswahl gevotet. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer beachtlichen Entwicklung. Der Ex-Bayern-Star ist nach nur einem halben Jahr der unumstrittene Leader bei Real und stellt selbst Klub-Ikone Sergio Ramos in den Schatten.

David Alaba - Real Madrid

Fotocredit: Getty Images

Kein Geringerer als Pep Guardiola hatte es prophezeit.
"David Alaba kann ohne Zweifel einer der besten Innenverteidiger der Welt werden", ließ der damalige Trainer des FC Bayern München im Jahr 2015 auf einer Pressekonferenz, angesprochen auf seinen Schützling, verlauten.
Aufgrund der Tatsache, dass Alaba zum damaligen Zeitpunkt beim Rekordmeister vornehmlich als Linksverteidiger zum Einsatz kam, eine durchaus gewagte Prognose - doch Guardiola sollte recht behalten.
Am vergangenen Montag wurde der Österreicher in Diensten von Real Madrid als einer von nur drei Verteidigern
. Neben Alaba, dem diese Ehre zum ersten Mal zuteil wurde, sicherten sich noch Leonardo Bonucci (Juventus Turin) und Rúben Dias (Manchester City) einen Platz in der Elf des Jahres 2021.
"Es ist eine besondere Ehre für mich, nach diesem emotionalen Jahr in der FIFA FIFPRO World XI zu sein. Harte Arbeit zahlt sich immer aus. Danke an alle meine Teamkollegen und die gesamte Belegschaft vom FC Bayern, von der Nationalmannschaft und Real Madrid, meiner Familie und Freunden, die mich dieses Jahr begleitet und vor allem so toll unterstützt haben. Und natürlich danke ich allen, die für mich gestimmt haben. Gott segne euch alle!", war auf den Sozialen Kanälen des ehemaligen Münchners zu lesen.

Alaba: Auf Anhieb Leistungsträger bei Real

Jene Auszeichnung ist der vorläufige Höhepunkt einer beachtlichen Entwicklung.
Der gebürtige Wiener verabschiedete sich im vergangenen Sommer nach 13 Jahren und insgesamt zehn Meistertiteln vom FC Bayern und schloss sich, begleitet von einem großen medialen Echo, den Königlichen an, wo er sich von Beginn an als Leistungsträger etablierte.
Der 29-Jährige kam insgesamt in 27 von 30 Pflichtspielen zum Einsatz und trug damit maßgeblich zu Reals Position an der Tabellenspitze der spanischen Liga bei. Am vergangenen Wochenende durfte er darüber hinaus mit dem Gewinn der Supercopa seinen ersten Titel feiern.
"Es war der absolut sinnvolle und richtige next Step von Bayern zu Real Madrid zu gehen. Das wertvolle Wissen, dass er von allen bisherigen Trainern gesammelt hat, kann er jetzt aus dieser Innenverteidigerposition heraus perfekt einsetzen. Real Madrid und Alaba, das passt perfekt zusammen", bilanzierte Ex-Profi Sebastian Kneißl in der neuesten Ausgabe der "DAZN"-Reihe "Decoded".
Beim Blick auf die Statistiken wird deutlich, wie sehr sich Alaba im Trikot der Blancos verbessert hat. Sowohl was die erfolgreichen Pässe ins letzte Drittel angeht (von 75,7 Prozent beim FC Bayern auf 83,3 bei Real), als auch in puncto Ballverluste (5,6 pro Spiel auf 2,9) und Passgenauigkeit (von 86 Prozent auf 93) konnte er zulegen.

Alaba-Transfer der "Diebstahl des Jahrhunderts"

Auch wenn jene Zahlen nach gerade einmal etwas mehr als einem halben Jahr in Madrid mit Vorsicht zu genießen sind, schwärmte die "Marca" vor wenigen Wochen in den höchsten Tönen von Reals Königstransfer.
"Alaba wächst immer weiter in die Mannschaft hinein, sowohl in der Defensive als auch in der Hierarchie. Madrid hat ihn verpflichtet, ohne Ablöse an Bayern zu zahlen. Es ist der Diebstahl des Jahrhunderts", titelte die spanische Zeitung.
In die gleiche Kerbe schlug auch Fußball-Experte Adrian Garcia von Eurosport in Madrid. "Er ist der wahre Anführer in Reals Defensive und als Taktgeber die perfekte Ergänzung für Nebenmann Éder Militão, der enorm von Alaba profitiert", so der Spanier.
picture

David Alaba feiert den Derbysieg gegen Atlético Madrid

Fotocredit: Getty Images

Alaba: Hier ist er bereits stärker als Ramos

Dennoch muss der 29-Jährige immer wieder für Vergleiche mit seinem direkten Vorgänger Sergio Ramos, der Real im vergangenen Sommer in Richtung Paris verließ, herhalten. Obwohl Ramos bei PSG - auch aufgrund von Verletzungen - bislang noch nicht Fuß fassen konnte (bislang nur vier Partien absolviert), fallen die Vergleiche nicht immer zugunsten des Österreichers aus.
"Real Madrid hat ohne Ramos seine Persönlichkeit verloren", behauptete Lothar Matthäus gegenüber "Vamos" im November des vergangenen Jahres. Alaba sei zwar ein "großartiger Spieler", aber er habe "nicht diese Persönlichkeit" und sei "kein Anführer wie Ramos."
Diesen Aussagen widersprach Eurosport-Experte Garcia jedoch entschieden: "Alaba ist ein großartiger Nachfolger von Sergio Ramos. Insbesondere weil er bereits in seinem ersten Halbjahr besser war, als Ramos in den vergangenen zwei, drei Spielzeiten. Er ist zwar außerhalb des Platzes noch kein Anführer, auch weil er kein Spanisch spricht und als Neuzugang noch nicht das Standing bei den Fans hat. Auf dem Platz ist er aber ein echter Leader."
Auch "DAZN"-Experte Kneißl bezeichnete Alaba als den "moderneren Innenverteidiger", da er die Attribute Torgefahr, Spielmacher-Qualitäten und intelligentes Verteidigen vereinen würde. Allerdings müsse er seine Führungsqualitäten in den kommenden Jahren verstärkt unter Beweis stellen. Alles in allem ist Alabas Start bei Real nicht zuletzt dank der Wahl in die Weltelf des Jahres durchweg positiv zu beurteilen.
Ex-Trainer Guardiola darf sich also bestätigt fühlen.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung