Beide Vereine mussten in dieser Woche bereits ran. Und zwar am Mittwoch in der Copa del Rey. Sowohl Real-Coach Carlo Ancelotti als auch sein Gegenüber José Bordalas rotierten im Vergleich zu diesem Duell ordentlich und nahmen neun bzw. acht personelle Startelfveränderungen vor.
Die Hausherren waren im ersten Abschnitt deutlich überlegen. Nachdem sie in der Anfangsphase noch nicht allzu oft gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auftauchten, schafften sie es mit zunehmender Dauer vermehrt, ihre vielen Ballaktionen in zwingende Torchancen umzumünzen. Valencia blieb in der Offensive blass und offenbarte hinten einige Lücken.
Nachdem Luka Modrić in der 40. Minute den verdienten Führungstreffer durch einen Lattenknaller knapp verpasste, erzielte Karim Benzema diesen wenig später. Omar Alderete verursachte im Duell mit Casemiro einen Foulelfmeter, den der Franzose souverän links oben zum 1:0 verwandelte (43.).
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Nach verhaltenem Wiederbeginn mit wenig Tempo erhöhten die Madrilenen in Halbzeit zwei recht zügig auf 2:0. Vinícius Júnior traf in der 52. Minuten nach einem Doppelpass mit Benzema aus kurzer Distanz.
Von Valencia war in der Offensive weiterhin kaum etwas zu sehen. Real gelang in der 61. Minute der dritte Streich, indem Vinícius Júnior aus geringer Entfernung einköpfte.
In der 75. Minute bekam das Gästeteam aufgrund eines Foulspiels von Ferland Mendy an Marcos André einen Strafstoß zugesprochen, den Gonçalo Guedes zwar verschoss, dieser aber durch den erfolgreichen Nachschuss auf 1:3 verkürzte (76.).
Eine Initialzündung war der Ehrentreffer für die Gäste jedoch nicht. Eine Schlussoffensive Valencias blieb aus, die Madrilenen stellten den Drei-Tore-Vorsprung kurz vor Ende wieder her. In der 88. Minute komplettierte Benzema seinen Doppelpack durch einen präzisen Flachschuss zum 4:1-Endstand.
Reals Generalprobe vor dem Clásico in der Supercopa am Mittwoch (um 20:00 Uhr im Liveticker) gelang also. Und das ziemlich souverän.

Die Stimmen:

Karim Benzema (Real Madrid): "Es war nach der Niederlage gegen Getafe ein gutes Spiel für uns und die Fans - es war ein großartiges Spiel. Zu Beginn war es etwas schwer, wie es immer ist, denn die Gegner sind sehr gut. Wir haben uns die drei Punkte verdient."
José Bordalás (Trainer FC Valencia): "Ich bin nicht zufrieden. Wir waren durch die Abwesenheit der Spieler eingeschränkt. Der Mannschaft entgeht nicht, dass sie Bedürfnisse hat - und das sehen wir in jedem Spiel. Wir werden darauf vertrauen, dass der Bedarf der Mannschaft gedeckt wird."

Der Tweet zum Spiel:

Benzema markierte in seinem 584. Spiel für Real Madrid sein 300. Tor. Diese Marke knackten zuvor lediglich drei Blancos. Und zwar Alfredo Di Stéfano (308), Raúl (323) sowie Cristiano Ronaldo (450). In der Schlussphase traf der Benz dann gar noch das 301. Mal im Real-Dress.

Das fiel auf: Real sowohl aus dem Spiel als auch nach Standards klar überlegen

Mit Real Madrid traf das LaLiga-Team, das in dieser Saison die meisten Treffer aus dem Spiel heraus schoss, auf die Mannschaft, die in diesem Wettbewerb so oft nach ruhenden Bällen traf wie kein anderer Klub. Doch an diesem Abend waren die Königlichen in beiden Bereichen deutlich besser als harmlose Blanquinegros. Nach einer Standardsituation trafen die Blancos zum 1:0, ihre drei weiteren Tore waren rausgespielt. Valencia scheiterte hingegen per Elfmeter.

Die Statistik: 3

Real bezwang Valencia in LaLiga zum dritten Mal in Serie. Dies gelang dem Verein zuvor zuletzt zwischen 2009 und 2011, als die Königlichen diesen Gegner gar fünfmal hintereinander schlugen.
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