Real Madrid richtet Blick in die Zukunft: Jude Bellingham als neues Prunktstück und zwei perfekte Lehrmeister

Das titelverwöhnte Real Madrid gewann in der vergangenen Saison "nur" die Copa del Rey. In der kommenden Spielzeit blasen die Königlichen wieder zum Angriff auf Europas Spitze. Ein wichtiger Baustein für dieses Vorhaben soll Jude Bellingham sein. Der Youngster trifft in der spanischen Hauptstadt auf die perfekten Lehrmeister. An vorderster Front gilt es aber, den Weltfußballer zu ersetzen.

Jude Bellingham - Real Madrid

Fotocredit: Getty Images

Jude Bellingham und Trainer Carlo Ancelotti strahlten auf dem Foto, das in der Kabine Real Madrids entstand und vom Verein in den Sozialen Medien verbreitet wurde, um die Wette.
Doch in den Kommentaren unter besagtem Bild drehte sich alles um ein Detail, das rein gar nichts mit Bellingham oder Ancelotti zu tun hat. Vielmehr rückte der Hintergrund in den Fokus der Fans. Das Duo hatte sich vor den Spinden von Vinícius (Rückennummer 7) Toni Kroos (Rückennummer 8), Luka Modric (Rückennummer 10) und Rodrygo (Rückennummer 11) platziert. Verdeckt wurde ausgerechnet der Platz, der einst Karim Benzema (wechselte jüngst nach Saudi-Arabien, d. Red.), Reals langjähriger Nummer 9, gehörte.
Es entbrannte eine heiße Diskussion, viele vermuteten, dass der Spint mit Absicht verborgen wurde, weil bereits ein neuer Name auf dem dazugehörigen Schild prangt. Etwa Kylian Mbappé? Der französische Superstar wird mittlerweile seit mehreren Jahren mit den Königlichen in Verbindung gebracht.
Ein kurzes Video, das im Anschluss gepostet wurde, sorgte letztlich für Klarheit.
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Dieses Bild sorgte in den Sozialen Medien für Wirbel

Fotocredit: Getty Images

Neben der Nummer 9 war eine leere Fläche zu sehen. Der spanische Rekordmeister hat bislang keinen adäquaten Ersatz für den amtierenden Weltfußballer gefunden. Gerüchte um einen Benzema-Erben sind dieser Tage rar. Für die entfernte Zukunft hat Real allerdings schon vorgesorgt. Im Dezember 2022 gab der Klub den Transfer des 16-jährigen Top-Talents Endrick bekannt.

Endrick noch ein Jahr in Brasilien

Der Angreifer wird aber noch bis zum Sommer 2024 bei seinem Ausbilderverein Palmeiras in Brasilien "geparkt". Für das Juwel machten die Madrilenen satte 37,5 Millionen Euro locker. Mit Boni kann die Ablöse noch auf rund 70 Millionen Euro ansteigen. Endrick gilt als absolutes Versprechen, in seiner Heimat wird er mit "Fenomeno" Ronaldo verglichen.
Apropos Versprechen: In diese Kategorie fällt Bellingham zwar nicht mehr ganz, der Engländer hat seine Qualitäten sowohl bei Borussia Dortmund als auch in der englischen Nationalmannschaft längst nachhaltig unter Beweis gestellt. Zukunftsträchtig war sein Wechsel von Dortmund ins Santiago Bernabéu aber allemal. Der 20-Jährige war Real mehr als 100 Millionen Euro wert. Ein Hinweis darauf, dass die Verantwortlichen in ihm das neue Mittelfeld-Prunkstück sehen. Ebenso wie die Tatsache, dass Bellingham fortan mit der Nummer 5 aufläuft. Ebenjener Nummer, die einst Zinedine Zidane trug.
Präsident Florentino Pérez geriet am Rande der offiziellen Bellingham-Vorstellung ins Schwärmen. "Dies ist ein Tag der Freude und großer Emotionen", sagte er. Pérez schob nach: "Wir sind sehr stolz, dass sich einer der besten Spieler der Welt für uns entschieden hat. Er hätte zu jedem Team der Welt gehen können, aber er hat sich für Real Madrid entschieden."

Bellingham: Konnte Real nicht absagen

Bellingham selbst erklärte, dass ein Wechsel in sein Heimatland die "einfachere Option" gewesen wäre, er das Angebot der Blancos aber nicht ablehnen konnte. "Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich komme zum größten Verein der Fußball-Geschichte", sagte er. Eine Geschichte, die er nun weiterschreiben möchte: "Ich will ein Teil davon werden. Das Ziel bleibt immer das gleiche. Ich will hier Titel gewinnen." Sein hohes Preisschild interessiere ihn indes "nicht so sehr."
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Jude Bellingham (l.) und Florentino Pérez

Fotocredit: Twitter

Doch die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist bei Real traditionell nicht klein. Ganz im Gegenteil: Seit beinahe einer Dekade lenken Luka Modric und Toni Kroos gemeinsam die Geschicke. Beide verlängerten ihre Verträge zuletzt um ein weiteres Jahr. Zudem findet sich mit Aurélien Tchouaméni ein weiteres Mittelfeld-Juwel im Kader, Eduardo Camavinga und Federico Valverde können ebenfalls im Zentrum spielen.
In welcher Rolle könnte Bellingham bei seinem neuen Arbeitgeber zum Einsatz kommen? Ballverteiler Kroos wurde in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger von Ancelotti auf die Sechs beordert. Plant der Erfolgscoach auch in der neuen Saison mit dem Routinier im defensiven Mittelfeld, wäre neben Modric Platz für Bellingham. Kroos im Rücken, Modric als Nebenmann - ein, gelinde gesprochen, angenehmes Szenario für einen jungen Fußballer. Zwei bessere Lehrmeister kann man sich kaum wünschen. "Es ist mir eine Ehre, mit diesen Spielern spielen zu dürfen, von ihnen zu lernen und hoffentlich mit ihnen zu siegen", sagte Bellingham voller Vorfreude.

Bellingham: Kann von allem ein bisschen

Bellingham ist vielseitig, kann in der Mitte nahezu jede Position bekleiden. Der 24-malige Nationalspieler ist dribbelstark und offensivfreudig, scheut aber auch die Defensivarbeit nicht. "Ich dribble gerne und gewinne gerne Zweikämpfe, das macht mir am meisten Spaß", sagte er im Interview mit "RealmadridTV" und schob nach: "Aber ich denke, meine größte Stärke ist, dass ich von allem ein bisschen kann."
Sollten Kroos und Modric einmal eine Pause benötigen oder im kommenden Sommer in Fußball-Rente gehen, springt vor allem eine Formation ins Auge: Bellingham vor Tchouaméni und neben Valverde. Der Uruguayer kam in der Vorsaion mangels Vakanz vermehrt auf der rechten Außenbahn zum Einsatz, soll aber dem Vernehmen nach wieder in seine Paraderolle zurückkehren. Bellingham, Tchouaméni, Valverde – das neue, wohlklingende Real-Trio.
Ancelotti ist übrigens schon länger großer Bellingham-Fan, besonders die Leistungen bei der WM in Katar hatten den Italiener begeistert. "Bellingham hat bei der Weltmeisterschaft gezeigt, dass er ein großartiger Mittelfeldspieler ist", lobte er. Allerdings hätten auch Enzo Fernández (Argentinien / FC Chelsea), Gavi und Pedri (Spanien / beide FC Barcelona) großartig gespielt. Abschließend sagte er dennoch: "Bellingham ist einer der sehr guten Mittelfeldspieler, aber ich bevorzuge unsere Spieler."
Jetzt ist Bellingham sein Spieler.
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Bellingham auf den Spuren von Real-Ikone: "Bewundere Zidane sehr"

Quelle: Perform

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