Drei Dinge, die im Clásico auffielen: Robert Lewandowski sticht Kylian Mbappé aus - Marc Casadó überragend

4:1 in der Champions League gegen den FC Bayern, 4:0 in der Liga gegen Real Madrid - der FC Barcelona feiert innerhalb von vier Tagen zwei denkwürdige Siege. Beim Kantersieg im Estadio Santiago Bernabéu entscheidet Robert Lewandowski das Stürmerduell gegen Kylian Mbappé klar für sich, zudem überragt Barça-Mittelfeldspieler Marc Casadó als Andres Iniesta 2.0. Drei Dinge, die auffielen.

Flick nach Clásico: "Lewandowski hat seine Qualität gezeigt"

Quelle: Perform

Als "semana magica" (magische Woche) hatte die Barça-nahen Sportzeitung "El Mundo Deportivo" die Spiele der Blaugrana gegen den FC Bayern und Real Madrid bezeichnet.
Am Ende der Woche steht fest: Der FC Barcelona hat magisch abgeliefert. Drei Tage nach dem 4:1 in der Königsklasse gegen die Bayern stürmte die Mannschaft von Trainer Hansi Flick das Estadio Santiago Bernabéu.
Robert Lewandowski (54., 56.), Lamine Yamal (77.) und Raphinha (84.) schossen einen deutlichen 4:0 (0:0)-Sieg im 189. Clásico heraus. In der Tabelle distanzierte Barcelona den Erzrivalen damit auf sechs Punkte.
Drei Dinge, die in Madrid auffielen.

1.) Lewandowski sticht Mbappé aus

Unter der Woche waren die beiden Angreifer bei den Kantersiegen ihrer Klubs in der Champions League größtenteils in der Beobachterrolle. Vinícus jr. traf bei Reals 5:2 gegen Borussia Dortmund dreifach, das gleiche Kunststück gelang seinem brasilianischen Landsmann Raphinha gegen die Bayern.
Im Clásico sollte die Stunde der Neuner schlagen. Sie tat es - allerdings nur bei Robert Lewandowski. Während Kylian Mbappé in der ersten Halbzeit sechsmal (!) ins Abseits lief und nach der Pause zwei Großchancen kläglich vergab, schnürte Lewandowski einen 149-Sekunden-Doppelpack.
Beim ersten Treffer schoss er den Ball von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck, beim zweiten setzte er einen Kopfball perfekt an die gleiche Stelle. Es waren die Saisontore 13 und 14 im elften Ligaspiel, sieben davon erzielte der Pole in den letzten drei Partien.
"Robert arbeitet sehr hart und ist körperlich in einer sehr guten Verfassung. Und er hat Selbstvertrauen, wie man bei seinen Toren sehen konnte", sagte Flick nach dem Spiel.
Lewandowski hätte aus seinem Doppel- einen Dreier- oder Viererpack machen können, vergab aber zwei dicke Chancen aus kurzer Distanz zum Tor.
Mbappé erlebte hingegen einen Abend zum Vergessen. "Die schwärzeste Nacht von Mbappé. Er war einfach nur schlecht", kommentierte die Zeitung "AS" die Leistung des Franzosen.

2.) Casadó wird Barças nächster Superstar

Pau Cubarsí ist das 17-jährige Mega-Verteidigertalent. Pedri der geniale Taktgeber. Lamine Yamal kommender x-facher Weltfußballer und Lewandowski immer noch Tormaschine. Diese Barça-Mannschaft begeistert wieder Fans und Fachleute.
Ein Spieler, der auf den ersten Blick nicht für das Spektakel zuständig ist, ist Marc Casadó. Der 21-Jährige gehört seit Juli zum Profikader der Katalanen und ist drei Monate später schon nicht mehr aus der Startelf wegzudenken.
In seinem ersten Clásico (auswärts vor 80.000 Fans Real-Fans) lieferte Casadó im Mittelfeld sein Meisterstück ab. Völlig unaufgeregt beherrschte er im Dreieck mit Pedri und Fermin Lopez das Zentrum, klaute listig Bälle und gewann die meisten seiner Zweikämpfe.
Das Highlight folgte in der 54. Minute. Mit einem chirurgisch genauen Steilpass in den Lauf von Lewandowski hebelte er die gesamte Real-Defensive aus.
Viele Jahre lang sehnten die Barça-Anhänger Nachfolger für die Legende Xavi und Andres Iniesta herbei. Mit Pedri und Casadó wächst da ein neues geniales Duo heran.
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Quelle: Perform

3.) Real fehlt die ordnende Hand

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit moderatem Tempo und wenigen Torraumszenen dominierte Barcelona den 189. Clásico. Schon vor Lewandowskis Doppelschlag waren die Gäste besser und hatten deutlich längere Ballbesitzphasen als Real.
Lewandowski killte die Königlichen, die auch noch höher hätten verlieren können. "Barça zerstört Real im Bernabeu", titelte die "Marca". Real-Coach Carlo Ancelotti sprach von "schrecklichen letzten 35 Minuten, die wir schnell vergessen sollten."
Gegen Dortmund - und gegen viele weitere, qualitativ (deutlich) schwächere Gegner - konnte sich Real stets auf seine Wucht und die Magie des Bernabeu gegen Ende eines Spiels verlassen. Das funktioniert aber nicht gegen ein derzeit entfesseltes Barça, die zweite Halbzeit kam einer Demütigung für Real gleich.
Ein Jahrzehnt lang hatten die Königlichen in Toni Kroos und Luka Modric zwei der besten Strategen im Weltfußball in ihren Reihen, die vor allem in großen Spielen ablieferten.
Im Clásico wurde Real das Fehlen einer ordnenden Hand im Mittelfeld deutlich vor Augen geführt. Kroos' ernannter Nachfolger Federico Valverde spielte in der zweiten Halbzeit einen Fehlpass nach dem anderen, die Königlichen agierten hektisch und planlos.
Und Modric, der beim Stand von 0:2 eingewechselt wurde und das Ruder herumreißen sollte, ist mit fast 40 Jahren auch kein Heilsbringer mehr.
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Quelle: Perform


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