Der FC Barcelona und die Posse um Dani Olmo: Jahrelange Misswirtschaft und ein garantiertes "böses Ende"

Dani Olmo trainiert aktuell mit dem FC Barcelona in Saudi-Arabien. Dort findet am Mittwoch das Halbfinale der Supercopa gegen Athletic Bilbao statt. Dort wird der Neuzugang von RB Leipzig aber nicht auflaufen können. Stattdessen bangen die Katalanen um den spanischen Nationalspieler, der Stand jetzt ablösefrei wechseln kann. Grund dafür sind wieder einmal die finanziellen Probleme Barças.

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Quelle: Perform

Rund 60 Millionen Euro ließ sich der FC Barcelona im Sommer 2023 Dani Olmo kosten, um ihn von RB Leipzig loszueisen. Schon damals, im August, war diese Verpflichtung eigentlich nicht möglich. Aufgrund des Schuldenberges des Traditionsklubs sprengten die Katalanen mit Olmo den von der spanischen Liga festgesetzten Gehaltsrahmen des Teams.
Durch eine Ausnahmeregelung klappte es dann doch - durch die langfristige Verletzung von Andreas Christensen wurde ein Platz frei. Das galt aber eben nur bis zum Ende des Kalenderjahres.
Jetzt ist Olmo offiziell aus dem Kader gestrichen. Die verzweifelten Versuche von Klub-Präsident Joan Laporta, um die nötigen Einnahmen zu generieren, waren vergebens. Auf der offiziellen La-Liga-Homepage wurde Olmo bereits komplett getilgt - "wir haben keine Daten zu diesem Spieler", heißt es.
Diese Posse ist die Spitze eines Misswirtschafts-Eisberges, der viele Jahre zurückreicht und bei dem sich Barça wohl nicht mehr ehrenvoll aus der Affäre ziehen kann.

Laportas Rechnungen gehen nicht auf

2021 war Laporta angetreten, um reinen Tisch zu machen, die Fehler seines Vorgängers Joseph Bartomen zu bereinigen. Er legte eine katastrophale Finanzlage offen, tat aber viel zu wenig, um sie zu verbessern.
Weiterhin wurden Spieler wie Robert Lewandowski verpflichtet, weiterhin wurde von Glamour und internationaler Spitzenklasse geträumt und weiterhin waren die Einnahmen für den riesigen Finanz-Luftballon FC Barcelona viel zu gering.
Der Liga wurden gescheiterte Einnahmeversuche aus der eigenen TV-Produktionsgesellschaft als erfolgreiche Einnahmen vorgegaukelt, für die VIP-Logen im neuen Camp-Nou-Stadion gab es auch bisher viel weniger Geld als erwartet und behauptet.
Als Hansi Flick als Trainer kam und Olmo spielberechtigt war, kaschierte der Erfolg kurzzeitig die Probleme. Aber der in der Breite zusammengesparte Kader ist nicht widerstandsfähig genug für den engen Fußball-Kalender. Das Team fiel in der Liga auf Platz drei zurück - und nun ist einer der besten Kreativ-Spieler in der Mannschaft da, aber doch weg.

Ein "böses Ende" scheint garantiert

Und jetzt? "Die Verantwortlichen scheinen unbesorgt", sagt Jorge Ordas von Eurosport Spanien, "obwohl alle Versuche zur Registrierung von Olmo bisher gescheitert sind."
Laporta versucht es über Gerichte und über diverse Nischen und Winkelzüge, um den Spieler zu halten. "Egal wie es ausgeht, es wird ein böses Ende nehmen", sagt Ordas. "Wenn Barcelona Olmo verliert, dann ist es ein nie dagewesener Skandal, der die Zukunft des Klubs gefährdet und wenn sie es doch noch schaffen sollten, dann über 'merkwürdige' Ausnahmeregelungen, für die der Klub ohnehin kritisiert wird."
Keine guten Aussichten in der katalanischen Metropole. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Verien laut spanischen Statuten nicht den selben Spieler zweimal registrieren darf. Das wäre bei Olmo aber der Fall. Eine Ausnahme dafür gibt es: höhere Gewalt.
Aber sollte jahrzehntelange Misswirtschaft als höhere Gewalt gelten? Bislang sahen das die spanischen Gerichte nicht so.

Olmo will für Barcelona spielen

Stattdessen wird die Luft dünner für Laporta, zahlreiche Anhänger forderten bereits lautstark seinen Rücktritt. "Obwohl die Kritik an ihm lauter wird, glaube ich nicht, dass er gehen wird", so Ordas. "Aber wenn sie den Spieler wirklich verlieren sollten, wer weiß..."
Olmo selbst trainiert weiterhin mit seinen Nicht-mehr-Teamkollegen. Für ihn ist Barça der Herzensklub, er ist Katalane und wurde dort ausgebildet. "Barcelona ist die erste und letzte Option", sagte sein Berater gegenüber dem Portal "Give me Sport".
Gleichzeitig schob er nach: "Dani ist ein Siegertyp. Er will spielen und nicht zusehen." Zahlreiche Top-Teams sollen sich bereits in Stellung bringen, darunter Manchester City, Manchester United, AC Mailand und vielleicht sogar der FC Bayern.
Einer dieser Vereine könnte der einzige Gewinner in dieser Posse werden - denn zahlen muss am Ende auf jeden Fall der FC Barcelona.
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Quelle: Perform


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