Kommentar zum Aus von Xabi Alonso bei Real Madrid: Gegen Florentino Pérez und die Stars hatte der Trainer keine Chance

Nur 232 Tage dauerte die Ära Xabi Alonso bei Real Madrid. Der gefragteste Trainer der Welt, der bei Bayer Leverkusen einzigartige Erfolge feierte, wechselte zum größten Verein der Welt - zu dem Klub, bei dem der Spanier auch als Spieler zu einer Legende wurde. Alonso scheiterte bei den Königlichen an den Superstars - und vor allem an Präsident Florentino Perez. Ein Kommentar.

Hier sagt Alonso seinen eigenen Nachfolger voraus

Quelle: Perform

Der Knackpunkt im Verhältnis zwischen Real Madrid und Xabi Alonso war der 26. Oktober 2025. Die Königlichen hatten den Clásico mit 2:1 gewonnen - ein Ergebnis, das sich knapper liest, als der Spielverlauf hergab. Der Vorsprung auf die Katalanen in der Tabelle betrug zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte.
Alles gut also in den königlichen Landen? Nein, das einzige Gesprächsthema war Vinícius Júnior, der nach seiner Auswechslung ausrastete, dem Trainer den Handschlag verweigerte und schimpfend in die Katakomben abdampfte. Die Bilanz danach: Acht Siege aus 15 Pflichtspielen, die Tabellenführung ging flöten und nun auch die Titelchance in der Supercopa.
Ein "Endspiel" hatte Alonso angeblich schon vor der Champions-League-Niederlage gegen Manchester City, danach gewann die Mannschaft aber fünf Spiele in Folge. Sportlich ging es Auf und Ab, was es aber in drei Monaten nie gab: Rückendeckung für den Trainer von der Vereinsführung - gegenüber Spielern, die öffentlich indiskutables Verhalten an den Tag legten, blieben kritische Worte vonseiten der Verantwortlichen Mangelware.
Für Präsident Florentino Pérez zählen nur Superstars und Siege. Das ging mit Carlo Ancelotti ideal einher, mit dem akribischen, fordernden Alonso aber überhaupt nicht. Diese Umstellung war wohl auch für die Stars um Vinicius und Kylian Mbappé zu groß - in Madrid kann der Trainer einen solchen Kampf niemals gewinnen.

Xabi Alonso hatte keine Chance

Alonso hatte keine Chance. Arrigo Sacchi fasste es zusammen, nachdem er im Dezember 2005 seinen Vertrag als Sportdirektor bei Real aufgelöst hatte: "Wenn in Kolumbien ein Flugzeug abstürzt, ist für Pérez der Trainer von Real Madrid schuld."
In Spanien ist man sich nun uneins, ob die Trennung "einvernehmlich" war oder ob Pérez eigenmächtig handelte.
Die Spieler sollen von der Meldung überrascht worden sein, da es doch gerade wieder besser zu laufen schien. Auch sie hatten ihren Anteil an diesem königlichen Missverständnis. Alonsos Ideen und Ansätze brauchen Zeit, das ist die eine Währung, die es bei Real eben nicht gibt.
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Aus nach nur sechs Monaten: Alonso kein Königlicher mehr

Quelle: Perform


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