Nach Transfersperre: Real Madrid startet Angriff auf Lewandowksi, Pogba, Hazard & Co.

Real Madrid bleiben vielleicht nur noch wenige Tage, um einen Kader bis Sommer 2017 zusammenzustellen. Die Zeitknappheit wegen der Transfersperre könnte die noch laufende Wechselperiode arg durcheinanderwirbeln. Real soll eine noch nie gesehene Einkaufstour planen - wobei zwischen Wollen und Können halt ein Unterschied liegt. Leicht wird's nicht, trotz der vielen Millionen im Budget.

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Die Uhr tickt rückwärts. Am 1. Februar um 23:59 Uhr ist Deadline für Real Madrid - dann schließt in Spanien das Transferfenster. Und obwohl es Real ist, das bereits oft opulent mit den Millionen jonglierte, steht das teuerste Kaufhaus Madrids unter Druck wie eine geschüttelte Champagnerflasche. Die Frage ist: Wann knallt der Korken?
Die Transfersperre, die den "Königlichen" sowie Atlético Madrid wegen der illegalen Verpflichtung Minderjähriger auferlegt wurde, greift für die folgenden zwei Wechselperioden. Also Sommer 2016 und Januar 2017. Genau wie der FC Barcelona, dessen Buße für identische Verstöße just vor ein paar Tagen endete, gingen Real und Atlético in Berufung, und genau wie bei Barca dürften die Chancen mickrig sein.
Der Bannstrahl bedeutet nicht, dass die Madrider Vereine bis 2017 nicht einkaufen dürfen, das schon; sie können die Neuen bloß nicht einsetzen. Die Ausgabenseite wird davon ebenso weniger tangiert wie Rückholaktionen von Leihspielern, etwa Fabio Coentrao (AS Monaco).

"Die größte Wechselorgie der Geschichte"

Und doch wird exakt eine Bedingung bleiben: Real muss seinen Kader für eineinhalb Jahre zusammenstellen. Quasi aus dem Stand. Und mit Gelegenheit bis 1. Februar, 23:59 Uhr.
Spannend ist das natürlich, weil der Klub ja eben erst den Trainer tauschte, Rafael Benítez wurde geschasst, ZInedine Zidane installiert. Baut sich der frühere Weltstar eine Weltelf zusammen?
Eine Tour mit der dicken Brieftasche wäre sogar dadurch legitimiert, dass nun Not vorherrscht. Zeitlich wie personell. Präsident Florentino Pérez ist berüchtigt für sein Faible nach den glitzerndsten Namen, man denke fix an die "Galaktischen" von einst, mit Figo, Ronaldo, Beckham. Und Zidane.
Weil der Countdown läuft, soll Geld keine Rolle spielen. Alles muss raus! Die "BBC" erwartet "drei Transferfenster in einem", die "Sun" gar "die größte Wechselorgie der Geschichte". Laut dem Blatt planen die Madrilenen eine gigantische 330-Millionen-Euro Offensive (das entspricht 250 Millionen Pfund). "Sie sind verpflichtet, jetzt Transfers zu tätigen, und Dinge vorwegzunehmen", wird Ernesto Bronzetti, ein Pérez-Vertrauter, in italienischen Medien zitiert.
Ein Auszug der Delikatessenliste: Paul Pogba (Juventus Turin), Sergio Agüero (Manchester City), Eden Hazard (FC Chelsea), David de Gea (Manchester United) - und Robert Lewandowski vom FC Bayern. Der "Daily Star" ergänzt die Reihe um die beiden Briten Harry Kane (Tottenham Hotspur) und John Stones (FC Everton).

Ewige Lewandowski-Saga

Reals Wünsche sind das eine, ihre Finanzkraft das andere, die Erfolgsaussichten allerdings das dritte. 92 Millionen soll die Zahlungsbereitschaft für Agüero betragen, City gilt freilich als unwillig, seinen besten Stürmer zu veräußern.
Ähnlich verhält sich die Lage bei Lewandowski, über den die "AS" von der "Operacion Lewandowski" schrieb. Das war im Dezember, sein Berater Cezary Kucharsky wurde damals in Reals Stadionloge erblickt, das schürte Spekulationen. Im Prinzip befindet sich der Pole auf dem Real-Radar, seit ihm 2013 - noch für Borussia Dortmund - ein Viererpack im Champions-League-Halbfinale gelang. Gegen Madrid. "Es ist jedes Jahr dasselbe", schimpfte er unlängst und dementierte Kontakt.
100 Millionen Euro soll Real offenbar für Lewandowski berappen. Da dürften sie mit Bayern auf einen zähen Verhandlungspartner stoßen… Oder anders: Das wird nichts.

Pogba als Weltrekordmann?

Besonders delikat wäre eine Verpflichtung von Antoine Griezmann; einmal, weil er vom Stadtrivalen Atlético käme, zum anderen, weil die "Rojiblancos" eben auch von der Strafe betroffen sind. Griezmanns Vertrag ist bis 2020 datiert, und wie "AS" berichtet, denkt Atlético an einen neuen Kontrakt. Tendenz: wenig Chancen für Real.
Besser könnte es bei Hazard aussehen, Chelsea ist als indiskutabler Tabellen-14. schließlich auf bestem Weg, die Champions League zu verpassen. Ein Grund, das Weite zu suchen? Allemal!
In der Causa Pogba wiederum scheint der Status quo nicht besiegelt. Bislang wurde Barca in die Favoritenrolle gedrängt, Real-Coach Zidane sagen sie jedoch nach, seinen Landsmann zum Königstransfer erkoren zu haben. Kolportierter Preis: 133 Millionen Euro. Wäre Weltrekord.

Ein Franzose, der nicht Pogba und Griezmann heißt

Deutlich geringer fiele die Ablöse für De Gea aus, der Torwart war im Vorjahr fast ein "Königlicher", sein Wechsel scheiterte an einem Formfehler (zu spätes Fax). Möglich, dass der Deal jetzt mit Verspätung eintritt. Aber: Welche Priorität genießt ein De Gea angesichts Agüero, Lewandowski, Hazard? Die Zeit drängt ja.
Oder wird's ein Überraschungscoup? Das Video zeigt, welcher Frankreich-Star, der nicht Pogba und Griezmann heißt, bald ganz in Weiß brillieren könnte…
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