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Benjamin Henrichs will zur EM - Bundesliga-Rückkehr möglich
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Publiziert 11/02/2020 um 12:59 GMT+1 Uhr
Im Sommer 2018 wechselte Benjamin Henrichs von Bayer Leverkusen zum AS Monaco. Seitdem hat nicht alles funktioniert, weder für ihn noch für den Klub. Sein Zwischenfazit fällt dennoch positiv aus. In diesem Sommer will er bei der EM dabei sein. Sollte das nicht klappen, hält er auch eine Olympia-Teilnahme für möglich. Auch eine Bundesliga-Rückkehr kann sich der Außenverteidiger vorstellen.
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Das Leben an der Cote d'Azur hat seine Vorzüge. Beständig gutes Wetter, das Mittelmeer, das spezielle Flair Südfrankreichs - Benjamin Henrichs weiß all das längst zu schätzen. "Ich habe relativ schnell Französisch gelernt und fühle mich hier eigentlich ganz wohl", sagt der dreimalige Nationalspieler im Interview mit dem "SID". In Monaco lebe man sich relativ schnell ein, es sei eben "quasi wie ein Urlaubsort".
Zum Faulenzen und Shoppen ist Henrichs im August 2018 natürlich nicht ins Fürstentum gezogen. Für rund 20 Millionen Euro Ablöse wechselte das einstige Top-Talent von Bayer Leverkusen damals zur AS Monaco, einem der großen Namen der französischen Ligue 1. Nicht alles hat seitdem funktioniert - weder für den Klub, der im Vorjahr im Zuge eines Umbruchs nur knapp dem Abstieg entging, noch für den deutschen Außenverteidiger.
Neue Sprache und starke Gegenspieler
Trotzdem zieht Henrichs ein positives Zwischenfazit. "Ich habe eine neue Sprache gelernt, das bringt mich als Mensch weiter", sagt er. Aber auch als Fußballer habe ihn der Schritt ins Ausland verbessert, nicht nur, weil er nun häufiger auf Paris St. Germain mit seinen Weltstars Neymar und Kylian Mbappe trifft. Das seien zwei Spieler mit "brutaler Qualität und eigentlich die besten Gegenspieler, die ich jemals hatte", sagt Henrichs.
Der 22-Jährige ist vor allem gereift, weil er in der neuen Umgebung schnell Widerstände überwinden musste. "Wir hatten hier keine einfache Zeit, aber dabei lernst du relativ viel", sagt er.
Bisher schon drei Trainer in Monaco
Unter Trainer Thierry Henry war Henrichs gesetzt, der einstige Weltklassestürmer musste aber nach kaum vier Monaten wieder gehen. Unter Nachfolger Leonardo Jardim hatte Henrichs einen schweren Stand, inzwischen läuft es unter dem jetzigen Coach Robert Moreno wieder besser. Henrichs sagt:
Die alte sportliche Heimat hat er seit seinem Weggang nie ganz aus den Augen verloren. Die Bundesliga verfolge er "so oft es geht", sagt er und schwärmt von den vollen Stadien sowie der "brutal guten Stimmung" in Deutschland. "Natürlich bin ich offen für eine Rückkehr", sagt Henrichs, der sich in Monaco wohlfühlt, und trotzdem betont: "Ich möchte irgendwann zurückkommen."
Henrichs wäre im Winter beinahe in Leipzig gelandet
Im Winter wäre es fast soweit gewesen. Vor allem Herbstmeister RB Leipzig und dessen Trainer Julian Nagelsmann bemühten sich um ihn. "Er hat mich relativ schnell überzeugt", sagt Henrichs. Der Transfer kam letztlich aber nicht zustande: "Ich muss das hinnehmen, hier weiter Gas geben und mich auf den Verein konzentrieren."
Henrichs hat beim früheren Champions-League-Finalisten hohe Ziele. "Ich versuche hier in Monaco mein Bestes zu geben, um zur EM fahren zu können", sagt der Defensivspieler, der 2017 mit der DFB-Elf den Confed Cup gewonnen hat:
Und wenn der Anruf von Bundestrainer Joachim Löw doch nicht kommt? Dann ist die Teilnahme an den Sommerspielen in Tokio eine Option. "Ich stehe auf der 50er-Liste für Olympia", sagt Henrichs, "an erster Stelle steht für mich aber die EM."
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(SID)
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