Kylian Mbappé: Mega-Offerte schockiert die Sportwelt - ein Ausweg mit Bauchschmerzen
Berichte über ein astronomisches Angebot für Kylian Mbappé haben die Sportwelt in Aufruhr versetzt. Der saudische Klub Al-Hilal soll 300 Millionen Euro Ablöse und dem PSG-Star ein kolportiertes Gehalt von 700 Millionen Euro bieten. Doch trotz der Summen hat Mbappé offenbar wenig Ambitionen, in die Wüste zu wechseln. Noch. Denn diese Zwischenstation könnte der einzige Ausweg aus einem Dilemma sein.
Kylian Mbappé
Fotocredit: Imago
"776 Millionen Dollar für ein Jahr? Was zur Hölle, lol…", twitterte Portland-Trail-Blazers-Star Damian Lillard. LeBron James und Draymond Green deuteten an, dass sie für ein solches Jahressalär sehr wohl bereit wären, ein Jahr in Saudi-Arabien zu spielen.
Superstar Giannis Antetokounmpo wies sogar darauf hin, dass er doch eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit mit Kylian Mbappé aufweise. "Al Hilal, ihr könnt mich nehmen", schrieb er mit einigen Lach-Emojis unter ein Bild von ihm. Doch zum Leidwesen der US-Stars geht es in diesem Zusammenhang nicht um Basketball, sondern um Fußball. Genauer gesagt um das unmoralische Jahressalär, dass der saudische Klub Al-Hilal offenbar bereit ist, PSG-Star Mbappé bei einem Wechsel in den Wüstenstaat zu zahlen.
Zum Vergleich: Die Herren James (48,28 Millionen Euro in der Saison 2023/24), Lillard (41,29 Millionen), Antetokounmpo (41,29 Millionen) und Green (20,21 Millionen) nagen selbst nicht gerade am Hungertuch und würden mit ihren Gehältern in der obersten Riege des europäischen Fußballs rangieren.
Doch das Mbappé-Angebot, was seit Montag durch die Medien geistert, entzieht sich selbst ihrer Vorstellungskraft. Greens Jahresgehalt hätte der 24-Jährige beispielsweise bereits nach elf Tagen eingestrichen.
Mbappé-Deal: Der Höhepunkt des Saudi-Wahnsinns?
Insgesamt soll das Paket ein Gesamtvolumen von über einer Milliarde Euro umfassen. Die Rekordablösesumme von 300 Millionen Euro haben die Pariser einem "Sky"-Bericht zufolge bereits angenommen und dem Klub aus Riad die Erlaubnis erteilt, mit ihrem Stürmer zu verhandeln.
Die 700 Millionen Euro Jahressalär sollen sich aus 200 Millionen Euro Fix-Gehalt und lukrativen Werbedeals zusammensetzen. Zudem dürfte Mbappé 100 Prozent seiner persönlichen Bildrechte behalten und selbst vermarkten. So zumindest rechnet es der in der Beletage des internationalen Fußballs bestens vernetzte Transferinsider Fabrizio Romano vor.
Das würde sein Gehalt gegenüber der abgelaufenen Saison in Paris fast um das Sechsfache steigern.
Was sich Al-Hilal von dem Deal verspricht, ist klar: Eine Verpflichtung von Mbappé, selbst für ein Jahr, wäre der endgültige Beweis, dass sich mit genügend finanziellen Mitteln wirklich jedes Vorhaben im Weltfußball realisieren ließe. Egal, wie sehr die heimische Saudi Pro League den europäischen Ligen qualitativ hinterherhinkt. Egal, wie alt der Spieler ist. Ob er mit jenseits der 30 Jahre am Ende seiner Karriere, oder wie Mbappé mit 24 in seiner vermeintlichen "Prime" steht und den Großteil seiner Laufbahn noch vor sich hat.
Es wäre der Höhepunkt des beispiellosen Transfer-Wahnsinns, infolgedessen in diesem Sommer bereits Stars wie Karim Benzema, N’Golo Kanté oder Roberto Firmino den Weg in die Wüste gefunden haben.
Zoff zwischen Mbappé und PSG eskaliert
Für Mbappé stellt sich die Situation jedoch deutlich komplizierter dar. Laut verschiedener Medienberichte hat der nämlich gar kein Interesse daran, in der saudischen Liga aufzulaufen.
Am liebsten würde der Weltmeister von 2018 noch ein Jahr in der französischen Hauptstadt spielen, um den Klub 2024 ablösefrei zu verlassen. Das hingegen möchte PSG tunlichst vermeiden.
"Meine Position ist sehr klar: Wenn Kylian bleiben will, wollen wir das auch. Aber er muss einen neuen Vertrag unterschreiben, denn wir können den besten Spieler der Welt nicht umsonst gehen lassen", machte Klubpräsident Nasser Al-Khelaifi Anfang Juli deutlich.
Das wiederrum möchte Mbappé nicht. Seither gibt es Zoff, der Ende vergangener Woche eskalierte. Im Aufgebot für die vier Testspiele im Rahmen einer Asienreise durch Japan und Südkorea fehlte der Superstar. Ein klares Zeichen an den Spieler, dass man in der kommenden Saison nicht mehr mit ihm plant.
Mbappé 2023/24 auf der Tribüne?
Angeblich sei PSG mittlerweile sogar bereit, Mbappé für die komplette Saison auf die Bank zu verbannen. Auch der Franzose sei laut dem Radiosender "RMC" zu einem solchen Schritt bereit, um seine Vorhaben durchzusetzen und 2024 ablösefrei zu seinem Wunschverein Real Madrid zu wechseln. Ein unbefriedigendes Szenario für beide Seiten.
Auch wenn die Namen FC Barcelona, Chelsea und Manchester United aktuell durch die Gazzetten geistern, scheint es unwahrscheinlich, dass ein europäischer Klub in diesem Sommer bereit ist, eine nur im Ansatz so hohe Summe wie Al-Hilal für einen Spieler mit nur noch einem Jahr Vertrag zu bezahlen.
Auch Real wird mit dem Wissen um Mbappés Wechselwunsch einen Transfer in diesem Sommer nicht erzwingen, wenn man den Spieler im kommenden Sommer auch ablösefrei haben kann. Ein Handgeld in Höhe von etwa 50 Millionen Euro kann Real verschmerzen, wenn man den besten Stürmer der Welt sonst gratis bekommt.
Saudi-Deal als einziger Ausweg?
Der Saudi-Deal könnte also tatsächlich der einzige Ausweg aus der festgefahrenen Situation sein.
Denn nach Informationen des amerikanischen TV-Senders "CBS" würde Mbappés Vertrag nicht nur ein astronomisches Gehalt, sondern auch eine Ausstiegsklausel für 2024 umfassen. Einem ablösefreien Wechsel nach Madrid stünde dann nichts mehr im Wege.
Für Mbappé stellt sich für die kommende Saison nun also die Frage: Geld oder sportliche Ambitionen?
Der Ex-Premier-League-Profis Jamie O’Hara sagte jüngst gegenüber "Talksport", Mbappé würde mit diesem Wechsel sein "Vermächtnis" ruinieren.
Mit einigen Bauchschmerzen wäre eine Zusage sicher verbunden. 700 Millionen hin oder her.
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