Paris Saint-Germain - Kylian Mbappé hält PSG im Würgegriff: Von wegen Stadt der Liebe

Paris Saint-Germain hat in diesem Sommer sowohl einige Stars verloren als auch einige neue namhafte Spieler an Land gezogen. Zur Ruhe kommt der Klub aus der Stadt der Liebe allerdings nicht - Kylian Mbappé hält PSG wieder einmal im Würgegriff, seit Wochen tragen die Parteien ihre Differenzen in der Öffentlichkeit aus. Die Situation scheint ausweglos.

"Muss neuen Vertrag unterschreiben": PSG-Boss mit Ansage für Mbappé

Quelle: Perform

Bei Paris Saint-Germain geht es in diesem Sommer verhältnismäßig gesittet zu. Zumindest in puncto Transfers.
Mit Lionel Messi und Sergio Ramos gingen zwei alternde Superstars, die nie richtig warm mit der französischen Hauptstadt wurden, auf der anderen Seite wurden mit Manuel Ugarte (60 Millionen Euro, Sporting), Lucas Hernández (45 Millionen Euro, FC Bayern), Milan Skriniar (ablösefrei, Inter Mailand) und Marco Asensio (ablösefrei, Real Madrid) vier verheißungsvolle Neuzugänge präsentiert. Zudem wird fortan Luis Enrique die Geschicke an der Seitenlinie leiten.
Ein mittelschwerer Umbruch, so weit so unspektakulär - zumindest für PSG, das in den vergangenen Jahren schon deutlich aggressiver auf dem Markt aufgetreten ist.
Zur Ruhe kommt der Klub dennoch nicht, ein Thema hält Paris seit Wochen auf Trab: Die Zukunft von Kylian Mbappé. Ein hausgemachtes Problem, da sich die Differenzen zwischen den beiden Parteien in die Öffentlichkeit verlagert haben.

PSG-Boss: "Können ihn nicht ablösefrei gehen lassen"

Da wäre beispielsweise Klubboss Nasser Al-Khelaifi, der Anfang Juli monierte, dass Mbappé sich weigert, seinen bis 2024 gültigen Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern – und damit ablösefreien Abgang im kommenden Sommer provoziert.
"Unsere Position ist ganz klar. Wenn Mbappé bleiben will, wollen wir, dass er bleibt, aber er muss einen neuen Vertrag unterschreiben. Wir können ihn nicht ablösefrei gehen lassen", machte Al-Khelaifi auf einer Pressekonferenz deutlich. Der 49-Jährige ergänzte: "Er hat gesagt, dass er nicht plant, ablösefrei zu gehen. Wenn jemand ihn zum Umdenken bewogen hat, ist das nicht unsere Schuld. Aber wir lassen einen der besten Spieler der Welt nicht ablösefrei gehen."
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Nasser Al-Khelaifi (l.) und Kylian Mbappé

Fotocredit: Getty Images

Eine klare Ansage. Verlängern oder au revoir, Kylian! Als mögliches Ziel steht bereits seit Jahren Real Madrid im Raum. Die Königlichen sind aktuell auf der Suche nach einem adäquaten Nachfolger für den gen Saudi-Arabien abgewanderten Karim Benzema.
Da Al-Khelaifi dem Vernehmen nach eine Ablösesumme von 170 Millionen Euro aufruft, dürfte ein Transfer für Real nur schwer umzusetzen sein. Die Spanier haben in dieser Transferperiode schon mehr als 100 Millionen Euro für Jude Bellingham von Borussia Dortmund gezahlt und noch kein Geld durch Verkäufe generiert.

Mbappé schießt gegen Vereinsführung

Und Mbappé selbst? Der ließ sich nicht lange bitten und sorgte wenige Tage nach Al-Khelaifi mit einem Interview für Aufsehen. "Ich weiß auch nicht, was PSG fehlt, um die Champions League zu gewinnen", so der 24-Jährige im Gespräch mit "France Football". Im Anschluss fand Mbappé kritische Worte für die Vereinsführung: "Sie müssen die Leute fragen, die die Mannschaft zusammenstellen, die über den Kader entscheiden und den Verein aufbauen."
Auch er könne "nicht zaubern", gab Mbappé darüber hinaus zu bedenken. "Die anderen Spieler haben auch alles gegeben. Manchmal stößt man im Fußball nun mal an seine Grenzen."
Im Falle des vermeintlich grenzenlos reichen Scheichklubs hieß die Grenze in der vergangenen Saison FC Bayern - gegen den deutschen Rekordmeister musste man sich sang- und klanglos im Achtelfinale der Königsklasse verabschieden. Mal wieder ein frühes Aus im prestigeträchtigsten Vereinsfußball-Wettbewerb der Welt. Trotz Mbappé.

Ex-PSG-Sportdirektor: "Das Beste wäre, wenn er geht"

Der Klein-Rosenkrieg zwischen Verein und Spieler rief schließlich noch Leonardo auf den Plan. Der Brasilianer, der lange Zeit als PSG-Sportdirektor fungierte, nahm seinen früheren Arbeitgeber in Schutz und schoss stattdessen gegen Mbappé. "PSG hat schon vor Kylian Mbappé existiert und der Klub wird auch nach ihm Bestand haben", sagte Leonardo der französischen Sportzeitung "L'Équipe".
Mbappé sei nunmehr seit sechs Jahren in Paris, "in diesen sechs Jahren haben fünf unterschiedliche Klubs die Champions League gewonnen. Keiner davon hatte Mbappé in seinen Reihen, es ist also möglich, den Wettbewerb auch ohne ihn zu gewinnen." Leonardos Fazit: "Das Beste für PSG wäre es, wenn er geht."
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Kylian Mbappé

Fotocredit: Getty Images

Einen ähnlichen Standpunkt vertreten offenbar auch einige Mitspieler. Informationen des traditionell gut informierten Mediums "Radio Monte Carlo" zufolge haben sechs Teamkollegen einen Beschwerdebrief an Boss Al-Khelaifi geschickt. Demnach habe sich das Sextett enorm an Mbappés oben skizzierten Interview-Aussagen gestoßen.
Von wegen Stadt der Liebe. Die Situation ist also - wohlwollend ausgedrückt - festgefahren. Ein weiteres Engagement bei PSG ist unter diesen Umständen nicht vorstellbar, ein Wechsel nach Madrid zu den Pariser Konditionen unrealistisch. Ohne die Mbappé-Millionen kann Paris auch keinen Nachfolger verpflichten.
Der Superstar hat seinen Klub im Würgegriff.
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Havertz genervt von Bayern-Frage: "Kein Kommentar!"

Quelle: Perform

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