Medien: Karim Benzema droht nach Sexvideo-Affäre Aus im Nationalteam

Der Karriere von Karim Benzema von Real Madrid in der französischen Nationalmannschaft droht das vorzeitige Ende. Nach Informationen der Fachzeitung "L'Équipe" erwägt der Verband FFF, den Angreifer aus der Équipe Tricolore zu werfen. In der Sexvideo-Affäre wurde Benzema zuletzt stark von Mathieu Valbuena (Olympique Lyon) belastet. Der Verband will vor Gericht als Nebenkläger auftreten.

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"Dies geschah nicht, um Benzema mit einer kurzfristigen Spielsperre zu belegen", wurde ein nicht näher genannter Verbandsfunktionär von "L'Équipe" vieldeutig zitiert. Als möglicher Nachfolger Benzemas in der Stammelf des EM-Gastgebers 2016 wird von "L'Équipe" unter anderem Bundesliga-Profi Kingsley Coman von Bayern München gehandelt.
Valbuena hatte erst am Freitag neue Details des Skandals im Interview mit der Zeitung "Le Monde" verkündet. Benzema habe ihn "indirekt" zur Zahlung an einen Jugendfreund des Real-Stars verleiten wollen, hatte Valbuena im Interview gesagt.
"Mit Verleiten meine ich: 'Es ist notwendig, dass du bezahlst'. Indirekt eben", führte der Mittelfeldspieler von Olympique Lyon aus. In seiner Art zu reden sei Benzema "nicht aggressiv gewesen, er hat mich auch nicht konkret auf Geld angesprochen. Aber ich habe noch von niemandem gehört, der ein Video gratis vernichtet", sagte Valbuena.
Gegen Benzema wurde am 5. November wegen Beteiligung an der Erpressungsaffäre ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Valbuena war mit einem Sexvideo unter Druck gesetzt worden, das ihn in pikanten Situationen zeigen soll. Drei mutmaßliche Erpresser, die Valbuena laut Medienberichten um eine sechsstellige Summe erleichtern wollten, wurden inhaftiert. Valbuena hat der Justiz am 20. November seine Sicht der Dinge geschildert.
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