Nach Amos Piepers Notbremse (67./Rot) spielte Deutschland beinahe 30 Minuten in Unterzahl, schon zuvor hatte Sami Al-Naji (30./50.) zweimal ausgeglichen. Im letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen die Elfenbeinküste braucht "Team D" nun einen Sieg, um sicher die K.o.-Runde zu erreichen.
Ein Spieler im Team hat schon jetzt triumphiert: Nach dem kraftraubenden Sieg gegen Saudi-Arabien ging Max Kruse ein wenig nervös aufs Knie und sendete vor laufenden ARD-Kameras seiner Freundin Dilara aus Tokio einen olympischen Heiratsantrag - und die Angebetete sagte: Ja!
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Dabei war sein Plan eigentlich ein anderer: "Ich wollte das nach einem Tor machen, aber wer weiß, ob ich noch eins schieße", sagte Kruse lachend. Bisher ist ihm das nicht gelungen. Die Treffer gegen Saudi-Arabien erzielten die beiden Offensivspieler Nadiem Amiri und Ragnar Ache sowie Innenverteidiger Felix Uduokhai. Dessen Treffer hat Kruse aber immerhin mit einem schönen Eckball vorgelegt.

Ache und Amiri liefern

Und der Heiratsantrag war zugleich das größere Highlight als das Spiel selbst. Deutschland tat sich über die komplette Dauer schwer. Dass die Mannschaft von Stefan Kuntz kaum Vorbereitungszeit hatte und nicht eingespielt ist, ist deutlich erkennbar. Besonders in der Abwehr taten sich große Lücken auf, die der Gegner in Person von Sami Al-Najei zweimal nutzte und die Führung egalisierte.

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Ache und Amiri machten sich als Führungsspieler verdient, stürmten immer wieder vor das gegnerische Tor. Ache etwa gleich zu Beginn (4.), als er die Chance zur Führung per Kopf vergab und in der 74. Minute, als er fast frei vor dem Tor stehend am Keeper Saudi-Arabiens scheiterte.
Wie schon im ersten Spiel trafen beide wieder: Amiri mit dem Führungstreffer in der 11. Minute über den Flügel, Ache kurz vor der Halbzeit (43.) nach schönem Pass von Pieper - zuerst scheiterte er am Torwart, der Nachschuss saß dann aber.

Abwehr ohne Abstimmung

In der Viererkette wackelte es allerdings bedrohlich. Benjamin Henrichs, Amos Pieper und Felix Uduokhai ließen zu viele Lücken, die Abstimmung mit dem defensiven und zentralen Mittelfeld alles andere als optimal.
Pieper, der den Treffer von Ache noch mit einem traumhaften Pass vorlegte, flog dann noch vom Platz: In der 67. Minute stoppte er seinen Gegenspieer Al-Dawsaari hart - zu hart, wie der Schiedsrichter nach Ansicht der Videobilder entschied.

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Die DFB-Auswahl musste das zähe Spiel also zu zehnt beenden. Nach Ecke von Bald-Ehemann Max Kruse gelang Uduokhai dann doch noch der Führungs- und Siegtreffer (75.).

Amiri: "Es braucht Zeit"

Für den harten Kampf fand Amiri hinterher klare Worte: "Wir haben einen dünnen Kader, jedes Spiel ist sehr anstrengend. Aber wie wir gekämpft haben und den Willen gezeigt haben, großen Respekt. Die anderen Teams waren im Trainingslager, wir sind erst zehn Tage zusammen und hatten gleich den stärksten Gegner im Turnier. Es braucht eben Zeit."
Verteidiger Benjamin Henrichs schrieb am Abend auf Instagram ein wenig ironisch: "Rote Karten können wir. Tore schießen müssen wir noch üben."
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Nach Flanke von Pieper: Ache trifft im Nachschuss

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