Manchester City nach CAS-Urteil: So plant Pep den Angriff auf dem Transfermarkt

Manchester City atmet durch. Der CAS kippte das UEFA-Urteil und hob die zweijährige Sperre für den internationalen Wettbewerb am Montag auf. Für die Skyblues die wichtigste Nachricht des Jahres, die nun jede Menge Aufbruchstimmung freisetzt. Stars wie Kevin De Bruyne oder Raheem Sterling können gehalten werden. Viel mehr noch: Der Weg ist frei für den Großangriff auf dem Transfermarkt.

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Für Fans und Verantwortliche von Manchester City war es ein nervenaufreibender Morgen, der mit dem größten Sieg der Saison endete. Am Montag um 10:30 Uhr hatte der CAS die Publikation seiner Entscheidung bzgl. der von der UEFA ausgesprochenen Zweijahressperre für den internationalen Wettbewerb angekündigt und pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk geliefert.
Die UEFA-Sperre wurde aufgehoben - kollektives Durchatmen in Manchester.
Es war ein durchaus wegweisendes Urteil, das im schlimmsten Fall das Ende einer Ära hätte einleiten können.
"Sobald die Entscheidung getroffen ist, werde ich alles überprüfen. Zwei Jahre wären lang, aber bei einem Jahr könnte ich sehen", sagte beispielsweise Superstar Kevin De Bruyne im Februar, als die UEFA den Bann für das internationale Geschäft gegen City verhängte. Es ist wahrscheinlich, dass einige ambitionierte Topspieler den Verein verlassen hätten - ganz zu schweigen von Star-Trainer Pep Guardiola.
Am Ende kam es jedoch so, wie man es sich im blauen Teil Manchesters erhofft hatte: Alles gut, Sperre aufgehoben - die Topstars können gehalten werden und die Jagd nach dem Henkelpott ungebremst weitergehen.

Das Haupttransferziel: David Alaba vom FC Bayern

Für das große Ziel, den Gewinn der Champions League, kann und wird ManCity im Sommer ordentlich investieren. Natürlich sind auch die Skyblues in gewisser Weise von der Corona-Krise betroffen, doch anders als beispielsweise der FC Liverpool, der angekündigt hatte, sich in der kommenden Transferphase aufgrund der allgemeinen Unsicherheit zurückzuhalten, stehen dem Scheichklub um die 165 Millionen Euro an Budget zur Verfügung. Die Uhren laufen in Manchester eben etwas anders.
Haupttransferziel der Citizens soll David Alaba sein. Pep Guardiola kennt den Österreicher bestens, trainierte ihn drei Jahre lang während seiner Zeit in München. Noch immer hofft man dort auf eine Vertragsverlängerung des von Hansi Flick zum Innenverteidiger umgeschulten Linksverteidigers. Wie es der Zufall so will, hat City exakt auf diesen beiden Positionen Bedarf.
Allerdings soll die Premier League Alaba nicht allzu sehr reizen. Der 28-Jährige träumt davon, bei einem der großen spanischen Vereine zu spielen.

ManCity: Offene Stellen im Mittelfeld

Sollte es mit Alaba, der dem Vernehmen nach zwischen 60 und 80 Millionen Euro Ablöse kosten soll, nicht klappen, wäre Geld da, um langjährige Leistungsträger wie David Silva (34) und Fernandinho (35) zu ersetzen. Der Vertrag des Brasilianers läuft zwar noch bis zum Sommer 2021, schon jetzt soll allerdings seine Nachfolge geregelt werden. Wahrscheinlich ist, dass Eigengewächs Phil Foden in der kommenden Saison eine noch größere Rolle spielen wird, dennoch halten die Scouts natürlich die Augen nach potenziellen Neuzugängen für das defensive Mittelfeld offen.
Zumal Foden sowieso eine offensivere Rolle einnimmt als Fernandinho und damit eher in die Fußstapfen von Silva treten könnte, der den Klub nach der laufenden Spielzeit verlassen wird.

Wer ersetzt Leroy Sané?

Und dann hinterlässt ja auch noch ein gewisser Leroy Sané nach seinem Wechsel zum FC Bayern eine Lücke, die es zu schließen gilt - oder?
"Wir haben tolle, talentierte Spieler in der Offensive. Die meisten sind in guter körperlicher Verfassung, so wie Phil Foden, Riyad Mahrez, Gabriel Jesus, Raheem Sterling - sie können regelmäßig für eine längere Zeit spielen, sie sind stabil, was Verletzungen angeht“, sagte Guardiola kurz nach Bekanntwerden des Sané-Wechsels und fügte an: "Ich denke, wir haben vielleicht auf dem Transfermarkt andere Prioritäten."
Damals wusste der Trainer aber auch noch nicht, dass sich mit der Aufhebung des UEFA-Banns neue finanzielle Möglichkeiten ergeben.
Mit den zusätzlichen Millionen sollen nun vor allem zwei Spieler in den Fokus der Skyblues geraten sein: Ferran Torres vom FC Valencia und Lautaro Martínez von Inter Mailand.
Ersterer steht auch beim BVB als möglicher Nachfolger von Jadon Sancho auf dem Zettel, Martínez hingegen soll kurz vor einer Einigung mit dem FC Barcelona stehen. Die Verhandlungen mit dem Argentinier, der auf Wunsch seines Landsmanns Lionel Messi nach Katalonien wechseln soll, dürften sich also eher schwierig gestalten. Der 20-jährige Torres hingegen wäre bei noch einem Jahr Vertragslaufzeit sicher für um die 30 Millionen zu haben.

ManCity: Geld für Kai Havertz?

Und dann wäre da ja noch ein gewisser Kai Havertz, der Bayer Leverkusen in diesem Sommer unbedingt verlassen will. Das deutsche Supertalent will zu einem Top-Klub wechseln, in der kommenden Saison in der Champions League auflaufen und um den Titel mitspielen. Eine Beschreibung, die sich ganz nach Manchester City anhört.
Rein finanziell kommen jedenfalls wenige Klubs in diesem so schwierigen Sommer für eine Verpflichtung des deutschen Nationalspielers infrage. Der FC Chelsea soll sich zwar in der Pole-Position befinden, hat mit Timo Werner (60 Millionen Euro von RB Leipzig) und Hakim Ziyech (40 Millionen Euro von Ajax Amsterdam) bereits ordentlich zugeschlagen. Es ist fraglich, ob die Blues jetzt noch einmal die geforderte dreistellige Millionen-Ablöse für Havertz investieren können.
Bisher gibt es von Seiten des Tabellenzweiten der Premier League diesbezüglich keine Anzeichen, es dürfte jedoch niemanden verwundern, sollten Havertz und ManCity in Kürze in einem Atemzug genannt werden.
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