FC Liverpool: Jürgen Klopp muss in der Defensive zaubern
Die schlechten Nachrichten für Jürgen Klopp und den FC Liverpool reißen nicht ab. Nach Virgil van Dijk fällt mit Joe Gomez der nächste Innenverteidiger langfristig aus. Zudem verletzte sich Trent Alexander-Arnold im vergangenen Ligaspiel gegen Manchester City, Andrew Robertson ist ebenfalls angeschlagen. Klopp geht das Personal aus - nun muss der Manager in der Defensive zaubern. Ein Drahtseilakt.
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Viel mehr darf nicht passieren. Elf Spiele stehen für den FC Liverpool in Premier League und Champions League in den kommenden knapp sechs Wochen des Jahres 2020 noch auf dem Plan und in der Verteidigung des LFC brennt es lichterloh.
Mit Virgil van Dijk (Kreuzbandriss) und Joe Gomez (Operation nach Patellasehnenprobleme) fällt die Stamminnenverteidigung des englischen Meisters langfristig aus. Auf den defensiven Außenbahnen sieht es nicht besser aus. Trent Alexander-Arnold zog sich im Ligaspiel gegen Manchester City (1:1) eine Wadenverletzung zu und fehlt voraussichtlich bis Mitte Dezember.
Zudem fehlte auch Linksverteidiger Andrew Robertson wegen Wadenproblemen zuletzt bei der schottischen Nationalmannschaft im Nations-League-Spiel in der Slowakei (0:1). Stand Montag fällt also die komplette Viererkette aus. Jürgen Klopp muss basteln - doch der "Pritt Stift" ist alt und stand lange ohne Deckel da.
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26/07/2025 um 21:12 Uhr
Besonders brenzlig wird es in der Innenverteidigung. Dort ist der 53-Jährige nun auf den zuletzt ausrangierten und verletzungsanfälligen Joel Matip sowie Rekonvaleszent Fabinho, der gerade von einer Oberschenkelverletzung ins Training zurückgekehrt ist, angewiesen. Als Ersatz stehen Nathaniel Phillips (23 Jahre, 90 Minuten Premier-League-Erfahrung) und Rhys Williams (19 Jahre, kam in allen drei Champions-League-Gruppenspielen zum Einsatz) bereit.
Auf der rechten Verteidigerseite rückt nun Neco Williams (19) in den Fokus. Das walisische Eigengewächs steht seit Januar im Profikader und kommt dort bislang auf magere acht Einsatzminuten beim 5:0 in der Champions League. Links wäre Neuzugang Konstantinos Tsimikas eine mögliche Alternative. Der 24-Jährige kam im Sommer für rund 13 Millionen Euro von Olympiakos Piräus und durfte wie Williams ebenfalls acht Minuten gegen Atalanta ran.
Ein wackliges Konstrukt.
Die stetige Corona-Bedrohung
Umso wackeliger wird es, wenn man sich die aktuelle Pandemie-Lage vor Augen führt. Der positive Corona-Test avanciert dieser Tage zum neuen Muskelfaserriss. Fast stündlich werden neue infizierte Fußballer vermeldet - in welcher Liga ist angesichts wahnwitziger internationaler Reisen völlig egal.
Sollte sich der Fußball noch immer in einer Blase befinden, hat er das Virus längst hereingelassen.
Angesichts dieser allgegenwärtigen Gefahr wird deutlich, wie fragil das System Profifußball derzeit ist. Vor allem dann, wenn man wie der LFC gleich vier verletzungsbedingte Ausfälle in der Verteidigung zu verkraften hat.
Aber was tun?
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FC Liverpool: Zum handeln gezwungen?
Die ganze Misere lässt im Prinzip nur einen Schluss zu. Die Reds müssen auf dem Wintertransfermarkt aktiv werden. Doch auch das gestaltet sich schwierig. Hochkarätige Alternativen werden kaum zu bekommen sein.
Aufgrund der Corona-Pandemie haben alle Fußballvereine aktuell mit dem engen Terminplan und der täglich drohenden Quarantäne-Ausfälle zu kämpfen.
Die Klubs sind daher bemüht, ihre Kader im Winter nicht auch noch zu verkleinern. Schon gar nicht, wenn man auch noch Leistungsträger abgeben soll.
Das ist auch dem FC Liverpool bewusst. Informationen von "The Athletic" zufolge will Klopp im Januar-Fenster nicht aktiv werden und stattdessen bis zum nächsten Sommer warten, ehe man die Innenverteidigung mit Neuzugängen verstärkt.
Zuletzt wurden die Reds mit RB Leipzigs Dayot Upamecano und Napolis Kalidou Koulibaly in Verbindung gebracht. Doch angesichts der aktuellen Pandemie-Entwicklungen ist ein Kauf aus oben genannten Gründen derzeit unrealistisch.
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Sepp van den Berg spielt aktuell für die U23 des FC Liverpool
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Klopp setzt auf die Jugend
Es bleibt Klopp also nichts anderes übrig, als auf die Jugend zu vertrauen. Mit Williams und Phillips hat er zwei vielversprechende Talente in seinen Reihen, die in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen könnten. Zudem tummelt sich auch noch der 18-jährige Youngster Sepp van den Berg bei der U23 herum - auch ihm ist der nächste Schritt zuzutrauen.
Liverpool hat auch in dieser Saison große Ziele. Die aktuelle Verletztensituation zeigt jedoch, wie schnell sich diese in Luft auflösen können. Klopp ist nun gefordert und muss hier und da sicher zaubern.
Dass der 53-Jährige auch mit jungem, eher unerfahrenem Spielermaterial Großes erreichen kann, hat er in seinen ersten Jahren beim BVB bereits bewiesen.
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