Ole Gunnar Solskjær ist derzeit als Psychologe und Motivator gefragt, denn die Ergebnisse sind einfach (noch) zu unstet.

Während es in der Premier League zuletzt vier Siege in Folge gab, setzte es in der Champions League zwei Niederlagen. Vor allem die 2:3-Pleite bei RB Leipzig war bitter, kostete sie doch das Weiterkommen in der Champions League.

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"Es ist wichtig, jetzt nicht den Panikknopf zu drücken", bemühte sich Solskjaer vor dem Stadtderby gegen Manchester City (Samstag ab 18:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) darum, Ruhe auszustrahlen. Er sehe eine Mannschaft, die "besser und besser" werde. "Das sieht jetzt mehr nach einer United-Mannschaft aus, wie sich sie will. Mit schnellen Angreifern und mit Dynamik", so der Norweger.

Die "Red Devils" hätten eine "individuelle Qualität, die aus dem Nichts Magie erzeugen" könne, motivierte Solskjaer sich und seine Spieler. Freilich fehle es noch an "Durchschlagskraft und Konstanz", aber die Message war klar: United will den ersten Teil der "Stadtmeisterschaft" gewinnen und damit zur Spitzengruppe aufschließen. Aktuell hat United als Sechster, bei einem Spiel weniger, fünf Zähler Rückstand auf Tabellenführer Tottenham Hotspur.

United kann wieder auf Martial bauen

Solskjaer weiß, dass er nach dem Königsklassen-K.o. Erfolge braucht in der Liga. Gute Nachrichten kommen indes aus der medizinischen Abteilung, bei den angeschlagenen Mittelstürmern Anthony Martial und Edinson Cavani sieht es wieder besser aus. Das Duo stand unter der Woche bei der Niederlage in Leipzig nicht zur Verfügung.

Anthony Martial im Trikot von Manchester United

Fotocredit: Getty Images

"Anthony wird definitiv dabei sein", verkündete Solskjaer vor dem Derby. "Edinson war zwar wieder auf dem Rasen, aber bei ihm treffe ich meine Entscheidung erst später."

Der wichtigste Mann im Spiel nach vorne ist aus Sicht vieler Experten aber Bruno Fernandes. Der Portugiese ist das kreative Element im offensiven Mittelfeld und ist mit elf Toren und sechs Assists bei 17 Pflichtspielen überlebenswichtig für das Spiel von United.

De Bruyne contra Fernandes: Duell der Kreativköpfe

Und so ist das Duell United gegen City auch der Vergleich zwischen den wohl besten offensiven Mittelfeldspielern der Premier League. Der Grund: Auf der anderen Seite zieht mit Kevin De Bruyne der beste Torvorbereiter der jüngeren Vergangenheit die Fäden. 26 City-Treffer legte der Belgier seit Beginn der Saison 2019/2020 auf - eine sagenhafte Quote.

"Pep Guardiola ist von De Brunye ebenso abhängig wie Solskjaer auf der anderen Seite von Fernandes", erläuterte der britische Fußball-Experte Graham Ruthven von Eurosport in London. Viel wird im Hinblick auf den Ausgang der Partie davon abhängen, wie gut die beiden Spiellenker drauf sind.

Während United nach dem Europapokal-Aus den Derby-Sieg noch dringender braucht wie der Stadtrivale, bezwang City bei der Generalprobe Olympique Marseille mit 3:0.

Das Momentum scheint für die Guardiola-Auswahl zu sprechen, doch Solskjaer wiegelt ab. Man habe aus Leipzig zwar "eine lange Rückreise" gehabt, sich danach aber voll auf die Partie gegen City fokussiert."

"Das Manchester-Derby ist wahrscheinlich das beste Spiel, das du nach so einer Enttäuschung haben kannst", stellte Solskjaer klar. Da war er wieder, der Psychologe und Motivator aus Norwegen.

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