Der FC Burnley machte Manchester United in der ersten Halbzeit das Leben schwer. Erst in der 17. Minute hatte United den ersten Abschluss durch Bruno Fernandes, nachdem eine flache Hereingabe von Luke Shaw eher zufällig durchgerutscht war.
Fünf Minuten später warf sich Eric Bailly nach einer schönen Kombination von Burnley in einen Schuss von Chris Wood. Doch je länger die erste Halbzeit dauerte, desto weiter zog sich Burnley zurück. Die Gastgeber stellten die Räume zwar weiterhin gut zu und warfen sich leidenschaftlich in die Zweikämpfe, United kam aber häufiger zu Abschlusssituationen.
Kurz danach wurde es hektisch. Shaw stieg hart gegen Jóhann Berg Gudmundsson ein, das Spiel lief weiter. Auf der anderen Seite grätschte Robbie Brady Edinson Cavani rabiat weg. Erst sah Brady die Gelbe Karte, nach Videoansicht nahm Schiedsrichter Kevin Friend diese Entscheidung aber zurück und zeigte die Gelbe Karte Shaw für dessen Einsteigen gegen Gudmundsson.
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In der 36. Minute köpfte Harry Maguire eine Shaw-Flanke ins Tor, doch der VAR erkannte den Treffer wegen Aufstützens ab. In der 45. Minute fischte Burnleys Keeper Nick Pope einen starken Distanzschuss von Anthony Martial aus dem Kreuzeck.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Manchester hatte fast durchgängig den Ball und schnürte Burnley im eigenen Strafraum ein. Vor allem Paul Pogba versuchte über Dribblings Torgefahr zu entwickeln.
Es dauerte aber bis zur 71. Minute, bis das Tor fiel. Marcus Rashford flankte von der rechte Seite an die Strafraumkante, dort nahm Pogba den Ball volley und schoss ihn leicht abgefälscht ins Tor.
In der 82. Minute bediente Pogba Martial ideal im Strafraum, Innenverteidiger James Tarkowski verhinderte den Treffer aber mit einer starken Grätsche.
In der Schlussphase wackelten die Gäste dann etwas, Burnley hatte die eine oder andere Strafraumszene. Matej Vydra war in der 87. und in der 89. Minute zweimal gefährlich im Sechzehner, verpasste aber den Ausgleich. Martial verpasste nach einem starken Außenristpass von Cavani in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:0.

Die Stimmen zum Spiel:

Paul Pogba (Manchester United): "Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Ich war nicht einverstanden mit der Schiedsrichter-Entscheidung, Maguires Tor nicht zu geben. Man muss dann ruhig und fokussiert bleiben. Wir haben das Tor gemacht und das Spiel gewonnen. Wir haben das Ergebnis, das wir wollten. Deshalb sind wir glücklich."
Ole Gunnar Solskjær (Trainer Manchester United): "Ich habe immer gesagt, dass Paul ein großer Spieler für uns ist. Er hat einen großartigen Charakter in der Kabine, er ist Weltmeister und wir sehen aktuell die beste Version von Paul."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Pogba in Topform

Zu Beginn der Saison, als es für Manchester United nicht gut lief, machten Wechselgerüchte um Paul Pogba die Runde. Sein Berater hatte diese ziemlich proaktiv in den Medien platziert. Doch der Aufschwung der Red Devils ist ganz eng mit der Form des Franzosen verknüpft. Pogba wurde nach dem Spiel gegen Burnley vollkommen zurecht zum Spieler des Spiels bestimmt. Mit seiner physischen Ausstrahlung war er im Mittelfeld ein wichtiger Faktor. Noch wichtiger war aber seine Leistung in der Offensive. Gegen den tiefstehenden FC Burnley war es Pogba, der immer wieder mit Dribblings im Strafraum für Unruhe sorgte. Den Siegtreffer erzielte er mit einer starken Volley-Abnahme.

Die Statistik: 2013

Das erste Mal seit dem Jahr 2013 steht Manchester United wieder an der Tabellenspitze der Premier League. Damals war Alex Ferguson noch Trainer. Rio Ferdinand spielte in der Innenverteidigung, Ryan Giggs im Mittelfeld und Wayne Rooney im Sturm. Das zeigt, wie lange das her ist und durch welch tiefes Tal Manchester United in den vergangenen Jahren gehen musste. In dieser Saison hoffen die Red Devis aber darauf, wieder um den Titel mitspielen zu können. Durch den 1:0-Sieg gegen Burnley steht United nun drei Punkte vor dem FC Liverpool. Die Mannschaft spielt konstant wie lange nicht mehr – und besiegt auch zähe Gegner wie den FC Burnley.
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