Beide Mannschaften suchten in der ersten Halbzeit permanent den Weg in die Offensive. Gegen favorisierte Red Devils fokussierte sich Aston Villa also nicht einzig aufs Verteidigen.
Beiden Teams fehlte in der Offensive aber die nötige Präzision - und zwar sowohl bei den Pässen in die Spitze als auch bei den Abschlüssen, die zumeist von außerhalb des Strafraums abgegeben wurden.
Gleich in der zweiten Minute schloss Paul Pogba nach einem feinen Chip-Ball von Fred nicht schnell genug ab. Acht Minuten später schlenzte Bruno Fernandes aufs rechte Eck und zwang Villas Keeper Emiliano Martínez zu einer starken Parade.
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In der 13. Spielminute hatten die Gäste dann ihre beste Chance im ersten Durchgang: Nach einer Flanke von der rechten Seite von Matty Cash kam John McGinn am langen Pfosten zum Abschluss - David de Gea im United-Tor war aber auf dem Posten.
Als Villa in der Abwehr einmal nicht konzentriert genug agierte, schlug ManUnited zu. Aaron Wan-Bissaka startete über die rechte Seite einen Flankenlauf, wurde nicht attackiert und brachte den Ball in den Strafraum. Am Fünfmeterraum war Anthony Martial völlig frei und köpfte zur Führung ein (40.).
In der zweiten Halbzeit war Aston Villa zunächst deutlich besser im Spiel. Die Angriffe wurden nun häufiger und auch gefährlicher. Cash schloss aus spitzem Winkel zu unpräzise ab (51.), Anwar El Ghazi schoss knapp übers Tor (53.). In der 58. Minute landete der Ball jedoch schließlich im Tor. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß war Manchester unsortiert, Jack Grealish passte flach ins Zentrum, wo Bertrand Traoré einschob (58.).
Doch Manchester holte sich die Führung schnell wieder zurück. Pogba wurde im Sechzehner von Douglas Luiz gefoult, Fernandes schoss den fälligen Strafstoß hart und präzise in die linke untere Ecke (61.).
Danach hatten beide Mannschaften noch ein paar Chancen. David de Gea hielt gegen Eh Ghazi (73.), Pogba schoss auf der anderen Seite nach einem Pass von Luke Shaw knapp am Tor vorbei (73.) und Martínez hielt stark gegen Fernandes.
In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Keinan Davis noch eine gute Gelegenheit, doch Eric Bailly blockt den Schuss im Strafraum (90.+5).

Die Stimmen:

Aaron Wan-Bissaka (Manchester United): "Man hat gesehen, dass wir auf das Spiel von Aston Villa gut vorbereitet waren. Nach dem Gegentor durch den schnell ausgeführten Freistoß konnten wir schnell zurückschlagen. Dass wir jetzt punktgleich mit Liverpool sind, bedeutet uns viel, vor allem wenn man bedenkt, wo wir nach diesem schwachen Saisonstart hergekommen sind."
Ole Gunnar Solskjaer (Teammanager Manchester United): "Es ist ein fantastischer Block, den Eric Bailly am Ende macht. Die letzten zehn Minuten haben mir nicht gefallen, weil wir das Spiel besser hätten zu Ende bringen müssen. Es fühlte sich an wie ein Pokalfinale oder das letzte Spiel der Saison. Wir müssen lernen, Spiele besser auszuspielen, wenn wir in Führung liegen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Grealish nur in der zweiten Halbzeit ein Faktor

Jack Grealish ist bei Aston Villa für die Ideen und die Spielgestaltung im Mittelfeld verantwortlich, was dem 25-Jährigen in der laufenden Saison bislang auch sehr gut gelungen ist. Vor dem Spiel in Manchester sammelte er in 14 Spielen fünf Tore und acht Torvorlagen. Doch Manchester United hatte den Mittelfeldspieler in der ersten Halbzeit sehr gut unter Kontrolle, sodass Grealish fast gar keine Aktion hatte. Die Folge war, dass Aston Villa vor allem über die Außenbahnen seine Angriffe aufziehen musste - und damit keinen Erfolg hatte.
In der zweiten Halbzeit war Grealish aber richtig gut im Spiel. Fast alle Aktionen im Angriff liefen über ihn, er flankte stark aus dem Halbfeld, initiierte Offensivaktionen im Umschaltspiel - und er bereitete den Ausgleich durch Traoré vor. Doch weil Manchester den zwischenzeitlichen Ausgleich umgehend kontern konnte, gab es für jene Leistungssteigerung letztlich keine Punkte.

Die Statistik: 10

Der Saisonstart lief für Manchester United äußerst holprig. Die Mannschaft von Trainer Ole Gunnar Solskjaer verlor gegen Crystal Palace (1:3) und kurz darauf gegen Tottenham Hotspur sogar mit 1:6. So wurde schnell Kritik an Solskjaer laut. Paul Pogbas Star-Berater Mino Raiola streute darüber hinaus Gerüchte, dass der Franzose vor dem Absprung stehen soll.
Doch mittlerweile ist Ruhe eingekehrt in Old Trafford. Die Solskjaer-Elf punktet verlässlich und ist nach dem Sieg gegen Aston Villa inzwischen seit zehn Premier-League-Spielen ungeschlagen. Dadurch hat sich United Stück für Stück in der Tabelle nach oben gearbeitet und steht nun punktgleich mit Liverpool an der Tabellenspitze. Nun wird sogar von der Meisterschaft gesprochen. Siege sorgen für Ruhe im Umfeld - Titel würden sogar für Euphorie sorgen.
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