Lionel Messi hatte die Schnauze voll.

Nach seiner Rückkehr von der Länderspielreise mit Argentinien wurde der 33-Jährige von Reportern am Flughafen in Barcelona umlagert und auf die Kritik von Éric Olhats, Ex-Berater von Antoine Griezmann, angesprochen. Dieser hatte Messi für die Startschwierigkeiten des französischen Weltmeisters in Katalonien verantwortlich gemacht.

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"Die Wahrheit ist, dass ich es leid bin, immer das Problem für alles im Klub zu sein", meinte Messi sichtlich angesäuert. Der Superstar ergänzte: "Dazu kommt noch, dass nach einem 15-stündigen Flug die Steuerbehörden auf mich warteten. Das ist Wahnsinn."

Messi und Barcelona, Barcelona und Messi - die einstige, scheinbar untrennbare Liebesgeschichte steht nicht erst seit dem vergangenen Sommer vor dem Ende.

Nach Exklusiv-Informationen von Fermín de la Calle von Eurosport in Spanien hat Messi weiterhin die Absicht, Barcelona zu verlassen. Manchester City soll das erklärte Transferziel sein. Dabei sind drei Faktoren entscheidend für einen Wechsel Messis auf die Insel.

Guardiola: Vertrauter und Förderer von Messi

Beim ersten und womöglich wichtigsten Faktor haben City-Geschäftsführer Ferrán Soriano sowie Sportdirektor Txixi Begiristain bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Der Vertrag von Coach Pep Guardiola – von 2008 bis 2012 Messis Trainer und Förderer in Barcelona – wurde vorzeitig bis 2023 verlängert.

Messi würde bei den Skyblues also auf einen engen Vertrauten treffen, mit dem er in Barcelona zusammen unter anderem zweimal die Champions League gewann (2009 und 2011) und den europäischen Spitzenfußball dominierte.

Lionel Messi (l.) und Pep Guardiola arbeiteten beim FC Barcelona von 2008 bis 2012 zusammen. Bei Manchester City könnte es zur Wiedervereinigung kommen

Fotocredit: Eurosport

Neben Guardiola sollen Messi noch weitere "Wohlfühlfaktoren" nach Manchester locken. Um dem sechsmaligen Weltfußballer die Eingewöhnungszeit in neuer Umgebung möglichst angenehm zu gestalten, plant City den Vertrag mit Messis argentinischem Landsmann und guten Freund Sergio Agüero zu verlängern.

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Messi braucht familiäre Umgebung im Verein

Der 32-jährige Angreifer ist seit seiner Ankunft 2011 zur Klub-Legende bei den Citizens aufgestiegen und Rekordtorjäger des Vereins. Es galt zunächst aber als sicher, dass der auslaufende Kontrakt Agüeros im Sommer nicht mehr verlängert wird.

Messi, der in ständigem Austausch mit seinem Landsmann steht, ist eine familiäre Umgebung im Verein wichtig. Das zeigt nicht zuletzt seine wiederholte Kritik am FC Barcelona, nach dem Barça seine guten Kumpels Luis Suárez (Atlético Madrid) und Arturo Vidal (Inter Mailand) ziehen ließ.

Kennen sich aus der argentinischen Nationalmannschaft und sind gut befreundet: Lionel Messi (r.) und Sergio Agüero

Fotocredit: SID

Eine Vertragsverlängerung von Agüero in Manchester würde allerdings bedeuten, dass City einen oder mehrere andere Stars verkaufen muss, um Messi zu holen und das Financial Fairplay nicht zu verletzen. Den zweiten Faktor für einen Messi-Wechsel müssten die City-Verantwortlichen demnach noch angehen.

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Winterwechsel? Messi und Barça müssten Einigung erzielen

Der dritte Faktor hat mit der Präsidentschaftswahl des FC Barcelona am 24. Januar zu tun. Messi hat vorab bereits Zeit, einen Vorvertrag mit einem anderen Klub auszuhandeln. Mit diesem könnte der Superstar dann versuchen, eine Einigung mit dem neuen Präsidenten zu erzielen. Das Wintertransferfenster wäre anschließend noch eine Woche offen.

ManCity müsste Messi und Barcelona ein so attraktives Angebot machen, dass sowohl Spieler als auch Verein diesem zustimmen. Ob Messi allerdings mitten in der Saison Barça verlassen will, ist noch unklar. Die finanziell schwer gebeutelten Katalanen könnten aber dann immerhin noch eine Ablöse für ihren Superstar erzielen.

Klappt dies nicht, kann City im kommenden Sommer einen neuen Angriff auf den dann ablösefreien 33-Jährigen starten. Messi ist und bleibt das Transferziel Nummer eins der Skyblues - mit der Verlängerung von Guardiola hat Manchester die Steine für eine Verpflichtung des Offensivkünstlers ins Rollen gebracht.

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