Cristiano Ronaldo geht mit Manchester United den harten Weg: Romantik ist, was du draus machst

Dass sich Cristiano Ronaldo für eine Rückkehr zu Manchester United entschieden hat, zaubert Fußball-Romantikern ein Lächeln auf die Lippen. Doch bei genauerem Hinsehen wird klar: Romantik spielte allenfalls eine Nebenrolle. Ronaldo wird bei United dennoch mit viel Fan-Liebe empfangen - aber auch mit riesigen Erwartungen. Kann er die Red Devils endlich wieder an die Spitze der Liga führen?

Cristiano Ronaldo

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Tun wir gar nicht lange rum: Natürlich kann er's noch.
Wie gut Cristiano Ronaldo trotz seiner 36 Jahre noch ist, zeigte er erst am Mittwoch mit einem Doppelpack im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland. In der 89. Minute erzielte CR7 den Ausgleich für Portugal, in der 96. Minute drehte er das verloren geglaubte Spiel gar gänzlich. Dass er nebenbei auch noch den Weltrekord des Iraners Ali Daei brach, der bis dato die meisten Treffer für eine Nationalmannschaft erzielt hatte (109): Ehrensache.
Wieder einmal wurde deutlich: Ronaldo ist nicht mit allgemein gültigen Maßstäben zu messen und erst recht nicht mit einem Ablaufdatum zu versehen. Der Portugiese ist kein gewöhnlicher 36-Jähriger im Spätherbst seiner Karriere, sondern ein Ausnahmeathlet. Sein Körper suggeriert die Fitness eines Mitte 20-Jährigen - seine Leistungen bestätigen diesen Eindruck in regelmäßigen Abständen.
Als David Beckham anno 2013 mit 38 Lenzen noch einmal zu PSG wechselte, durfte man dies als reine Marketingaktion verstehen. Ronaldos Rückkehr zu Manchester United ist anders, sie ist in erster Linie sportlicher Natur und wird zudem Fußball-Romantiker in der ganzen Welt entzücken - auch wenn der Marketingaspekt natürlich nicht außer Acht gelassen werden darf.
Der Kreis schließt sich, der verlorene Sohn ist zurückgekehrt. Aus Liebe? Aus alter Verbundenheit? Nunja.
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Cristiano Ronaldo

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Ronaldos Rückkehr: Romantik ist, was du draus machst

"Jeder, der mich kennt, weiß um meine unendliche Liebe zu Manchester United", lauten die Worte, mit denen Ronaldos Statement zur Rückkehr zu seinem ehemaligen Arbeitgeber auf seinem Instagram-Profil startet.
Nur zwei Tage bevor der Wechsel des fünfmaligen Weltfußballers von Juventus Turin zu Manchester United offiziell verkündet wurde, ging ein Video in den sozialen Medien viral, in dem zu sehen war, wie ein United-Fan sein Ronaldo-Jersey verbrennt.
Eine Aktion, die nicht etwa die Ablehnung der baldigen Ronaldo-Rückkehr zum Ausdruck bringen sollte, sondern dem bevorstehenden Wechsel des Portugiesen zu Stadtrivale Manchester City galt. Dass der Deal letztlich nicht zustande kam, lag nicht an einer Absage Ronaldos, die er aus alter Verbundenheit zu seiner wahren Liebe im roten Teil der Stadt tätigte - es waren die Skyblues, die letztlich einen Rückzieher machten und dem ungeliebten Nachbarn so die Möglichkeit eröffneten, Ronaldo "nach Hause" zu holen.
Vergegenwärtigt man sich also den gesamten Ablauf der Transferposse, wird relativ schnell klar: Romantik und Nostalgie spielten bei diesem Wechsel allenfalls eine Nebenrolle.
In erster Linie wurde ein Geschäft abgewickelt, das die Beteiligten nun mit viel Pathos und Kitsch an die Öffentlichkeit verkauft. Frei nach dem Motto: Romantik ist, was du draus machst.
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Quelle: SID

Ronaldo und ManUnited: Die Quest ist klar

"In der Vergangenheit wurde Geschichte geschrieben, und sie wird auch jetzt wieder geschrieben werden! Ihr habt mein Wort!", lautet ein weiterer Satz aus Ronaldos Instagram-Post. Worte voller Überzeugung, die bei United-Anhängern nach jahrelanger Tristesse große Euphorie entfachen dürften.
Die letzte Meisterschaft liegt neun Jahre zurück, der letzte große Titel stammt aus dem Jahr 2017, als man die Europa League im Finale gegen Ajax Amsterdam (2:0) gewinnen konnte.
Ronaldo, so viel ist sicher, zielt nicht auf einen weiteren Triumph im "Cup der Verlierer", wie Franz Beckenbauer den UEFA Cup (heute Europa League) einst nannte, ab. Ronaldo ist "Gewinner" von Beruf und schielt daher auf einen weiteren, seinen persönlich sechsten, Titel in der Champions League.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Chancen auf den Henkelpott mit Manchester City und Pep Guardiola vermutlich größer gewesen wären, als sie es mit Ole Gunnar Solskjaer und United sind. Sei’s drum - Ronaldo geht den harten Weg.
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Cristiano Ronaldo

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Zuletzt setzte sich United in der Saison 2007/08 Europas Krone auf - angeführt von einem damals 23-jährigen Portugiesen mit der Nummer 7. In Manchester hoffen sie nun, dass Ronaldo es den Red Devils noch einmal ermöglicht, mit den besten Klubs des Kontinents auf Augenhöhe zu spielen.

Ronaldo wird nicht die zweite Geige spielen

Dazu stellt man dem 36-Jährigen eine mehr als ordentliche Mannschaft zur Seite. Junge Stars wie Jadon Sancho (21), Marcus Rashford (23) oder Mason Greenwood (19) wirbeln in der Offensive, Landsmann Bruno Fernandes und Frankreichs Weltmeister Paul Pogba bilden eine Reihe dahinter ein Tandem, dass zum Besten gehört, was der europäische Fußball zu bieten hat. Zudem wurde in der Abwehr mit Raphael Varane, ein alter Bekannter Ronaldos aus seiner Zeit bei Real Madrid (2009-2018), nachgebessert.
ManUtd hat einen Kader beisammen, der rein nominell die Qualität besitzt, um die englische Meisterschaft und vielleicht sogar den Titel in der Königsklasse mitzuspielen. Dafür muss jedoch einiges zusammenpassen. Neue Spieler müssen sich finden, junge Stars den nächsten Schritt machen, Solskjaers System greifen. Vor allem aber kommt es auf Ronaldo an und welche Rolle er in der Lage ist, zu spielen. Je hauptrolliger, desto besser, könnte man sagen.
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Cristiano Ronaldo

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Sicher ist, dass CR7 trotz der jungen Wilden um sich herum nicht zurückstecken oder gar die zweite Geige spielen wird. Ronaldo ist zurückgekehrt, um dem Team wie schon in seiner ersten Zeit in Manchester zwischen 2003 und 2009 seinen ganz persönlichen Stempel aufzudrücken.
Aus Liebe zum Klub, aus purer Nostalgie oder einfach deshalb, weil ManUnited seinen Gehaltswünschen entsprach.
Völlig egal.
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Solskjaer überzeugt: "Ronaldo wird uns zu einem besseren Team machen"

Quelle: Perform

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