FC Liverpool: Jürgen Klopp im verflixten siebten Jahr - graue Wolken ziehen über Anfield auf
Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool einen Fehlstart in die Premier-League-Saison hingelegt, zumindest nach den Maßstäben, die an der Anfield Road gelten. Die zwei Remis gegen Fulham und Crystal Palace sowie die Rote Karte gegen 75-Millionen-Euro-Neuzugang Darwin Núñez drücken auf die Stimmung. Für Klopp hat das verflixte siebte Jahr in Liverpool unter erschwerten Bedingungen begonnen.
Jürgen Klopp in seinem Element beim FC Liverpool
Fotocredit: Imago
Der Ton wird schon etwas rauer beim FC Liverpool.
Es war Jürgen Klopp nach den Pressekonferenzen gegen Fulham und Crystal Palace anzumerken, dass er sich zum einen den Saisonstart anders vorgestellt hatte und zum anderen genervt war von allzu negativ eingefärbten Fragen der Presse.
"Blöde Frage", schleuderte der 55-Jährige einer Journalistin entgegen, die auf die Startschwäche seiner Mannschaft zu sprechen gekommen war und einen Vergleich zur Schlussphase der vorangegangenen Saison zog.
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26/07/2025 um 21:12 Uhr
"Das kann man nicht vergleichen", beschied Klopp. Man könne nicht irgendwelche Statistiken ausgraben und so tun, "als wäre es die Wahrheit". Dies sei nicht der Fall. "Ihr Leben ist so einfach", warf Klopp der Pressevertreterin vor.
Seines wiederum ist es in beruflicher Hinsicht derzeit nicht.
Liverpool bei ManUnited: Verlieren verboten
Denn natürlich weiß auch Klopp, dass die Probleme sich anhäufen. Angreifer Darwin Núñez ist nach seinem Platzverweis infolge eines Kopfstoßes erst einmal gesperrt, Mittelfeld-Stratege Thiago Alcántara muss nach seiner Oberschenkelverletzung im Spiel gegen Fulham wochenlang zuschauen.
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Klopp: "Jetzt stellen sie sich vor, wir hätten gut gespielt ..."
Quelle: Perform
Das also sind die Vorzeichen, mit denen Liverpool am kommenden Montag ins Prestigeduell bei Rekordmeister Manchester United (ab 21:00 Uhr im Liveticker) geht. Es ist das Duell des Schlusslichts gegen den Tabellenzwölften. "Verlieren verboten" lautet das Motto - und zwar für beide Vereine.
Erinnerungen an Klopps Zeit in Dortmund
Es kann Zufall sein, aber für Klopp scheint sich wieder ein verflixtes siebtes Jahr anzubahnen. Im siebten Jahr als Coach des 1. FSV Mainz 05 verpasste er mit den Rot-Weißen den Aufstieg in die Bundesliga und heuerte bei Borussia Dortmund an.
Es begann eine goldene Ära mit zwei deutschen Meisterschaften, einem DFB-Pokal-Erfolg und dem Einzug ins Finale der Champions League. Im siebten Jahr aber fanden sich Klopp und die Schwarz-Gelben nach Beginn der Rückrunde auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Abstiegsgefahr.
Trainer und Verein einigten sich wenig später darauf, die Zusammenarbeit nach der Saison vorzeitig zu beenden.
Transfers? Klopp strikt dagegen
An der Anfield Road steht Klopp noch bis 30. Juni 2026 unter Vertrag - und es deutete nichts daraufhin, dass er den nicht vollumfänglich erfüllen möchte. Dazu muss er aber das verflixte siebte Jahr überstehen. Nach zwei schwächeren Partien besteht natürlich noch kein Grund, die Alarmglocken zu läuten.
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Klopp nach Remis angesäuert: "Bin froh über die Strafe"
Quelle: Perform
Im Umfeld des Klubs werden aber Rufe laut, wonach der Mannschaft frisches Blut guttun würde.
Eine Idee, der Klopp eher kritisch gegenübersteht. "Ein Transfer muss jetzt und auf lange Sicht Sinn ergeben", stellte der Teammanager klar. Es sei selbstverständlich "keine gute Situation", wenn etwa im Mittelfeld Profis - wie aktuell Thiago oder Alex Oxlade-Chamberlain - verletzt ausfallen, aber er werde "ganz sicher nicht in Panik" verfallen.
Hätte es einen passenden Spieler auf dem Transfermarkt gegeben, wäre der Deal schon über die Bühne gegangen, so Klopp. Er sei auch nach dem jüngsten 1:1 gegen Crystal Palace "stolz" auf seine Mannschaft - und besonders wichtig: Die Lösungen der aktuellen Probleme "sind innerhalb dieses Teams zu finden".
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Quelle: Perform
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