Manchester City: Holt Pep Guardiola Florian Wirtz als Nachfolger für Kevin De Bruyne? Das steckt hinter den Gerüchten
Publiziert 07/04/2025 um 15:47 GMT+2 Uhr
In den vergangenen Tagen nahmen die Medienberichte um Florian Wirtz und Manchester City zu. Denn wie der "Mirror" berichtet, will der amtierende englische Meister den Leverkusener Leistungsträger als Ersatz für Kevin De Bruyne verpflichten. Der Belgier gab in der vergangenen Woche seinen Abschied von den Skyblues nach der Saison bekannt. Nun will man offenbar bei Wirtz in die Vollen gehen.
Pep zum Abschied von City-Star De Bruyne: "Ein trauriger Tag"
Quelle: Perform
Denn dem Bericht zufolge habe man sich in der Führungsetage der Citizens auch für einen De-Bruyne-Abgang entschieden, weil man optimistisch sei, den deutschen Nationalspieler im kommenden Sommer ins Etihad Stadium zu holen.
Weiter heißt es, die Skyblues seien bereit, für Wirtz 100 Millionen Pfund (rund 118 Millionen Euro) auf den Tisch zu legen.
Vor Citys Derby gegen United erklärte Trainer Pep Guardiola mit Blick auf De Bruynes Zukunft, die Entscheidung sei "im Sinne des Klubs gefallen". Der Spanier ergänzte: "Es ist mir nicht leicht gefallen, ihm mitzuteilen, dass es nicht weitergeht."
Laut dem "Mirror" wolle der Topklub durch das eingesparte De-Bruyne-Gehalt von rund 25 Millionen Euro jährlich noch mehr Geld für eine Verpflichtung von Florian Wirtz freimachen.
Fußball-Experte Christopher Byfield von Eurosport in London hat die Gerüchte rund um Bayer-Star eingeordnet.
Wirtz zu City? Eurosport-Experte skeptisch
"Vertrauenswürdige Journalisten wie David Ornstein haben bereits in der Vergangenheit berichtet, dass Wirtz auf der Wunschliste vieler Topklubs steht. Manchester City gehört, wie der 'Mirror' schreibt, mit großer Wahrscheinlichkeit dazu", sagt Byfield.
Angesichts einer enttäuschenden Saison und der unklaren Zukunft von De Bruyne sei der Name Wirtz nachvollziehbar: "Nach dieser enttäuschenden Spielzeit und De Bruynes bevorstehendem Abschied ist es sehr wahrscheinlich, dass City im Sommer viele neue Spieler holen wird - als Teil eines größeren Umbruchs."
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Kevin De Bruyne am Ball
Fotocredit: SID
Trotzdem bleibt Byfield zurückhaltend, was einen Mega-Transfer angeht: "Abgesehen von der Jack Grealish (100 Millionen Pfund) - der eine Ausnahme darstellt - gibt City selten so viel Geld für einen einzelnen Spieler aus. In der Regel verpflichten sie drei bis vier Akteure pro Transferperiode im Bereich von 40 bis 60 Millionen Euro."
Foden im Zentrum und neuer Flügelspieler für City?
Eine andere Überlegung sei demnach die Rolle von Phil Foden: "Einige Experten in England vermuten, dass De Bruynes Abgang Guardiola die Möglichkeit gibt, Foden künftig zentral spielen zu lassen statt auf dem Flügel. In diesem Fall würde City vielleicht eher einen neuen Flügelspieler verpflichten als einen offensiven Mittelfeldmann."
Auch aus sportlicher Sicht sieht er Unterschiede zwischen De Bruyne und Wirtz: "De Bruyne spielt meist aus einer etwas tieferen Position im rechten Mittelfeld heraus, während Wirtz bei Leverkusen deutlich freier agieren darf. Das würde eine gewisse Umstellung erfordern."
Zudem mahnt Byfield: "De Bruyne ist vielleicht der beste Spieler in der Geschichte von Manchester City - es wird sogar über eine Statue gesprochen. Wer in seine Fußstapfen tritt, trägt eine riesige Verantwortung."
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Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)
Fotocredit: Getty Images
Sancho und Kamada als negativbeispiele
Doch wie würde Wirtz in der Premier League klarkommen? Byfield hebt in diesem Zusammenhang zwei Negativbeispiele hervor: "Einige Spieler, die in der Bundesliga geglänzt haben, tun sich in der Premier League schwer - Jadon Sancho ist ein prominentes Beispiel - genau wie Daichi Kamada. Diesen Spielern fehlt oft die Explosivität, die man hier braucht."
Allerdings traut er Wirtz die nötige Anpassung zu: "Er wirkt physisch stark genug, um sich auf das Spiel in England einzustellen."
Ein weiterer Punkt ist Guardiolas Stil: "Guardiola wird oft dafür kritisiert, Spielern ihre Individualität zu nehmen - selbst Experten wie Gary Neville sagen das. Jack Grealish und Jeremy Doku sind Beispiele. Wer von Spontanität lebt, muss sich stark anpassen. Und das könnte für Wirtz nicht ideal sein."
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