Premier League: Aston Villa rüstet sich für Angriff auf Liverpool, Chelsea und Co. - Manzambi-Transfer erst der Anfang
Aston Villa ist längst mehr als nur ein Überraschungsteam. Der Europa-League-Sieger hat sich unter Unai Emery zu einem ernst zu nehmenden Herausforderer in der Premier League entwickelt - und nutzt die Rekorderlöse aus Spielerverkäufen nun für den nächsten Entwicklungsschritt. Mit dieser klugen Strategie wird der Verein für die Topklubs zur Gefahr. Die Frage lautet: Wie weit kann Villa noch gehen?
Cash adelt Emery: "Er ist der Europa-League-König"
Quelle: Perform
Höher, besser, weiter - teurer.
So oder so ähnlich dürfte das Motto der englischen Erstligisten in dieser Transferperiode lauten. Die neue Rekordablöse in der Premier League hielt schließlich nur wenige Tage.
Auf die rund 135 Millionen Euro, die Manchester City jüngst an Nottingham Forest für Englands WM-Fahrer Elliott Anderson überwies, hat der FC Chelsea noch einmal zwei Millionen Euro draufgepackt, um sich die Dienste von Morgan Rogers (Aston Villa) zu sichern.
Die Preise auf der Insel erreichen mal wieder neue Dimensionen - und Europa-League-Sieger Aston Villa mischt im Konzert der Großen längst sowohl sportlich als auch finanziell munter mit.
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Johan Manzambi wechselt vom SC Freiburg zu Aston Villa
Fotocredit: Getty Images
Villa rüstet ordentlich auf
Nach den Transfers von Johan Manzambi (SC Freiburg/60 Mio. Euro), João Gomes (Wolverhampton Wanderers/40 Mio. Euro) und Modou Kéba Cissé (LASK/5,5 Mio. Euro) haben die Villans die Ausgabenmarke von 100 Millionen Euro geknackt.
Mehr als das Doppelte wurde durch zahlreiche Verkäufe bereits eingenommen (~225,5 Mio. Euro). Möglich machen solche Transfers die beiden Milliardäre Nassef Sawiris, seines Zeichens Aufsichtsratschef bei Adidas, und Wes Edens.
Keine Frage: Die Kasse klingelt in Birmingham - und das dürfte erst der Anfang gewesen sein.
Villa auf der Suche nach neuen Stars
Immerhin ist der Klub aus Birmingham bereits auf der Suche nach einem Ersatz für Offensivspieler Rogers, der bei der WM in sieben Partien für England zum Einsatz kam.
Mögliche Kandidaten hierfür sind unter anderem Rafael Leão (AC Milan) und Alejandro Garnacho (FC Chelsea).
Generell planen die Villans, die in der Vorsaison den zweithöchsten Altersdurchschnitt der Liga aufwiesen (28,7), sich sukzessive zu verjüngen. Auch im Tor dürfte es früher oder später zu einem Generationenwechsel kommen.
Wenngleich Emiliano Martínez Argentinien bei der WM bis ins Finale führte, wird er im September "schon" 34 Jahre alt. Ein möglicher Ersatz wäre mit Manzambis ehemaligem Teamkollegen in Freiburg, Noah Atubolu (24), verfügbar.
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Bald Teamkollegen? Noah Atubolu (l.) im Trikot des SC Freiburg und Emi Buendia (Aston Villa)
Fotocredit: Getty Images
Emery führt Villa zum Europa-League-Sieg
Mit Umbrüchen kennt sich der Europapokalsieger der Landesmeister von 1982 ohnehin aus. Dem sportlichen Erfolg tat dies in der jüngeren Vergangenheit jedoch keinen Abbruch.
In der vergangenen Saison knackte Villa zum vierten Mal in Folge die 60-Punkte-Marke und verdiente sich damit Champions-League-Platz vier - vor Schwergewichten wie Liverpool oder Chelsea.
Einen großen Anteil daran hat zweifelsohne Trainer Unai Emery. Der 54-jährige Spanier leitet seit November 2022 die Geschicke bei Villa.
Besonderer Höhepunkt war der Triumph im Europa-League-Finale Ende Mai in Istanbul gegen den SC Freiburg (3:0), wodurch der Klub seine 30 Jahre lange Titel-Durststrecke beendete und Emery gleichzeitig seinen fünften Sieg in diesem Wettbewerb ermöglichte.
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Aston Villas Kapitän John McGinn reckt den Europa-League-Pokal in den Istanbuler Nachthimmel
Fotocredit: Getty Images
Villa muss Tielemans-Abgang verkraften
"Einfach fantastisch, herausragend", fasste Emery die Saison seiner Mannschaft zusammen, ehe er noch etwas ausführlicher wurde: "Wir haben fantastisch gekämpft, uns als Vierter für die Champions League qualifiziert und einige Mannschaften geschlagen, die zu Beginn als größere Titelanwärter galten als wir."
Dieser erfolgreiche Weg soll nun fortgeführt werden - mit entsprechenden Anpassungen auf dem Transfermarkt.
Denn während der Verkauf von Rogers vor allem finanziell neue Möglichkeiten eröffnet, wiegt der Abgang von Youri Tielemans zu Ligakonkurrent Manchester United sportlich deutlich schwerer.
Der belgische Mittelfeldspieler war ein zentraler Bestandteil von Emerys Spielidee, sorgte für Ruhe am Ball und brachte mit seiner Übersicht sowie seinem Passspiel eine Qualität ein, die kaum zu ersetzen ist.
Entsprechend emotional fiel auch sein Abschied aus. "Das Tragen des Villa-Trikots war ein Privileg", sagte Tielemans in einer Videobotschaft an Fans, Mitspieler und Mitarbeiter des Klubs. "Ein Teil meines Herzens wird immer dem Villa Park gehören."
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Johan Manzambi wechselt vom SC Freiburg auf die Insel
Fotocredit: Getty Images
"Diamant" Manzambi als Hoffnungsträger
Allerdings könnte sich der Schweizer Manzambi, der nach einer starken Saison in Freiburg auch bei der WM mit fünf Scorerpunkten (drei Tore, zwei Vorlagen) auf sich aufmerksam machte, als adäquater Ersatz und potenzieller Top-Transfer herausstellen.
"Wir haben einen Diamanten in unserem Angriff. Einen Straßenfußballer, der Freiraum braucht", schwärmte der ehemalige Schweizer Nationalspieler Bruno Berner während der WM bei "Sky Sports".
Es muss an dieser Stelle kaum erwähnt werden, dass der 20-Jährige der klubinterne Rekordneuzugang ist.
Höher, besser, weiter - und teurer. Genau dieses Motto könnte auch für Aston Villa in der kommenden Spielzeit gelten, sollten die Neuzugänge allesamt einschlagen.
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Quelle: SNTV
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