Premier Legue - FC Arsenal um Havertz, Arteta und Co. nach Meistersaison hungrig nach mehr Titeln: "Wir wollen mehr"

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Mit dem deutlichen 3:0 im Community Shield gegen Manchester City zeigte der FC Arsenal, dass mit ihm auch in der kommenden Premier-League-Saison zu rechnen sein wird. Die Gunners wollen noch mehr - nicht nur den Titel in der heimischen Liga verteidigen, sondern auch in der Champions League nach dem verlorenen Finale wieder nach dem Henkelpott greifen. Der Kader wurde punktuell verstärkt.

Arteta nach Pleite gegen BVB: "Es muss wehtun"

Quelle: Perform

"Seid ihr Tottenham in Verkleidung?", sangen die Anhänger Arsenals im Community Shield in Cardiff in Richtung der City-Fans. Die Nennung des Stadtrivalen ist keine Auszeichnung aus Sicht des Londoner Teams, die Spurs müssen als Schmähgesang für andere Teams herhalten.
Die Gunners machten im ersten Pflichtspiel der Saison einen klaren Punkt. Sie vermiesten Enzo Maresca sein Debüt als Nachfolger von Pep Guardiola und ließen City über 90 Minuten kaum eine Chance.
Schon nach 24 Sekunden stand es 1:0 für Arsenal nach einem Treffer von Riccardo Calafiori. "Ich war sehr beeindruckt, von der Art und Weise, wie wir gespielt haben", sagte Trainer Mikel Arteta im Anschluss an die Partie. "Das ist unser Standard und wir setzen die Maßstäbe auf diesem Niveau."
Es ist das neue Selbstvertrauen des Liga-Titelverteidigers, der nach der endlich gewonnen Meisterschaft genau an dieser Stelle anknüpfen möchte. "Letztes Jahr haben wir den Titel in der Liga geholt, dieses Jahr wollen wir noch mehr", sagte Martin Ödegaard nach dem Community Shield.
Noch nie gelang den Gunners die Titelverteidigung. Dieses Jahr soll es anders laufen.

FC Arsenal: Das ist neu

Viele Neuzugänge hat das Team für diese Mission nicht verpflichtet. Für einen englischen Topklub gab man im Sommer "nur" 167 Millionen Euro aus. Die Hälfte davon ging für den Brasilianer Bruno Guimaraes drauf, der von Newcastle nach London wechselt und vergangene Saison 15 Scorerpunkte verzeichnete.
Von Bayer Leverkusen kam für 40 Millionen Euro Verteidiger Piero Hincapié (der Ecuadorianer war bereits in der vergangenen Saison an die Nordlondoner ausgeliehen und etablierte sich prompt als Stammspieler) und für den gleichen Betrag holte man Christos Tzolis vom Club Brügge. Alle drei kamen im Community Shield zum Einsatz. Tzolis bereitete zwei Treffer vor. So konnte es sich Arteta sogar leisten, die Stars Declan Rice und Bukayo Saka auf der Bank beginnen zu lassen.
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Christos Tzolis überzeugte als Neuzugang für den FC Arsenal gegen Manchester City

Fotocredit: Getty Images

Der Kader ist dem der abgelaufenen Meistersaison noch sehr ähnlich, alle Stammkräfte wurden gehalten. Dazu kommt mit Martin Ödegaard der Kapitän nach einer verletzungsgeplagten Saison zurück. Er fand sich nahtlos als Spielmacher ein, erzielte sehenswert das 3:0.
Zwischenzeitlich hatte Kai Havertz erhöht, der den Vorzug im Sturm vor Viktor Gyökeres bekam.
Mit dem englischen Nationalspieler Ezri Konsa steht Arsenal wohl noch kurz vor der Verpflichtung eines weiteren Verteidigers. Mit knapp 60 Millionen Euro wäre er der zweitteuerste Transfer des Sommers für die Gunners - und er würde die ohnehin starke Defensive weiter verstärken. Mit William Saliba fehlt ein Spieler aus dem Prunkstück der vergangenen Saison allerdings für unbestimmte Zeit.

FC Arsenal: Die neue Hoffnung

Christos Tzolis. Der Grieche ist 24 Jahre alt und überzeugte schon in seinem ersten Pflichtspieleinsatz für Arsenal. Seine Chemie mit Ödegaard passte, auf der linken Angriffsseite dürfte er Stammspieler sein.
Sein Auftritt in Cardiff tröstete die Gunners zumindest in Ansätzen über die ausgebliebene Verpflichtung von Vinícius Júnior hinweg, der eigentlich für diese Position vorgesehen war.
Arteta lobte den Neuzugang im Anschluss in höchsten Tönen: "Er hat sich sehr gut in die Mannschaft eingefügt, er ist ein intelligenter Junge und er hat eine Riesenqualität. Er war entscheidend heute."
Bei Brügge erzielte er im vergangenen Jahr zwei Tore in der Champions League und erzielte in der belgischen Liga 17 Tore und bereitete 23 Treffer vor.

FC Arsenal: Das Fragezeichen

Wie geht es weiter mit Viktor Gyökeres? Vor einem Jahr kam er als große Sturmhoffnung für viel Geld von Sporting Lissabon. Die nackten Zahlen geben einen ordentlichen Leistungsnachweis: 21 Tore erzielte er in 55 Pflichtspielen - damit war er der Topscorer.
Dennoch ließ sich seine Debütsaison als "durchwachsen" charakterisieren. Sein Spielstil wurde immer wieder kritisiert, zu selten gelang es ihm, gegen große Gegner seinen Stempel aufzudrücken.
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Viktor Gyökeres könnte Arsenal noch im Sommer verlassen

Fotocredit: Getty Images

"Ich fühle mich viel, viel besser als in der Vorbereitung im vergangenen Jahr", sagte er nach der Testspiel-Niederlage gegen Borussia Dormund (2:3), bei der er einen Elfmeter verwandelte.
Trotzdem halten sich Gerüchte um einen Abgang nach nur einer Saison hartnäckig. Der FC Barcelona soll ihn als Nachfolger von Ferran Torres im Auge haben. Beim Community Shield begann der in der vergangenen Saison oft verletzte Havertz im Sturm. Bleibt Gyökeres, muss er dieses Duell um Minuten womöglich häufiger führen.

FC Arsenal: Hier ist noch Bedarf

Was braucht eine Mannschaft, die alles hat und ohne nennenswerte Abgänge aus einer der erfolgreichsten Saisons der Vereinsgeschichte geht? Kommt Konsa, ist die verletzungsbedingte Lücke in der Abwehr geschlossen.
Das Mittelfeld und die Offensive sind auf jeder Position mit Weltklassespielern besetzt. Einzig in der Sturmmitte könnte durch die ungewisse Situation um Gyökeres womöglich noch etwas passieren.
Bleibt Havertz fit, ist aber auch diese Position qualitativ hervorragend besetzt. Klar, der ganz große Weltstar, den eine Verpflichtung von Vinicius gebracht hätte, fehlt. Aber das hat Arsenal im vergangenen Jahr auch nicht gestört.

FC Arsenal: Das kommt auf Mikel Arteta zu

Arsenal gewann in der vergangenen Saison ohne Spektakel. Die besten Standards in Europa und eine extrem sattelfeste Defensive brachten den Titel und das Champions-League-Finale - und auch dort hätte dieser Ansatz fast gereicht.
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Ein Titel ist schon da: Mikel Arteta mit dem Community Shield

Fotocredit: Getty Images

Kann Arteta mit genau dieser Philosophie erneut Trophäen hamstern? Der Community Shield zeigte, dass es die Gunners auch anders können. 2,3 Expected Goals erzielte Arsenals gegen Manchester aus dem Spiel heraus.
Fitte Saisons von Ödegaard, Havertz und Co. können für den von einigen vermissten Flair sorgen. Bleiben die anderen Faktoren ebenfalls erhalten, wird Arsenal erneut um alle Titel mitspielen.
Entscheidend wird aus Artetas Sicht auch sein, dass die Kraft bis zum Ende reicht. Vergangene Saison spielte Arsenal 63 Pflichtspiele, ein Großteil des Kaders war im Sommer bei der WM im Einsatz. Nun geht es fast nahtlos weiter. Der Kader ist tief genug, um das aufzufangen, aber Arteta muss Fingerspitzengefühl bei seinen Rotationen beweisen.
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Simeone schließt Alvarez-Abgang bei Atlético kategorisch aus

Quelle: Perform


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