FC Liverpool - Florian Wirtz zieht positive Bilanz nach erstem Jahr in der Premier League: "Ich bin daran gewachsen"
Von Alex Frieling
Publiziert 28/08/2026 um 09:01 GMT+2 Uhr
Florian Wirtz will beim FC Liverpool künftig noch mehr Verantwortung übernehmen. Nach seinem ersten Jahr in England sieht sich der deutsche Nationalspieler nicht nur sportlich weiterentwickelt, sondern auch bereit für eine größere Rolle bei den Reds. Gleichzeitig formuliert der 23-Jährige klare Titelziele und berichtet von seinem ersten persönlichen Kontakt mit Bundestrainer Jürgen Klopp.
Zurück auf die Zehn? Wirtz bestätigt Gespräche mit Iraola
Quelle: Perform
"Ich übernehme gerne Verantwortung", erklärte Wirtz im gemeinsamen Interview mit "RTL" und "Sky". Zwar sei er "nicht immer der Lauteste auf dem Platz oder in der Kabine", dennoch wolle er vor allem durch seine Spielweise und sein Auftreten vorangehen.
Nach einem Jahr an der Anfield Road kenne er den Verein inzwischen deutlich besser. "Deswegen denke ich, dass ich da auf jeden Fall mit vorangehen und helfen kann, den Verein wieder in die Position zu bringen, wo er hingehört", betonte Wirtz.
Und die definiert der Offensivspieler eindeutig: Liverpool soll wieder um die großen Titel kämpfen. "Deswegen bin ich hier auch hingekommen, weil ich mit dem Verein was erreichen will", unterstrich der deutsche Nationalspieler. Liverpool habe in der Vergangenheit regelmäßig Titel gewonnen oder zumindest darum mitgespielt. "Da wollen wir wieder hin."
Auch persönlich zieht Wirtz nach seinem ersten Jahr in der Premier League ein positives Zwischenfazit. Er habe sich "fast in jedem Bereich weiterentwickelt", insbesondere körperlich. Der Shootingstar wechselte im Sommer 2025 für eine Ablösesumme von rund 125 Millionen Euro an die Anfield Road.
Wirtz sieht große Entwicklung bei sich selbst
Das hohe Niveau im täglichen Training zwinge ihn dazu, regelmäßig an seine Grenzen zu gehen. Dazu komme die enorme Belastung während der Saison mit Spielen auf höchstem Niveau im Rhythmus von wenigen Tagen.
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Florian Wirtz geht in seine zweite Saison beim FC Liverpool
Fotocredit: Getty Images
Doch auch abseits des Platzes habe ihn der Wechsel nach England geprägt: "Natürlich bin ich auch das erste Mal aus meinem Wohlfühlkreis zu Hause rausgekommen, in ein anderes Land, in eine andere Kultur, und deswegen hat mich das auf jeden Fall im letzten Jahr auch geformt, vor allem, weil es auch nicht immer leicht war, weil es nicht immer so gelaufen ist, wie man es sich erhofft hat."
Wirtz ergänzte: "Aber da habe ich sehr viel Positives mitgenommen und bin auf jeden Fall dran gewachsen."
Dabei geht der ehemalige Leverkusener weiterhin hart mit sich selbst ins Gericht. "Ich war schon immer sehr, sehr selbstkritisch", sagte Wirtz. Wer zur Weltspitze gehören wolle, müsse ehrlich zu sich selbst sein und erkennen, was verbessert werden müsse.
Wirtz über Iraola und ersten Kontakt mit Klopp
Positiv äußerte sich Wirtz zudem über Liverpools Trainer Andoni Iraola. Dessen Spielidee beschreibt der Nationalspieler als offensiv und intensiv.
"Er will einfach Power-Fußball nach vorne spielen. Viel Pressing", erklärte Wirtz. Die individuellen Aufgaben seien klar, nun müsse die Mannschaft daran arbeiten, dass das System auch als Einheit funktioniere.
Iraola habe bislang einen "sehr guten Eindruck" auf ihn gemacht. Außerdem sprach der Offensiv-Allrounder erstmals mit Bundestrainer Jürgen Klopp. "Wir haben tatsächlich vor zwei Tagen das erste Mal telefoniert", verriet Wirtz. Zuvor habe es zwischen beiden keinerlei direkten Kontakt gegeben.
Dass Klopp sich in der Vergangenheit öffentlich über ihn geäußert hatte, war Wirtz allerdings nicht entgangen. Auch Personen aus dem Liverpool-Umfeld hätten ihm bereits von Klopp erzählt. Entsprechend habe er sich über das Gespräch gefreut: "Es war ganz cool, dass ich ihn mal kennenlernen durfte, mal mit ihm sprechen konnte"
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