Manchester City will mit Fernández, Anderson und Co. neu angreifen: 375 Millionen Euro und ein Hauch von Guardiola

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Manchester City startet nach den Abgängen von Pep Guardiola und Mittelfeldstratege Rodri in eine neue Ära. Mit Enzo Fernández, Elliot Anderson und Ayyoub Bouaddi investierten die Skyblues rund 375 Millionen Euro in ihr Mittelfeldzentrum. Doch kann Enzo Maresca den gewaltigen Umbruch direkt in Erfolg verwandeln? Trotz der enormen Qualität steht ein Fragezeichen hinter Citys Titelambitionen.

Fernández gibt zu: Maresca war wichtig für meinen Wechsel

Quelle: Perform

Alles neu bei den Skyblues: Pep Guardiola ist nicht mehr Trainer von Manchester City. Außerdem haben mit Rodri, Bernardo Silva, John Stones und Tijjani Reijnders mehrere prägende Spieler den Verein verlassen.
Citys Antwort auf den Umbruch fällt gewaltig aus. Allein für drei zentrale Mittelfeldspieler investierte der Klub rund 375 Millionen Euro: Enzo Fernández kam für 145 Millionen vom FC Chelsea, Englands WM-Star Elliot Anderson für 135 Millionen von Nottingham Forest und Top-Talent Ayyoub Bouaddi für 95 Millionen vom OSC Lille.
Dazu wechselte am Deadline Day Iliman Ndiaye für 70 Millionen Euro vom FC Everton nach Manchester. Die entscheidende Frage lautet: Kann dieses neue City sofort um die Meisterschaft spielen und eine neue Ära prägen?
Micah Richards hat daran zumindest Zweifel. "Ich glaube, es gab zu viele Veränderungen", erklärte der frühere City-Verteidiger bei "The Rest is Football". Abschreiben will er seinen Ex-Klub allerdings keineswegs. Richards tippt die Citizens auf Platz zwei und betont: "Ich glaube nicht, dass es so schlimm ist, wie die Leute denken."

Gary Neville sieht Arsenal deutlich vor Manchester City

Gary Neville geht noch einen Schritt weiter. Der frühere United-Profi sieht City derzeit nicht als ersten Anwärter auf den Titel: "Arsenal sollte diese Liga mit großem Vorsprung gewinnen."
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Enzo Maresca: Kann er Pep Guardiola erfolgreich beerben?

Fotocredit: Getty Images

Ob das Maresca-Team die Kritiker widerlegen kann, dürfte vor allem vom neuen Mittelfeld abhängen. Die auffälligste Personalie ist Fernández. Der Argentinier soll zu einer zentralen Figur des Neustarts werden - allerdings keineswegs als Kopie Rodris.
"Fernández ist nicht derselbe Spielertyp wie Rodri", erklärt James Walker von Eurosport England. Gerade darin könnte aber eine Chance liegen. Denn mit Guardiola verschwindet auch das System, in dem Rodri nahezu unersetzlich war.
Maresca gilt als großer Bewunderer von Fernández und soll auf dessen Verpflichtung gedrängt haben. "Vielleicht kommt der Umbruch im Mittelfeld sogar zum richtigen Zeitpunkt, weil Guardiola ebenfalls gegangen ist und Maresca versucht, der Mannschaft seine eigene Vision zu geben", sagt Walker.
Der neue Trainer könnte die Mannschaft künftig um Fernández' laufintensive und aggressive Spielweise herum aufbauen. Die enorme Ablöse bringt allerdings Erwartungen mit sich: Der Shootingstar müsse konstanter auf höchstem Niveau spielen als während seiner Zeit bei Chelsea, um seinen Preis zu rechtfertigen.

Anderson und Fernández als neues Herzstück

An Qualität mangelt es Maresca im Zentrum jedenfalls nicht. Mit Anderson verpflichtete City einen der großen englischen WM-Stars, Bouaddi wiederum gehört zu den spannendsten Mittelfeldtalenten Europas.
Die wahrscheinlichste Variante ist ein Duo aus Anderson und Fernández. Bouaddi dürfte in seiner ersten Saison häufiger rotieren. Denkbar wäre allerdings auch, Anderson und Bouaddi tiefer aufzustellen und Fernández dadurch mehr Freiheiten in der Offensive zu geben.
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Enzo Fernandez dürfte ein entscheidender Faktor bei Manchester City werden

Fotocredit: Getty Images

Rodri wird also nicht durch einen einzelnen Spieler ersetzt. Stattdessen verteilt Maresca dessen Verantwortung auf ein völlig neu zusammengestelltes Mittelfeld.
Das könnte auch deshalb funktionieren, weil der Bruch mit der Guardiola-Ära taktisch weniger radikal ausfallen dürfte, als es die personellen Veränderungen vermuten lassen. Maresca kennt City bestens und verfolgt einen ähnlichen Ansatz.

City auf Titeljagd: Maresca sucht noch nach Lösungen

Dass der Neustart Zeit benötigt, zeigte sich bereits zu Saisonbeginn. Nach dem hart erkämpften Sieg gegen Bournemouth bezeichnete Maresca City als "Mannschaft im Aufbau". Er sei noch "auf der Suche nach Lösungen", erklärte der Italiener, zeigte sich aber optimistisch: "Wir werden immer besser."
Verbesserungsbedarf gibt es vor allem gegen den Ball. Bournemouth und Crystal Palace schafften es bereits, City nach Ballgewinnen in gefährliche Situationen zu bringen.
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Elliot Anderson gilt als wichtiger Stratege im Team von Manchester City

Fotocredit: Getty Images

"Die Schwäche liegt bei Kontern und in der defensiven Transition", analysiert Walker.
Das wiegt umso schwerer, weil mit Rodri und Stones zwei Spieler fehlen, die gerade bei der Absicherung wichtig waren. Gleichzeitig verfügt Maresca insbesondere in Offensive und Mittelfeld über enorme Qualität und Tiefe. Eine seiner größten Aufgaben dürfte deshalb darin bestehen, möglichst schnell eine klare Stammformation zu finden.
Für Walker müssen die Skyblues angesichts ihrer Qualität um die Meisterschaft kämpfen. "Manchester City sollte angesichts der Ausgaben in diesem Sommer und des beeindruckenden Kaders definitiv ein ernsthafter Titelkandidat sein", sagt er.
Entscheidend werde sein, wie Maresca die Mannschaft führt und insbesondere in den großen Spielen aufstellt.
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Die Last-Minute-Transfers in der Bundesliga am Deadline Day 2026

Quelle: SID


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