500 Millionen Euro für vier Spieler: Warum für Rogers, Diomande, Tonali und Anderson eine halbe Milliarde fließt
Eurosport bei GoogleReal Madrid und drei Klubs aus der Premier League haben in diesem Sommer für vier Neuzugänge etwas mehr als 500 Millionen Euro ausgegeben. Die Zahl alleine wäre schon eine Meldung wert, mindestens ebenso interessant ist allerdings die Liste der vier Profis, für die das große Geld geflossen ist. Denn: Es sind nicht die Superstars der Szene, für die die Klubs so tief in die Kasse gegriffen haben.
Sandro Tonali (l.) und Morgan Rogers (r.) gehören zu den teuersten Transfers im Sommer 2026
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"Man kann es nicht vorschreiben, aber 100-Millionen-Euro-Transfers kann ich mir in der nächsten Zeit nicht vorstellen." Der Satz stammt von Uli Hoeneß. Aus dem Jahr 2020, als der Fußball ob der Corona-Pandemie kleinere Brötchen backen musste und - so der Tenor vieler Verantwortlicher - auch in Zukunft weniger monströs mit Millionen um sich werfen wollte.
Es ist (natürlich) anders gekommen. Das Wettrüsten in Sachen Kader-Qualität hat wieder angezogen, allein in diesem Sommer gibt es mindestens vier Transfers, die die magische 100-Millionen-Grenze gesprengt haben.
Zugegeben: Die Summen lassen sich nicht immer exakt verifizieren, zumal häufig Bonuszahlungen oder andere monetäre Vereinbarungen auf den Fixbetrag draufgeschlagen werden müssen.
Aber die 100er-Marke ist längst kein Tabu mehr und wird selbst für Spieler aufgerufen, bei denen bislang "nur" die Hoffnung besteht, dass sie in die absolute Weltklasse vorstoßen und bei Topklubs unter hohem Druck und auf höchstem Level (Champions League) einschlagen.
Anderson übertrifft alle bisherigen City-Transfers
Elliot Anderson ist ein gutes Beispiel. Der 23-Jährige wurde von Newcastle United an die Bristol Rovers und Nottingham Forest verliehen - ehe er in diesem Juli für rund 135 Millionen Euro zu Manchester City wechselte. Es war der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte der Skyblues.
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Elliot Anderson ist der neue Rekordtransfer von Manchester City
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Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Anderson bringt enorme Qualität mit, etablierte sich als englischer Nationalspieler und wurde bei der WM in allen Partien eingesetzt. "Er ist ein wirklich guter Zweikämpfer und kann das Spiel sehr gut lesen, was dazu beiträgt, dass die Mannschaft organisiert bleibt und die Struktur beibehält. Anderson präsentiert sich als guter, wenn auch nicht herausragender Passgeber. Seine eigentliche Stärke dürfte aber in der defensiven Laufstärke liegen", befand Fußball-Experte Pete Sharland von Eurosport in Großbritannien. City hat eine gute Wahl getroffen, für eine astronomisch hohe Summe.
Rogers teuerster englischer Fußball-Profi der Geschichte
Daselbe gilt für den FC Chelsea, der in diesem Sommer den bislang teuersten Deal realisiert hat. Kolportierte 137 Millionen Euro überwiesen die Londoner nach Birmingham an Aston Villa, um Morgan Rogers loszueisen.
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Morgan Rogers ist der fünft teuerste Transfer der Fußball-Geschichte
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Wie Anderson ist auch der 24-jährige Offensiv-Allrounder eine Wette auf die Zukunft. Immerhin tankte Rogers vergangenen Saison mit dem Gewinn der Europa League und bei seinen WM-Einsätzen Selbstvertrauen für die große Aufgabe bei Chelsea. Der teuerste englische Fußball-Profi der Geschichte wird mit einer enormen Erwartungshaltung an seine Person umgehen müssen.
Tonali: Ein Regista knackt die 100er-Marke
Tottenham Hotspur ließ sich ebenfalls nicht lumpen und pumpte für Sandro Tonali etwa 108 Millionen Euro in den Transfermarkt, oder genau gesagt: nach Newcastle. Im Unterschied zu Anderson und Rogers bringt der 26-Jährige mehr Erfahrung mit. Tonali spielte bereits bei einem Schwergewicht (AC Mailand) und holte mit den Rossoneri 2022 die Meisterschaft in der Serie A.
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Sandro Tonali (r.) im Trikot seines neuen Klubs Tottenham Hotspur
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Mit Tonali haben sich die Spurs einen "Regista", wie (tief stehende) Spielmacher in dessen Heimat Italien gerne genannt werden, geangelt. Ein "außergewöhnlicher Spieler", bedachte Spurs-Coach Roberto De Zerbi seinen Landsmann mit Vorschusslorbeeren, auch wenn der sich in der abgelaufenen Saison bei Newcastle schwertat.
Fast überflüssig zu erwähnen, dass Tonali durch seinen Wechsel nach London zum teuersten italienischen Spieler der Historie avancierte - und zum teuersten Neuzugang der Klubgeschichte der Spurs.
Real Madrid bricht Rekord für Diomande-Deal
Die Bundesliga wiederum tritt bei 100-Millionen-Euro-Geschäften - einzige Ausnahme war die Verpflichtung von Harry Kane durch den FC Bayern - stets als "Verkäufer" auf. Das ist im aktuellen Transferfenster nicht anders. Yan Diomande spült RB Leipzig etwa 125 Millionen Euro in die Kassen, nachdem der Wechsel zu Real Madrid in dieser Woche finalisiert wurde.
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Yan Diomande ist ab sofort ein "Königlicher"
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Die Summe erstaunt, haben die Königlichen doch noch nie so viel Geld bei einem Transfer in die Hand genommen. Zwar ist die Klasse des linken Flügelspielers unbestritten, allerdings hat Diomande nach dem Abstieg mit CD Leganés erst eine Saison in Leipzig gespielt.
Mit gerade einmal 19 Jahren steht dem Ivorer noch ein langer Entwicklungsprozess bevor, der natürlicherweise auch Rückschläge beinhalten wird. Ob Real dem Toptalent die nötige Zeit einräumen wird, ist die große Frage. Es ist im zu wünschen, schließlich sei "Real Madrid die Erfüllung eines Kindheitstraums".
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Salah überwältigt: "Noch nie so etwas erlebt"
Quelle: Perform
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