Das Spiel startete für den VfL Osnabrück nach Maß: Eine Flanke von Bashkim Ajdini drückte Marc Heider (5.) am kurzen Pfosten aus wenigen Metern zur frühen Osnabrücker Führung ins Tor.
Mit der Unterstützung von 2.000 Zuschauern wurde spätestens mit dem Tor die Bremer Brücke zum Tollhaus, die Mannschaften ließen sich von der Stimmung beeinflussen, so entwickelte sich ein extrem hektisches Spiel, das von Zweikämpfen bestimmt wurde.
Ingolstadt ließ sich auch spielerisch von der giftigen Atmosphäre beeinflussen, in der Anfangsphase landete fast jeder zweite Pass beim Gegner.
2. Bundesliga
Klarer Sieg gegen Osnabrück: Ingolstadt vor Rückkehr in Liga zwei
27/05/2021 AM 18:06
Folgerichtig fiel das 2:0 nach einem Konter. Kevin Wolze setzte Sebastian Kerk mit einem Pass aus der eigenen Hälfte in Szene, Kerk steckte den Ball zu Heider (20.) durch, der die Kugel mit vollem Selbstvertrauen aus 20 Metern halbvolley ins kurze Eck hämmerte.
Der FC Ingolstadt schockte die euphorisierten Osnabrücker zehn Minuten später aus dem Nichts mit dem Anschlusstreffer, Filip Bilbija (31.) köpfte eine Flanke von Stefan Kutschke aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 1:2.
Das Tor nahm den Hausherren den Wind aus den Segeln, die Passsicherheit aus der ersten halben Stunde war dahin – so ging es ohne großen Möglichkeiten auf beiden Seiten in die Kabinen.
Osnabrück kam gut aus der Pause: Wolze bediente kurz nach Wiederanpfiff Heider (48.), der mit einem gut platzierten Kopfball jedoch am stark postierten Fabijan Buntic scheiterte.
In der Folge wurde das Spiel offener, Ingolstadt wehrte wütende Angriffe der Hausherren ab und kam auch zu eigenen Chancen. Der eingewechselte Dennis Eckert Ayensa (55., 62.) hatte gleich zwei Möglichkeiten, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Doch der Stürmer hob den Ball erst freistehend aus acht Metern über das Tor, ehe er abermals in guter Schussposition die Kugel knapp neben den Pfosten setzte.
Osnabrück wurde mit zunehmender Spieldauer müder – und ließ sich auskontern. Stefan Kutschke (68.) konnte frei vor Philipp Kühn allerdings ebenfalls nicht einnetzen, der Torhüter verkürzte gegen den Winkel geschickt und blieb im eins gegen eins Sieger.
Die Schlussphase gehörte aber den Hausherren. Kerk (78.) setzte einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten, doch wenige Minuten später klingelte es dann doch aus der Distanz. Etienne Amenyido (81.) traf nach einer Einzelaktion aus rund 22 Metern zum 3:1.
Osnabrück warf in den letzten Minuten alles nach vorne, kam aber nur noch durch Heider (90.+3) zu einer nennenswerten Möglichkeit. Den Schuss des Stürmers blockte Innenverteidiger Tobias Schröck in höchster Not. Ingolstadt hätte die Partie zuvor entscheiden können, doch der eingewechselte Merlin Röhl (90.+1) knallte einen Abschluss aus 16 Metern an die Latte.
Auf den Ausgang hatten diese Aktionen jedoch keinen Einfluss mehr, Ingolstadt steigt dank des 3:0 im Hinspiel trotz 1:3-Niederlage im Rückspiel in die 2. Liga auf. Osnabrück verabschiedet sich dagegen aus der 2. Liga und muss den bitteren Gang in die 3. Liga antreten.

Das fiel auf: Hexenkessel Bremer Brücker

Osnabrück begrüßte 2.000 Fans an der heimischen Bremer Brücke – doch die Zuschauer machten Stimmung für deutlich mehr Fans! Die Atmosphäre schwappte auf den Rasen, Ingolstadt ließ sich bis zum eigenen Treffer davon beeinflussen und agierte in der ersten halben Stunde extrem verunsichert. Im Umkehrschluss beflügelte Osnabrück die Stimmung der eigenen Fans, die Hausherren waren in den Zweikämpfen giftiger und wirkten insgesamt entschlossener. Doch die 0:3-Hypothek aus dem Hinspiel konnte Osnabrück letztlich auch mit den Fans im Rücken nicht egalisieren.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 2

Die Schanzer mussten in den letzten beiden Spielzeiten zweimal in die Relegation – und beim zweiten Antritt endet das Unterfangen auch erfolgreich! Gegen den 1. FC Nürnberg blieb Ingolstadt 2020 nach einem dramatischen Last-Second-Gegentor in der 3. Liga.
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