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Derby in der Serie A: Romelu Lukaku stiehlt Zlatan Ibrahimovicdie Show
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Publiziert 10/02/2020 um 11:51 GMT+1 Uhr
Das Derby gewonnen, Platz eins in der Serie A erobert: Inter Mailand knüpft an alte Zeiten an. Der König der Stadt heißt aber nicht Ibrahimovic sondern Romelu Lukaku und das dürfte den Schweden eher weniger gefallen. Dabei wollte Milan in dieser Saison mit ihm zu alter Größe zurückkehren. Nach der furiosen "Remuntada" des Erzrivalen war Zlatan Ibrahimovic aber sichtlich bedient.
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Ob Inter Mailand jetzt tatsächlich Meister werden könne, wurde der AC-Superstar nach dem spektakulären Sechs-Tore-Derby gefragt. Der erst im Dezember geholte Ibrahimovic stöhnte ein genervtes "No" in die Mikrofone, drehte sich zur Seite und beendete das Interview.
Dabei sagt die Tabelle etwas anderes. Das furiose 4:2 nach 0:2-Rückstand lässt die schwarz-blaue Hälfte der Stadt wieder vom Scudetto träumen, weil Inter den Abo-Meister Juventus Turin mit Superstar Cristiano Ronaldo von Platz eins verdrängte. "Oscar-Nacht für Inter: Das Derby ist so spannend wie ein Film. Die Serie A ist ein großartiger Thriller und die spannendste Liga Europas", schrieb die "Gazzetta dello Sport" am Montag.
Inter dreht Mailand-Derby
Mit 54 Punkten liegt Inter tatsächlich nur hauchdünn vor Juve (54) und Lazio Rom (53). Doch nach acht Jahren außerhalb der ersten drei Ligaplätze ist die erste Meisterschaft seit 2010 möglich. Der im Sommer geholte Trainer Antonio Conte war dann auch um Ruhe bemüht. Der ehemalige italienische Nationalcoach sagte:
Weil Inter erstmals seit 1949 (6:5) ein Derby nach einem Zwei-Tore-Rückstand gewann, waren aber zumindest die Gazetten aus dem Häuschen. "Von 0:2 auf 4:2: Mit Nerven aus Stahl und Disziplin schafft Inter eine spektakuläre Remuntada", schrieb "Tuttosport" über die "Rückkehr" Inters durch Treffer von Marcelo Brozovic (51.), Matias Vecino (53.), Stefan De Vrij (70.) und Romelu Lukaku (90.+3). Durch den Sieg blieben die Nerazzurri im 16. Serie-A-Spiel in Folge ungeschlagen.
Lukaku trumpft auf
Der im August für 76 Millionen Euro von Manchester United zu Inter gewechselte Lukaku spielt beim jüngsten Aufschwung eine Schlüsselrolle. Der Belgier stülpte nach seinem Tor sein Trikot über die Eckfahne und posierte vor den Fans. Unter ein Foto der Szene schrieb er auf "Twitter" einen einzigen Satz: "Ein neuer König ist in der Stadt."
Zlatan Ibrahimovic dürfte das eher weniger gefallen haben.
Dabei wollte eigentlich Milan in dieser Saison mit dem Schweden zu alter Größe zurückkehren. Gegen Inter gelang das aber nur eine Halbzeit lang: Erst legte Ibrahimovic das 1:0 durch den früheren Frankfurter Ante Rebic (40.) auf, das 2:0 erzielte er höchstselbst (45.+1). Dann jedoch blies Inter zur "Remuntada".
Milans Rückstand auf Inter wuchs damit auf schon 22 Punkte an. "Der AC braucht Zlatan wie ein Kind seine Mutter. Ohne ihn verliert die ganze Mannschaft an Vitalität. Er ist ein Leuchtturm für die Kollegen, alles dreht sich um ihn. Ein wunderbarer Teufel, doch er allein genügt nicht zum Sieg", schrieb der "Corriere della Sera". Inter feierte derweil seine Tabellenführung.
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(SID)
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