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Juventus Turin zum neunten Mal in Folge italienischer Meister
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Publiziert 26/07/2020 um 23:44 GMT+2 Uhr
Juventus Turin hat zum neunten Mal hintereinander die italienische Meisterschaft gewonnen. Die Alte Dame besiegte Sampdoria Genua am 36. Spieltag mit 2:0 (1:0) und liegt damit zwei Spieltage vor Schluss mit sieben Punkten Vorsprung auf Inter Mailand uneinholbar an der Tabellenspitze. Die Treffer für Juve erzielten Superstar Cristiano Ronaldo (45.+7) und Federico Bernardeschi (67.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Die Gäste aus Genua wollten Juventus die Meisterschaft keineswegs kampflos überlassen und spielten von der ersten Minute an mutig mit. So war es nach fünf Spielminuten Angreifer Gastón Ramírez, der nach Flanke von Jakub Jankto mit einem Kopfball-Aufsetzer die erste Gelegenheit der Partie verbuchte (5.).
Juventus fand gegen die kompakt agierende Sampdoria-Abwehr kaum ein Mittel und wusste sich lange Zeit nur mit Distanzschüssen wie etwa von Federico Bernardeschi (34.) oder Juan Cuadrado (39.) zu helfen. Zu allem Überfluss verletzte sich bei den Bianconeri auch noch Leistungsträger Paulo Dybala am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden (40.).
Und so war es bezeichnenderweise eine Standardsituation, die im ersten Durchgang den Unterschied machen sollte. Miralem Pjanic bediente mit einer einstudierten, flachen Freistoßvariante Cristano Ronaldo, der sich im Strafraum von seinem Gegenspieler löste und aus zwölf Metern rechts unten einnetzte (45.+7).
Wie bereits in Hälfte eins kamen die Gäste auch nach der Pause besser aus den Startlöchern und verpassten den Ausgleich nur um wenige Zentimeter. Lorenzo Tonellis wuchtiger Kopfball strich nur hauchdünn rechts am Tor vorbei (54.).
Auf der Gegenseite verpasste Ronaldo nach einem Juve-Gegenstoß seinen zweiten Treffer, als er in guter Schussposition im Strafraum an Gäste-Torwart Emil Audero scheiterte (61.).
Kurz darauf belohnte sich Juventus für seine Drangphase und baute die Führung unter gütiger Mithilfe von Audero aus. Der Sampdoria-Torhüter ließ einen eigentlich harmlosen Schuss von Ronaldo vor die Füße von Bernardeschi prallen, der aus kurzer Distanz zum 2:0 abstaubte (67.).
Trotz einer Gelb-Roten Karte gegen Morten Thorsby kämpfte Genua aufopferungsvoll bis zum Schluss, scheiterte aber mehrfach am gut aufgelegten Juve-Schlussmann Wojciech Szczesny.
Ronaldos vergebener Strafstoß kurz vor Schluss blieb nur ein kleiner Schönheitsfehler (89.) und konnte die Freude über den insgesamt 36. Scudetto nur noch unwesentlich trüben.
Die Stimmen zum Spiel:
Maurizio Sarri (Trainer Juventus Turin): "Ich weiß nicht, ob es nicht genug gewertschätzt wird, die Serie A zu gewinnen. Ich weiß nur, dass es nicht viele Trainer gibt, die in Italien und in Europa erfolgreich waren. Dieser Klub, der es die letzten neun Jahre geschafft hat, gibt dir die Möglichkeit zu gewinnen."
Leonardo Bonucci (Juventus Turin): "Mir fehlen die Worte! Wir haben in dieser Saison einen neuen Weg mit einer neuen Philosophie eingeschlagen. Wir haben alles gegeben für die Fans, die Gesellschaft und für diejenigen, die uns von oben unterstützt haben."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Verletzungssorgen als Wermutstropfen
Der dicht gestaffelte Spielplan der Serie A hinterlässt auch beim besten Team Italiens seine Spuren. Noch im ersten Durchgang musste zunächst Abwehrmann Danilo nach einem heftigen Kopf-an-Kopf-Duell mit Fabio Quagliarella benommen vom Feld. Kurz vor der Pause folgte die Auswechslung von Dybala, der während des Spiels mit einem dick bandagierten Oberschenkel auf die Bank zurückkehrte.
Weil zehn Minuten vor Schluss auch noch Abwehr-Fels Mathijs De Ligt angeschlagen runter musste, vergrößerten sich Juves Verletzungssorgen insbesondere mit Blick auf das baldige Champions-League-Duell am 7. August gegen Olympique Lyon.
Die Statistik: 10
Cristiano Ronaldo hat seit Ende des Fußball-Lockdowns zehn Treffer erzielt. Kein anderer Spieler in Europas Top-5-Ligen erzielte mehr. Manchester Citys Raheem Sterling und Bayerns Robert Lewandowski folgen mit jeweils neun Treffern seit dem Restart.
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