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Meister Juve verliert ohne Ronaldo - Monster-Serie gerissen

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Diego Perotti si complimenta con Nicola Kalinic dopo il gol in Juventus-Roma, Serie A 2019-2020, Getty Images

Fotocredit: Getty Images

VonSebastian Lindner
01/08/2020 Am 21:55 | Update 01/08/2020 Am 21:57

Zum Saisonabschluss der Serie A hat Meister Juventus Turin sein Heimspiel ohne Cristiano Ronaldo im Kader gegen die AS Rom klar mit 1:3 (1:2) verloren. Zwar brachte Gonzalo Higuaín Juve früh in Führung (5.), doch Nikola Kalinic (23.) und Diego Perotti (44., Elfmeter; 52.) drehten das Spiel zu Gunsten der Gäste. Die Roma beendet die Saison auf Rang fünf, Juve muss noch in der Champions League ran.

So lief das Spiel:

Ohne zahlreiche Stars auf beiden Seiten haben Juventus Turin und die AS Rom ihre Saison in der Serie A ausklingen lassen. Geschont für die Spiele auf internationalem Parkett fehlten etwa Cristiano Ronaldo und Gianluigi Buffon auf Seiten Juves oder Edin Dzeko bei Rom.

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VOR 18 STUNDEN

Mit vielen Spielen aus den Reserveteams gelang dem bereits feststehenden Meister aus Turin aber der bessere Start. Eine kurz ausgeführte Ecke verlängerte Adrien Rabiot schon nach fünf Minuten auf Gonzalo Higuain, der zum 1:0 vollstreckte. Darauf ruhte sich die "Alte Dame" allerdings ein wenig aus.

Und so kam Rom nach 23 Minuten zum verdienten Ausgleich, hatten die Gäste doch mehr fürs Spiel getan. Auch hier war es eine Ecke, Nikola Kalinic traf per Kopf. Aus dem Spiel passierte auf beiden Seiten wenig, eine Ausnahme war ein Abschluss von Juve-Debütant Gianluca Frabotta, der knapp am langen Pfosten vorbeizischte (30.).

Auf der anderen Seite war es ebenfalls ein Neuling, der Zeichen setzte. Doch ein Abseitspfiff verhinderte den Traumeinstand von Riccardo Calafiori, der nach einer missglückten Abwehr von Wojciech Szczesny aus dem Rückraum traf. Doch kurz vor der Pause drehten die Gäste die Partie doch noch. Diego Perotti versenkte ein Elfmeter-Geschenk, nachdem Danilo Calafiori gefoult haben soll, was allerdings mehr als strittig war.

Mit ein wenig mehr Elan kam Juventus dann nach der Pause zurück auf den Rasen, Higuain hatte den ersten Abschluss nach ein paar Sekunden. Auf der anderen Seite war es aber einmal mehr der herausragende Nicolo Zaniolo, der zunächst noch nicht jubeln konnte, weil Szczesny den Kalinic-Schuss nach Traumpass über die Latte lenken konnte (50.). Zwei Minuten später vollendete dann Perotti ein Zaniolo besser und markierte mit dem bereits den Endstand.

Ein Pfostenschuss durch den eingewechselten Aaron Ramsey (59.) war alles, was Juve danach noch zustande brachte, ehe die Wechselorgie auch die letzten Reste des ohnehin nur spärlichen Spielflusses versanden ließ.

Die Stimmen:

Diego Perotti (Rom): "Jetzt können wir an Sevilla und die Europa League denken. Es werden heiße Rennen und wir wollen bis zum Ende dabei sein. Es wäre toll, die Trophäe nach Rom zu holen."

Paulo Fonseca (Trainer Rom): "Das Team hat ein gutes Spiel geliefert. Es war nicht einfach, das Spiel zu drehen. Unsere Aggressivität war ausschlaggebend."

Das fiel auf: Meister, aber …

Zwar kann Juventus die neunte Meisterschaft in Folge feiern, doch die Formkurve zeigt vor dem wichtigen Spiel in der Champions League nächste Woche gegen Lyon, das auch das Hinspiel mit 1:0 gewann, klar nach unten. 83 Punkte sind die schwächste Ausbeute seit 2010/11. Mehr als 43 Gegentore gab es in einer Saison zuletzt vor mehr als 60 Jahren. Allein die Schonung von Ronaldo erklärt das nicht. Bei der Niederlage in der Vorwoche war er noch dabei. Es hakt im Abwehrverbund, der nicht mehr die Sicherheit der vergangenen Jahre hat. Das zeigte sich auch gegen Rom. Viele Chancen hatte AS nicht, doch wurde es mal gefährlich, war meist auch nichts zu retten.

Der Tweet des Spiels:

Die Sterne vom Himmel schoss zwar auch die Roma nicht, aber die Spielanlagen wirkten durchaus gut. Und mehr war nicht nötig gegen Turin. Hätten die Hauptstädter nicht den Saisonbeginn verschlafen, wäre in der Liga mehr als Platz fünf drin gewesen. Doch in der Europa League hat das Team in dieser Verfassung durchaus gute Karten.

Die Statistik: 1

Juventus "verdudelt" sich im letzten Spiel der Saison eine Superserie. Die letzte Heimniederlage gab es zuvor im April 2018 gegen den SSC Neapel – damals mit Juves heutigen Trainer Sarri an der Linie. Dazu war Turin bis Samstag das einzige Team in den Top-Fünf-Ligen, das in dieser Saison kein Heimpflichtspiel verlor, auch nicht im internationalen Wettbewerb.

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