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Zukunft von Sami Khedira unter Andrea Pirlo bei Juventus Turin ungewiss
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Publiziert 09/08/2020 um 13:49 GMT+2 Uhr
Nach der Inthronisierung von Trainer Andrea Pirlo bei Juventus Turin ist die Zukunft von Rio-Weltmeister Sami Khedira beim italienischen Meister ungewiss. Der Klub will sich unter neuer sportlicher Leitung nach Medienberichten verjüngen und von mehreren "Senatoren" trennen, die bei den Bianconeri millionenschwere Gehälter beziehen, in der vergangenen Saison aber unter den Erwartungen blieben.
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Zu diesen älteren Spielern zählt wohl auch der 33-jährige Khedira, dessen Vertrag im kommenden Jahr ausläuft.
Juventus, das am Freitag im Achtelfinale der Champions League gegen Olympique Lyon ausgeschieden war, könne sich eine Vertragsverlängerung mit dem Rio-Weltmeister bei einem Jahresgehalt von sechs Millionen Euro ohnehin nicht mehr leisten, kommentierte Corriere dello Sport. Der Ex-Stuttgarter hatte zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und nur 18 Pflichtspiele absolviert.
Auch andere Stars müssen zittern
"Seit Dezember war für mich persönlich alles frustrierend", schrieb Khedira kürzlich auf Instagram: "Ich hätte mir mehr von mir selbst erwartet. Doch jedesmal wenn man stürzt, muss man wieder aufstehen. Das ist mein Verhalten seit 14 Jahren, in denen ich 20 Titel in Europas besten Ligen erobert habe."
Khedira ist nicht der einzige Star, der um seine Zukunft in Turin bangen muss. Die Alte Dame denkt auch an eine Trennung vom argentinischen Stürmer Gonzalo Higuain sowie vom Franzosen Blaise Matuidi, dem laut Medien ein Vertrag in Lyon winkt. Auf der Liste der Fußballer, die sich bald von Turin verabschieden könnten, zählt angeblich auch der 26-jährige Nationalspieler Federico Bernardeschi.
"Revolutionärer Schritt" von Juve
Der Schritt, Pirlo als Chefcoach einzusetzen, kommt überraschend: Für den 41-jährigen Pirlo ist es der erste Trainerposten bei einer Profimannschaft, der Weltmeister von 2006 war erst vor wenigen Tagen als neuer U23-Coach der Turiner vorgestellt worden. Der 116-malige Nationalspieler stand zwischen 2011 und 2015 bei den Bianconeri als Spieler unter Vertrag und holte in dieser Zeit viermal den Meistertitel. Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.
"Juve wagt einen revolutionären Schritt, der sehr unitalienisch, eventuell spanisch ist", kommentierte der "Corriere dello Sport". Pirlos Beförderung ist selbst für die erfahrenen Juve-Stars, die noch mit Pirlo gespielt hatten, eine Überraschung. "Muss ich dich jetzt also Mister nennen!?", fragte Torwart Gianluigi Buffon bei Instagram. Die beiden hatten jahrelang zusammen bei Juve und in der Nationalmannschaft zusammengespielt.
Pirlos Vorgänger Sarri hatte mit Turin zwar den Meistertitel geholt, den anvisierten und als Ziel vorgegebenen Triumph in der Königsklasse verpasste er jedoch klar. Er wurde daraufhin am Samstagmittag nach nur einer Saison im Amt entlassen.
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(SID)
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