Sowohl Juventus Turin als auch Atalanta Bergamo durften sich in der letzten Woche über den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale freuen. In der Liga hinken beide Teams aber etwas den Erwartungen hinterher.

Umso wegweisender war die Partie zwischen dem amtierenden Meister und dem Vorjahresdritten der Serie A. Beide Mannschaften versteckten sich nicht und attackierten das gegnerische Aufbauspiel früh. Das führte zu einigen Ballgewinnen in Tornähe, die wiederum in die ersten Chancen mündeten.

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Einen Schuss von Matteo Pessina konnte Wojciech Szczesny problemlos entschärfen (4.), auf der anderen Seite schoss Cristiano Ronaldo in Rücklage über das Tor (5.).

In der 12. Minute vergab Alváro Morata die Riesenchance auf die Führung. Nach einem Steilpass lief der am Rande des Abseits lauernde Spanier unbedrängt auf das gegnerische Tor zu, spielte dann aber nochmal einen Querpass auf Ronaldo. Der Pass war aber unsauber in den Rücken des Portugiesen gespielt, sodass dieser den Ball nicht richtig traf. Die Kugel kam erneut zu Morata zurück, der eigentlich Zeit für die Drehung hatte, den Ball aber mit der Hacke über die Linie befördern wollte und so das Tor verfehlte.

Deutlich besser machte es dann etwas später Teamkollege Federico Chiesa. Nach einer hohen Balleroberung dribbelte der 23-Jährige kurz an und schlenzte den Ball dann aus 18 Metern perfekt ins Eck zur 1:0-Führung (29.).

Daraufhin erhöhte Atalanta merklich den Druck und ließ Juve kaum noch Zeit zum Verschnaufen. Duvan Zapata hatte die beste Chance auf den Ausgleich. Sein Schuss prallte von der Innenseite von Szczesnys Oberschenkel als Aufsetzer oben auf das Tornetz (32.).

Zapatas Teamkollege Ruslan Malinovskyi versuchte es noch per Flachschuss (38.) und per Freistoß (41.), hatte in beiden Fällen aber keinen Erfolg.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten aber die Gastgeber. Weston McKennie spielte einen tollen Pass auf Morata, der aus spitzem Winkel Atalantas Torwart Pierluigi ins Gesicht schoss. Der Keeper blieb benommen liegen und Schiedsrichter Daniele Doveri unterbrach die Partie, kurz bevor Chiesa den Ball über die Linie brachte (48.). Die Proteste der Juve-Spieler hielten sich aber aufgrund der Verletzung in Grenzen.

Stattdessen fiel aber auf der anderen Seite der 1:1-Ausgleich (57.). Remo Freuler eroberte den Ball in der Nähe des gegnerischen Tores und fackelte aus 20 Metern nicht lange. Der Ball schlug von der Unterkante der Latte im Tor ein.

Doch nur wenige Minuten später hatte Juve die Riesenchance auf die erneute Führung. Chiesa kam im Zweikampf mit Hans Hateboer im Strafraum zu Fall, Doveri zeigte auf den Punkt (60.) - eine harte Entscheidung. Ronaldo übernahm die Verantwortung, doch Gollini hielt den schwach geschossenen Strafstoß fest (60.).

Nur wenig später war der Keeper erneut zur Stelle und parierte einen Schuss von Morata aus dem Fallen mit einer Hand glänzend (63.). Zum Ende der Partie hin schwanden bei beiden Mannschaften in dieser sehr intensiv geführten Partie etwas die Kräfte.

Papu Gomez (82.) und Ronaldo (86.) versuchten es jeweils nochmal aus der Distanz - letztlich ohne Erfolg. So blieb es beim verdienten Unentschieden, das beiden Mannschaften nur bedingt weiterhilft. Zwar bleibt Juve in der Liga weiter ohne Niederlage, die Bianconeri müssen aber befürchten, dass der Abstand auf die Spitze wieder anwächst.

Der Tweet zum Spiel:

Schiedsrichter Daniele Doveri hätte bei seinem Elfmeterpfiff in der 60. Minute durchaus anders entscheiden können, eine komplette Fehlentscheidung war der Strafstoß aber nicht. Vielleicht hatte der Fußballgott zum Ausgleich bei Ronaldos Ausführung die Finger im Spiel.

Das fiel auf: Gefahr aus der Distanz

Beide Mannschaften hatten in dieser offensiv geführten Partie gleich eine Reihe guter Chancen. Morata scheiterte gleich dreifach aus guter Position, Ronaldo vergab vom Elfmeterpunkt. Auf der anderen Seite hatte auch Zapata vom Eck des Fünfmeterraums kein Glück. Wenn die Abschlüsse aus kurzer Distanz nicht ausreichen, müssen eben die aus größerer Entfernung herhalten. Beide Treffer wurden von außerhalb des Strafraums erzielt und das sogar höchst sehenswert.

Die Statistik: 3

In der Anfangsphase nahm Federico Chiesa nur kaum am Spiel teil. Fast alles lief bei Juve über die rechte Seite oder durch das Zentrum. Dann aber meldete sich der Italiener in der Partie an - und zwar so richtig. In der 29. Minute startete er ein Dribbling an der Strafraumkante entlang, zog ab und beförderte den Ball sehenswert in den linken Winkel des Tores. Es war gerade einmal Chiesas dritter Ballkontakt.

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