Der Sportrichter der italienischen Fußball-Liga erkannte das Argument der "höheren Gewalt" nicht als Grund für das Fernbleiben von Neapel an. Dies wird mit Sicherheit ein juristisches Nachspiel haben. Die Neapolitaner hatten bereits vor dem Richterspruch für den Fall einer Niederlage am grünen Tisch rechtliche Schritte angekündigt.

Vor der für den 4. Oktober angesetzten Begegnung waren zwei Spieler aus dem Kader des zweimaligen Meisters positiv auf COVID-19 getestet worden. Die lokalen Gesundheitsbehörden hätten dem Klub die Abfahrt nach Turin verboten, argumentierte SSC-Chef Aurelio De Laurentiis damals. Entsprechend beantragte der Pokalsieger eine Verschiebung, scheiterte damit allerdings.

Bundesliga
Costa fast gar nix: Bayerns Coup mit Douglas
13/10/2020 AM 16:45

Die Liga bestand auf eine Austragung und verwies auf die Statuten. Laut den Protokollen dürfen Spiele erst verlegt werden, wenn einem Klub nach COVID-19-Erkrankungen weniger als 13 Profis zur Verfügung stehen oder zehn Corona-Fälle in einer Woche auftreten.

Juve-Spieler erschienen trotzdem

Die Juve-Profis waren trotz des Wissens um die Nicht-Anreise des Gegners im Stadion erschienen, auch die Aufstellung wurde verkündet. Nach 45 Minuten meldete der Schiedsrichter, dass die Neapel-Spieler nicht eingetroffen seien.

Juves Klubchef Andrea Agnelli warf dem SSC Neapel "illoyales Verhalten" vor. "De Laurentiis hat mich um die Verschiebung des Spiels gebeten, doch die Regeln sind klar: Wer beim Spiel nicht anwesend ist, muss mit Strafen rechnen", äußerte Agnelli. Es sei wichtig, sich an die Protokolle zu halten und die Meisterschaft weiterzuführen.

Das könnte Dich auch interessieren: Tipp von der Legende: Scholes rät ManUnited zu Haaland statt Sancho

(SID)

Reporter macht Götzes Frau Avancen - der regiert cool

Fußball
Kohler exklusiv: "Maradona war sensationell in der Kabine"
VOR EINER STUNDE
Serie A
Legende Diego Maradona: Wie er in Neapel zu Gott wurde
VOR 10 STUNDEN