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Paul Pogba drohen in Doping-Affäre bei Juve vier Jahre Sperre - Beispiele Pep Guardiola, Edgar Davids machen "Hoffnung"
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Publiziert 12/09/2023 um 11:03 GMT+2 Uhr
Der Schock in Turin sitzt tief: Paul Poga ist am Montag aufgrund eines positiven Dopingtests vorläufig gesperrt worden. Dem französischen Nationalspieler wurde ein erhöhter Wert von Testosteron nachgewiesen. Auch wenn die Öffnung der B-Probe noch für Klarheit sorgen soll, stehen die möglichen Strafmaße bereits jetzt fest. Beispiele wie Pep Guardiola und Edgar Davids machen Pogba jedoch Hoffnung.
Paul Pogba
Fotocredit: Getty Images
Am 1. Spieltag der Serie A 2023/24 gastierte Juventus Turin bei Udinese Calcio, eröffnete die neue Spielzeit mit einem souveränen 3:0-Sieg über den friulischen Herausforderer.
Paul Pogba verbrachte an jenem 20. August die gesamten 90 Minuten auf der Bank - doch selbst dieser für ihn ereignislose Sonntagabend sollte noch fatale Folgen mit sich bringen. Rund drei Wochen später platzte nämlich die Bombe: Pogba wurde positiv getestet!
Dem 30-Jährigen wurde ein über den Grenzwert erhöhter Wert von Testosteron nachgewiesen, umgehend wurde eine vorläufige Sperre gegen ihn verhängt. Ein Statement seiner Beraterin Rafaela Pimenta ließ nicht lange auf sich warten: "Wir warten die Öffnung der B-Probe ab, bislang kann man noch kein Urteil fällen. Sicher ist, dass Paul Pogba niemals die Regeln brechen wollte."
Trotz des Prinzips der Unschuldsvermutung ist aber bereits jetzt klar: Aus dem Doping-Schock könnte für Pogba schon bald ein Albtraum werden.
Pogba drohen vier Jahre Sperre
Immerhin droht dem Weltmeister von 2018 eine Sperre von bis zu vier Jahren - angesichts seines Alters womöglich mit einem vorzeitigen Karriereende gleichzusetzen.
Sollte Pogba jedoch im Falle einer positiven B-Probe gelingen, eine unabsichtliche Einnahme nachzuweisen, könnte die Sperre auf bis zu drei Monate reduziert werden.
Zum aktuellen Zeitpunkt stehen viele verschiedene Szenarien im Raum. Der italienische Sportmediziner und Endokrinologe Paolo Montera schließt dabei einen Fehler während der Behandlung von Pogbas langwieriger Verletzung aus. "Die Ärzte müssen heutzutage besonders aufpassen", erklärte er im Interview mit dem "Corriere dello Sport". "Es kann jedoch vorkommen, dass es ein Athlet irgendwie von sich aus zu sich nimmt."
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Paul Pogba nach positivem Dopingtest vorläufig gesperrt
Fotocredit: Getty Images
Guardiola, Davids, Palomino: Diese Fälle machen Pogba "Hoffnung"
Auch wenn prominente Dopingfälle im Profifußball eher eine Seltenheit sind, gibt es auch in der Serie A einige Beispiele, die besonders Pogba in seiner aktuellen Situation zumindest ein bisschen Hoffnung schenken dürften. Denn so viel steht fest: Selbst wenn der Franzose seine Unschuld beweisen kann, gehen ihm bis zum Abschluss der gesamten Prozedur Wochen - wenn nicht sogar Monate - auf dem Rasen verloren.
Das jüngste Beispiel dafür ist der argentinische Verteidiger José Luis Palomino. Dem 33-Jährigen, seit 2017 im Dienste von Atalanta Bergamo, wurde im Juli 2022 ebenso ein positiver Dopingtest zum Verhängnis. Wie Pogba wurde auch der Argentinier umgehend vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Drei Monate später wurde Palomino jedoch freigesprochen, nachdem er glaubwürdig geltend machen konnte, dass er nur durch Zufall mit dem anabolen Steroid Clostebol in Kontakt gekommen sei.
Weitaus prominenter dürfte das Beispiel Pep Guardiola sein. Zwischen Dezember 2001 und März 2002 war der heutige Trainer von Manchester City nach einem positiven Test auf das anabole Steroid Nandrolon für insgesamt vier Monate gesperrt - obwohl die Staatsanwaltschaft dem damaligen Spieler von Brescia glaubte, dass er nichts von der Einnahme der Substanz wusste.
Kurioserweise wurde dem ehemaligen Juve-Star Edgar Davids vor 22 Jahren ebenso nach einer Partie zwischen Juventus und Udinese eine abgewandelte Form von Testosteron nachgewiesen. Anfangs wurde der Niederländer für fünf Monate ausgeschlossen, später wurde seine Sperre auf vier Monate reduziert.
Wie die Fälle zeigen, droht Pogba auch im Falle seiner Unschuld eine Sperre von einigen Monaten, die vor allem auf den anstehenden Prozess der Wahrheitsfindung zurückzuführen ist.
Kann Juventus Pogbas Vertrag auflösen?
Juventus hat sich bislang nur mittels eines kurzen Statements zur Situation hinsichtlich Pogba geäußert. Der italienische Rekordmeister "behält sich das Recht vor, die nächsten Verfahrensschritte zu prüfen".
Wie die "Gazzetta dello Sport" ausführt, dürfte sich der Klub angesichts der langen Behandlungszeit Pogbas im Klaren sein, welche Medikamente dem Franzosen verabreicht wurden, "kann sich aber nicht sicher sein, ob es einen Eingriff von außen gab". Daher wolle man bei Juve zunächst Klarheit schaffen, bevor ein Statement womöglich zugunsten von Pogba abgegeben wird.
Bereits während der Suspendierung hat die Alte Dame übrigens das Recht, das Gehalt des betroffenen Spielers auszusetzen. Sollte Pogba tatsächlich wissentliches Doping nachgewiesen werden, wäre auch eine Auflösung des Vertrages zwischen dem Mittelfeld-Star und Juventus möglich.
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