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Brasilien: Comeback nach Horrormord, Bruno Fernandes sorgt für Eklat

Comeback nach Horror-Mord: Bruno sorgt für Eklat
Von SID

14/03/2017 um 11:52Aktualisiert 14/03/2017 um 11:55

Die Verpflichtung des wegen Mordes an seiner Ex-Lebensgefährtin zu 22 Jahren Haft verurteilten Torhüters Bruno Fernandes hat dem brasilianischen Fußball-Zweitligisten Boa Esporte Clube viel Kritik und die Flucht wichtiger Sponsoren eingebrockt. Die für Dienstag angekündigten Präsentation des 32-Jährigen löste am Montag eine Protestwelle im Internet aus.

Nach drei kleineren Unternehmen lösten auch Hauptsponsor (Grupo Gois&Silva) sowie der Trikotausrüster (Kanxa) die Verträge auf.

Der Klub, dessen Homepage am Sonntag mit Informationen über Gewalt gegen Frauen gehackt worden war, verteidigte in einer offiziellen Stellungnahme seine Entscheidung und gab zu bedenken, dass man einem "Kriminellen, der freigelassen wurde", die Wiedereingliederung in die Gesellschaft gewährleisten müsse.

Die Haft von Bruno war am 24. Februar nach bereits verbüßten sechs Jahren und sieben Monaten auf Beschluss des Obersten Bundesgerichtshofes ausgesetzt worden, weil sich die Neuverhandlung über die gesetzlich festgelegten Fristen hinaus verzögert.

Bruno derweil scheint seine Taten nur wenig zu bereuen, wie er in einem Interview nach seiner Freilassung deutlich machte. "Egal wie lange ich nun im Gefängnis war, eine lebenslange Strafe hätte sie auch nicht wieder lebendig gemacht", erklärte er gegenüber Globo:

"Ich habe einiges an Lehrgeld bezahlt, es war nicht einfach. Aber diese Erfahrung wird mit weiterhelfen, ich sehe das nicht als Strafe, sondern als lehrreiche Erfahrung."

Bruno, der 2009 mit CR Flamengo aus Rio de Janeiro die brasilianische Meisterschaft gewonnen hatte, war nach dem mysteriösen Verschwinden des Models Eliza Samudio im Juni 2010 als Auftraggeber der Tat schnell in Verdacht geraten, weil er die Vaterschaft des gemeinsamen Sohnes angeblich vertuschen wollte. Obwohl die Leiche seiner Ex-Freundin bis heute nicht gefunden wurde, war er im März 2013 in erster Instanz zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Einspruch wurde bis heute nicht verhandelt.

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