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The Emirates FA Cup

Traumtor von Aubameyang: Arsenal gewinnt FA Cup

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Pierre-Emerick Aubameyang (FC Arsenal) trifft zum 2:1 gegen den FC Chelsea

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Forstner
01/08/2020 Am 18:35 | Update 01/08/2020 Am 20:07

Der FC Arsenal hat den englischen FA Cup gewonnen. Im Finale im Wembley-Stadion gab es für die "Gunners" einen 2:1 (1:1)-Sieg in einem heiß umkämpften Finale gegen den FC Chelsea. Es war ein Samstagabend, der von ehemaligen BVB-Stars dominiert wurde. Christian Pulisic brachte die Blues früh in Führung (5.), doch Pierre-Emerick Aubameyang drehte mit zwei Treffern den Spieß um (28., Elfmeter; 67.).

So lief das Spiel:

Der FC Chelsea erwischte den besseren Start und ging bereits in der fünften Minute in Führung. Christian Pulisic trieb den Ball in zentraler Position voran und legte nach links zu Mason Mount. Dieser passte flach in den Strafraum, wo Olivier Giroud gegen seinen Ex-Verein per One-Touch auf Pulisic querlegte. Der US-Amerikaner traf aus sechs Metern zum 1:0.

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Im Anschluss kontrollierte die Elf von Frank Lampard zunächst das Geschehen. Nach der ersten Trinkpause wurden die Gunners aber aktiver und glichen aus. Pierre-Emerick Aubameyang wurde in der 26. Minute von César Azpilicueta in der linken Strafraumhälfte zu Boden gedrückt. Referee Anthony Taylor entschied zu Recht auf Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und schoss halbhoch ins rechte Eck. Blues-Keeper Willy Caballero hechtete auf die andere Seite und konnte den Einschlag zum 1:1 nicht verhindern (28.).

Arsenal bot eine Leistungssteigerung, verdiente sich den Ausgleich und war in der restlichen Spielzeit der ersten Halbzeit das bessere Team, ohne sich dabei jedoch mit dem Führungstreffer zu belohnen.

Wie bereits zu Beginn des ersten Durchgangs startete Chelsea auch nach dem Seitenwechsel besser. Nennenswerte Torchancen waren im zweiten Abschnitt aber Mangelware. Nach knapp einer Stunde neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld. Lediglich ein Schuss wurde auf einen der beiden Tore abgefeuert - und der landete auch darin.

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Dani Ceballos bediente in der 67. Minute Héctor Bellerín, der aus der eigenen Hälfte einen Sololauf startete und im Anschluss mit dem eingewechselten Andreas Christensen zusammenprallte. Der Ball landete bei Nicolas Pépé, der nach links zu Aubameyang legte. Dieser tanzte Kurt Zouma im Strafraum aus und lupfte halbhoch zum 2:1 an Caballero vorbei ins Tor. Die Führung für die Gunners!

Sechs Minuten später musste Chelseas Mateo Kovačić runter, da der bereits gelbverwarnte Kroate Granit Xhaka foulte und dafür mit Gelb-Rot bestraft wurde.

Nach Aubameyangs Führungstreffer schaffte es Chelsea nicht, eine passende Antwort zu finden. Der FC Arsenal hatte alles unter Kontrolle, ließ in der Schlussphase kaum gegnerische Offensivaktionen zu und ging in Überzahl verdient als Sieger vom Platz.

Die in Englands höchster Spielklasse achtplatzierten Nordlondoner verpassten in der Liga die internationalen Ränge, durch den Pokaltriumph zogen sie allerdings doch noch in die Europa League ein.

Die Stimmen:

Pierre-Emerick Aubameyang (FC Arsenal): "Ich denke, alle haben heute ihr Bestes gegeben und wir haben es verdient. Die Reise war lang, aber heute haben wir sie genossen."

Frank Lampard (FC Chelsea): "Chelsea kann sich in Bezug auf den Fußball nur selbst die Schuld geben. Vieles von dem, was heute passiert ist, ist unsere Schuld. Wir haben nicht gut genug gespielt, um ein Finale zu gewinnen."

Der Tweet zum Spiel:

Arsenal und Chelsea trafen zum dritten Mal im Endspiel des FA Cups aufeinander - alle Partien entschieden die Gunners für sich (2002, 2017, 2020). Es gibt kein Final-Duell zwischen zwei Vereinen, das in diesem Wettbewerb öfter ausgetragen wurde. Wiederholungspartien sind in dieser Statistik nicht berücksichtigt.

Das fiel auf: Ein besonderes Spiel für Auba

Ob Arsenals Topscorer Aubameyang auch in der nächsten Saison noch im Arsenal-Dress auflaufen wird, scheint ungewiss. Der Ausgang dieser Partie könnte eine große Rolle dabei spielen. Neben der Frage, wo Auba in der nächsten Spielzeit stürmen wird, gab es einige Besonderheiten im Spiel des ehemaligen BVB-Knipsers. Er wurde er zum ersten afrikanischen Spieler, der im FA-Cup-Finale eine Mannschaft als Kapitän anführte. Außerdem wurde er zum ältesten Arsenal-Akteur seit 1932, der in einem Endspiel dieses Wettbewerbs traf. Der Gabuner schoss seit seinem Arsenal-Pflichtspieldebüt (Februar 2018) wettbewerbsübergreifend 70 Tore - kein Premier-League-Spieler netzte in diesem Zeitraum öfter. Mit dem Treffer zum 1:1 zog er in dieser Statistik an Liverpools Mohamed Salah (68) vorbei.

Die Statistik: 1

Mikel Arteta gewann den FA Cup mit dem FC Arsenal als Kapitän sowie als Coach. Dies gelang zuvor noch keinem Gunner. Es war zudem der erste Titel, den der 38-jährige Spanier als Cheftrainer einfuhr.

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