In der 3. Runde des FA Cup kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Premier-League-Traditionsklubs Manchester United und Aston Villa. Die Red Devils, die seit kurzem von Ralf Rangnick trainiert werden, mussten verletzungsbedingt auf Starstürmer Cristiano Ronaldo verzichten. Beide Teams schwächelten zuletzt in der Liga, daher stand ein Weiterkommen im Pokalwettbewerb für beide Kontrahenten ganz oben auf der Liste.
Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, dessen erstes Highlight nicht lange auf sich warten ließ. Bereits in der 8. Minute war Scott McTominay zur Stelle und verwandelte eine Hereingabe von Fred per Kopf zum 1:0. Aston Villa reagierte mit Wut im Bauch und kam zu einigen guten Möglichkeiten. Ollie Watkins scheiterte jedoch an seiner Reaktionszeit (11.) und auch Emiliano Buendia sowie John McGinn konnten den starken David de Gea nicht überwinden (22. Und 27.).
Auf der Gegenseite sorgte Ronaldo-Ersatz Edinson Cavani für Gefahr, doch auch seinen Abschluss konnte der Keeper gerade noch parieren (28.). Die Defensive beider Teams präsentierte sich alles andere als sattelfest, Victor Lindelöf leistete sich einen Aussetzer im Zweikampf gegen Ollie Watkins, der im Anschluss aber mit viel Pech an der Querlatte scheiterte (30.).
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Die Halbzeitansprache von Villa-Coach Steven Gerrard schien gefruchtet zu haben, denn das Team aus Birmingham kam mit druckvollem Offensivspiel aus der Kabine. Kurz darauf erzielte Danny Ings nach einer Freistoßhereingabe das vermeintliche 1:1, doch es folgte eine minutenlange Diskussion von Referee Michael Oliver mit dem Videoassistenten. Schließlich erkannte der Referee ein Offensivfoul an Cavani sowie eine hauchdünne Abseitsposition, der Treffer zählte nicht – eine vertretbare, aber sehr unglückliche Entscheidung aus Sicht der Villans.
In der Folge entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel, in dem Michael Oliver ein ums andere Mal zur Gelben Karte greifen musste, um die Gemüter der Kontrahenten in Schach zu halten. In der Schlussphase gelang es Manchester United, die Kontrolle über das Spiel zurückzuerlangen. Es ergaben sich einige Kontermöglichkeiten, aber Mason Greenwood verspielte leichtfertig ein 2:0, in dem er zu eigensinnig abschloss (75.). Aston Villa fehlte am Ende die Durchschlagskraft und so jubeln die Red Devils auf der Gegenseite über einen etwas glücklichen 1:0-Arbeitssieg und den Einzug in die nächste Runde des FA Cup.

Die Stimmen:

Ralf Rangnick (Trainer Manchester United): "Wir haben heute kein perfektes Spiel gezeigt. Es gibt vieles, das wir in Zukunft verbessern müssen, aber es war wichtig ohne Gegentor zu bleiben und zu sehen, dass die Mannschaft sich durch Teamwork den Sieg erkämpft hat. Dieses 1:0 wird uns den Rücken stärken."
Steven Gerrard (Trainer Aston Villa): "Wir müssen die Entscheidung des VAR akzeptieren, auch wenn sie hart ist - da werden ganze dreieinhalb Minuten lang zwei oder drei Situationen geprüft. Aber wir können diese Niederlage jetzt nicht auf unser Pech oder den Schiedsrichter schieben, das bringt uns nicht weiter."

Der Tweet zum Spiel:

Scott McTominay steigt am höchsten und erzielt früh im Spiel das goldene Kopfballtor, das Manchester United in die nächste Runde bringt.

Das fiel auf: Der lange Videobeweis

Fast vier Minute brauchte Referee Michael Oliver, um mit Hilfe der Videoassistenten zu einer Entscheidung um den nicht gegebenen Ausgleichstreffer zu kommen. Am Ende lag er wohl richtig, ein bitterer Moment für Aston Villa.

Die Statistik: 65

Seit 65 Jahren konnte Aston Villa im FA Cup nun nicht mehr gegen Manchester United gewinnen, zuletzt gelang das im Finale von 1957.
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