Thomas Tuchel reagiert nach Niederlage gereizt auf Kane-Frage: "Warum sollte Argentinien nicht auf Messi setzen?"
VonNiklas Bien
Update 01/04/2026 um 11:47 GMT+2 Uhr
Die englische Nationalmannschaft wartet im WM-Jahr nach dem zweiten Test auf ihr erstes Erfolgserlebnis. Ohne den verletzten Harry Kane verloren die "Three Lions" im Wembley Stadium gegen Japan mit 0:1. Das Team von Thomas Tuchel wurde nach dem Spiel mit Pfiffen belegt. Der Deutsche war auf der Pressekonferenz sichtlich genervt – vor allem bei der Frage, ob sein Team zu sehr von Kane abhängig sei.
Tuchel nach England-Pleite: "Ohne Kane sind wir nicht so gefährlich"
Quelle: Perform
Offensiv war von England, immerhin einem der Favoriten im kommenden Sommer, wenig zu sehen. In Durchgang eins gab der Vize-Europameister keinen einzigen Torschuss ab, Japan nutzte eine Unaufmerksamkeit in der 23. Minute zum ersten und einzigen Tor des Abends.
Spürt England ohne Kane also die Folgen eines Spielsystems, das auf den Stürmerstar des FC Bayern ausgelegt ist?
"Nun warum sollte Argentinien nicht auf Messi setzen und Portugal nicht auf Cristiano Ronaldo?", fragte ein leicht gereizter Tuchel, der neben Kane unter anderem auch auf Declan Rice und Bukayo Saka verzichten musste.
"Das ist völlig normal. Bei uns haben wichtige Spieler das Camp verlassen, und das haben wir ein bisschen gemerkt. Uns fehlte die Durchschlagskraft", erklärt der Deutsche weiter.
Tuchel hat Arbeit vor sich
Am Freitag war die englische Auswahl nicht über ein 1:1 gegen Uruguay hinausgekommen, gegen Japan setzte es nun die erste Niederlage gegen ein asiatisches Team in der Geschichte der "Three Lions".
Das englische Publikum quittierte das mit Pfiffen. Tuchel sah derweil, dass seine Mannschaft von Japan für "eine Kleinigkeit" bestraft worden war. "Wir müssen das in die richtige Perspektive rücken, es ist nicht das Ende der Welt", betonte der ehemalige Bayern-Coach.
Etwas mehr als zwei Monate vor Englands WM-Auftakt gegen Kroatien stehen für Tuchel einige Baustellen auf der Agenda.
Die wichtigste, so scheint es, hängt nur am Rande von ihm ab: Für die Offensive braucht es Superstar Kane. Um das deutlich zu machen, bemüht der 52-Jährige sogar den Messi- und Ronaldo-Vergleich.
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