Paris Saint-Germain gewinnt Supercup souverän: Lionel Messi, Neymar und Sergio Ramos treffen für PSG

Paris Saint-Germain hat den französischen Supercup gewonnen. Der amtierende Meister bezwang Pokalsieger FC Nantes souverän 4:0 (2:0). Lionel Messi eröffnete den Torreigen (22.), ehe Neymar kurz vor der Pause nachlegte (45.+5). Nach dem Seitenwechsel traf Sergio Ramos (57.), abermals Neymar setzte schließlich per Strafstoß den Schlusspunkt (82.).

Lionel Messi, Sergio Ramos und Neymar (v.l.n.r.)

Fotocredit: Getty Images

Der Favorit aus der Hauptstadt bestimmte die Anfangsviertelstunde und vergab dabei gute Möglichkeiten auf den Führungstreffer. Wie zum Beispiel durch Marquinhos, der in der fünften Minute nach einem Eckball per Kopf am Querbalken scheiterte.
Als der erste gegnerische Druck überstanden war, tauten die Kanarienvögel so richtig auf. In ihrer kurzen Drangphase kassierten sie allerdings das 0:1. Lionel Messi drang in der 22. Minute nach einem entscheidend abgefälschten Steckpass von Neymar in die rechte Strafraumhälfte ein. Dort umkurvte er Keeper Alban Lafont und traf aus drei Metern zum 1:0.
Nach dem Gegentreffer tauchte Nantes zunächst lange nicht erwähnenswert in der Offensive auf. Die Pariser drückten nach vorne, zwingende Torchancen erarbeiteten sie sich bis kurz vor dem Halbzeitpfiff aber nur noch selten. In der Nachspielzeit erhöhte Neymar dank eines sehenswert verwandelten Freistoßes aus etwa 23 Metern auf 2:0 (45.+5).
Nantes sah nach der Pause kein Land. PSG dominierte das Geschehen und stellte leistungsgerecht auf 3:0. Messi servierte in der 57. Minute mit einer hoch hereingegeben Ecke von links. Nicolas Pallois köpfte aus der Box, die Gefahr war aber noch nicht gebannt. Marco Verratti hob den Ball in die linke Strafraumhälfte, wo Pablo Sarabia auf Sergio Ramos querlegte. Dieser netzte aus geringer Entfernung mit der Hacke. Damit war die Messe gelesen.
Danach folgte eine Phase mit wenig Spielfluss, da die Trainer munter tauschten, eine Unterbrechung wegen eines Zusammenpralls folgte und die zweite Trinkpause eingeführt wurde. So brach nach relativ ereignisarmen Minuten die Schlussviertelstunde an.
In dieser drückte der Meister auf das 4:0, das ihm in der 82. Minute auch gelang. Neymar komplettierte seinen Doppelpack, indem er erneut einen Standard verwandelte, den er selbst herausholte. Seinem Elfmetertreffer ging wie bereits vor seinem Freistoßtor ein Foulspiel von Jean-Charles Castelletto voraus. Dieser riss ihn im Strafraum zu Boden, wofür er mit der Roten Karte bestraft wurde (81.).
Es blieb beim 4:0, womit Paris Saint-Germain den ersten Titel in der neuen Saison klarmachte und zum neunten Mal in den vergangenen zehn Jahren den französischen Supercup gewann.

Die Stimmen:

Sergio Ramos (Paris Saint-Germain): "Das (die Dreierkette, Anm. d. Red.) ist ein neues System. Wir müssen mit Marqui (Marquinhos, Anm. d. Red.) und (Presnel, Anm. d. Red.) Kimpembe arbeiten. Wir werden weiter an den Bewegungen, dem Timing und der Tiefe arbeiten. Es ist ein solides System."
Neymar (Paris Saint-Germain): "Wenn es uns dreien (Kylian Mbappé, Messi, Neymar, Anm. d. Red.) gut geht, geht es auch der Mannschaft gut."
Evann Guessand (FC Nantes): "Ihr Sieg ist verdient. Technisch waren sie eine Klasse besser."

Der Tweet zum Spiel:

Neymars frecher Torjubel ging vermutlich in Richtung Castelletto, der den Brasilianer kurz zuvor abräumte und damit den zum 2:0 verwandelten Freistoß verursachte.

Das fiel auf: Erste Standortbestimmung

Christophe Galtier übernahm den PSG-Cheftrainerposten von Mauricio Pochettino. Die Hauptstädter gewannen zwar all ihre vier Testspiele unter ihrem neuen Übungsleiter. Allerdings handelt es sich dabei um einen Erfolg über einen französischen Zweitligisten sowie drei Siege gegen Klubs aus der japanischen J1 League, deren Niveau - bei allem Respekt - deutlich niedriger als in der Ligue 1 ist. So stand Galtier vor seinem ersten Härtetest, bei dem er auf den gesperrten Superstar Kylian Mbappé verzichten musste. In Abwesenheit des wertvollsten Pariser Akteurs glänzte in Halbzeit eins vor allem Messi, der vor Spielfreude sprühte und der Partie seinen Stempel aufdrückte. Im zweiten Durchgang überragte Neymar. Zwar überzeugte der amtierende Meister offensiv, allerdings wurden vor der Pause auch die Pariser Schwächen in der Defensive offenbart.

Die Statistik: 32

Messi absolvierte sein 32. (!) Pokalfinale. Dabei gelang ihm sein 32. Treffer in einem Cup-Endspiel. Ein ganz ordentlicher Schnitt.
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Quelle: Perform

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