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U21-EM: Alexander Nübel patzt im Finale gegen Spanien, leitet Pleite ein
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Publiziert 01/07/2019 um 12:55 GMT+2 Uhr
Für Alexander Nübel war das Finale gegen Spanien nicht das Ende der U21-EM, das er sich vorgestellt hat: Ausgerechnet im Endspiel patzte der 22-Jährige und leitete damit den Sieg des Gegners ein. Von seinem Trainer Stefan Kuntz bekommt er dennoch den Rücken gestärkt. Nübels Zukunft ist nach der EM unklar: Der Schalker Torhüter wird immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht.
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Am Ende einer ganz starken U21-EM patzte der Torwart im entscheidenden Moment böse. Erinnerungen an Oliver Kahn und die WM 2002 wurden wach, als der Titan auf den Tag genau vor 17 Jahren im Finale gegen Brasilien in Yokohama (0:2) ungewohnte Schwächen offenbarte.
"Als Torhüter ist man versucht, sich alleine die Schuld zu geben. Er hätte den Ball sicherlich festhalten können. Aber letzten Endes sind wir auch wegen Alex ins Finale gekommen", sagte Trainer Stefan Kuntz über jene Szene, die das Finale wohl entschied. Gerade als das DFB-Team auf den Ausgleich drängte, ließ Nübel einen Schuss von Fabian Ruiz nach vorne abprallen. Dani Olmo (69.) bedankte sich und schob zum 2:0 ein.
Nübel verhindert Niederlagen mit Glanzparaden
Nübel weinte nach dem Schlusspfiff bittere Tränen, nach der Umarmung mit seinem Vater verschwand er als erster deutscher Spieler im Mannschaftsbus - ohne ein Wort gesagt zu haben. Das übernahmen die Teamkollegen. "Alex hat ein Weltklasse-Turnier gespielt", sagte Nadiem Amiri, und auch Torjäger Luca Waldschmidt betonte: "Ich mache ihm keinen Vorwurf, dass das Ding nach vorne springt. Ich habe vorne auch Chancen vergeben. Wir sind ein Team und stehen alle voll hinter ihm."
Im letzten Gruppenspiel gegen Österreich (1:1) hatte Nübel mit zwei Glanzparaden eine Niederlage verhindert, im Halbfinale gegen Rumänien (4:2) bewahrte er sein Team mit einem Weltklasse-Reflex vor dem 1:3. Seinen Marktwert, daran besteht kaum ein Zweifel, steigerte er in Italien enorm.
Gerüchte um Bayern-Interesse
Kuntz machte seinem Keeper daher auch trotz des Fehlers Mut. "Das wird für ihn ein Schritt sein, den er für den Rest seiner Karriere sicher gebrauchen kann", sagte der DFB-Trainer. Das Tor indes sei, das gab auch Kuntz zu, "zum psychologisch schlechtesten Moment" gefallen und habe dem Team das Genick gebrochen - auch wenn Amiri (88.) noch der Anschlusstreffer gelang.
Am frühen Montag reiste Nübel mit dem Rest der Mannschaft zurück nach Deutschland, wo nicht weniger spannende Tage auf den Torhüter warten. Noch immer ist die Zukunft des 22-Jährigen, dessen Vertrag bei Schalke 04 2020 ausläuft, ungeklärt. Die Gerüchte um ein Interesse von Bayern München halten sich hartnäckig.
Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider kündigte bereits an, mit Nübel Gespräche über eine Verlängerung des Vertrages führen zu wollen. "Wir werden alles tun, um ihn zu behalten", sagte Schneider. Es bleibt also spannend für Alexander Nübel, auch nach der U21-EM.
(SID)
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