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1. FC Köln scheitert in der Conference League: Aufholjagd gegen OGC Nizza wird nicht belohnt
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Publiziert 03/11/2022 um 22:56 GMT+1 Uhr
Der 1. FC Köln ist in der Gruppenphase der Conference League gescheitert. Im letzten Spiel gegen OGC Nizza reichte es für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart nur zu einem 2:2 (0:2). Köln holte durch die Treffer von Denis Huseinbasic (48.) und Ondrej Duda (60.) einen 0:2-Rückstand auf und hatte genügend Chancen auf den Siegtreffer, scheidet aber letztlich als Gruppendritter aus.
1. FC Köln - Nizza
Fotocredit: Getty Images
Direkt zu Beginn war Nizzas Spielplan deutlich zu erkennen: Es sollte vor allem über die Außen gehen. Schon in der zweiten Minute versuchte sich das Team von Cheftrainer Lucien Favre mit Hicham Boudaoui über die rechte Außenbahn dem Kölner Tor zu nähern. Der Effzeh lief aber stark an und ließ kein Durchkommen zu.
Der erste Abschluss gehörte dann auch Köln. Sargis Adamyan setzte sich auf der rechten Seite auf seinem Weg gen Grundlinie stark gegen Jean-Clair Todibo durch. Der Winkel zum Tor war allerdings etwas zu spitz, sodass der Abschluss für Kasper Schmeichel kein großes Problem war (7.).
Von da an entwickelte sich ein sehr offenes Spiel, beide Teams gingen die Partie mit Volldampf an. Dadurch entstanden aber auch einige Fehler. Adamyan konnte so zum Beispiel nach einem Fehlpass allein vor Schmeichel abziehen, der dieses Mal eine tolle Parade zeigen musste (8.). Aber auch auf der anderen Seite gab es diese Fehlpässe. Beim Effzeh war es Adamyan, der Gaetan Laborde einen Abschluss ermöglichte - und eine Rettungsaktion seines Kollegen Denis Huseinbasic einforderte (9.).
Allzu häufig gab es so klare Chancen nicht. Dafür taten sich zu wenig Räume auf, die Defensivreihen der beiden Mannschaften ließen wenig durch.
Trotz Handspiel: Nizza geht in Führung
Nach der Halbstundenmarke übernahmen die Kölner verstärkt die Spielkontrolle. So war es doch verwunderlich, dass kurz vor der Halbzeitpause die Gäste aus Nizza in Führung gingen. Billal Brahimi nutzte den Platz auf der linken Außenbahn und lief bis zur Grundlinie der Kölner. Seine Hereingabe kann Huseinbasic zunächst klären, Laborde setzte den zweiten Versuch aber ins Netz (40.). Bei der Ballannahme lag er allerdings am Boden und stützte sich ab - wobei er den Arm entscheidend zur Kontrolle des Balls nutzte. Da es in der Gruppenphase der Conference League keinen Video-Assistant-Referee gibt, zählte das Tor.
Und damit war es noch nicht getan: Nur drei Minuten später hieß es wieder: Tor für Nizza! Dieses Mal war es Brahimi selbst, der die unsortierte Abwehr ausnutzt und zum 2:0 traf (43.).
Aus der Halbzeitpause kam der Effzeh nicht etwa wie verwanndelt, immerhin war er auch da schon gut im Spiel. Aber der Druck wurde noch einmal erhöht, die Spieler liefen noch höher an, gingen nach Balleroberung mit noch mehr Tempo aufs Tor - und das lohnte sich. Nach einer Ecke landete der Ball bei Florian Kainz Albrechts an der Strafraumkante. Er gab an Pedersen weiter, der für Huseinbasic ablegte. Der stand in spitzem Winkel rechts zum Tor, zog aber direkt ab und markierte den Anschlusstreffer (48.).
Köln geht die Zeit aus
In der Folge war den Kölnern deutlich anzumerken, dass sie die weiteren Tore machen wollten. Immer und immer wieder liefen sie auf das gegnerische Tor zu. Nizza wirkte vollkommen überwältigt und nervös. So war es dann zwingend, dass der 2:2-Ausgleichstreffer fiel. Ondrej Duda, von dem in der ersten Hälfte nicht viel zu sehen gewesen war, nahm eine Hereingabe von Huseinbasic von rechts wunderbar an, drehte sich und zog ab (60.).
Nur wenig später schien das 3:2 gefallen zu sein, das Stadion bebte vor Ekstase - allerdings stand Adamyan beim Konter mit Linton Maina im Abseits (62.).
Aber die Kölner machten weiter, rannten weiter gegen ein Nizza an, das sich dem Schicksal mehr oder weniger ergab. Vor allem Adamyan war an den Offensivaktionen beteiligt. Das Problem war aber mal wieder die Chancenverwertung.
So scheidet der 1. FC Köln aus dem internationalen Geschäft aus, trotz starker Leistung besonders in der zweiten Hälfte. Nizza dagegen zittert sich in die K.o.-Runde der Conference League.
Die Stimmen zum Spiel:
Florian Kainz (Kapitän 1. FC Köln): "Natürlich überwiegt die Enttäuschung. Wir haben alles rausgeholt. In der ersten Halbzeit haben wir viel zu viele Tore zugelassen. Jetzt kurz nach dem Spiel sind wir sehr enttäuscht. Wenn wir alles Revue passieren lassen, können wir glaube ich schon stolz sein, dass wir eine gute runde gespielt haben."
Denis Huseinbasic (Spieler 1. FC Köln): "Die Enttäuschung überwiegt. Das war eine klasse Halbzeit, wir sind alle traurig, dass wir das nicht geschafft haben. Wir wollten das Spiel einfach drehen, jeder hat für den anderen gekämpft. Ich hatte echt das Gefühl, dass wir es schaffen können."
Steffen Baumgart (Trainer 1. FC Köln): "Ich bin stolz. Trotz des Ausscheidens ist da eine große Zufriedenheit. Es macht trotz der Situation Spaß, den Jungs zuzuschauen und mit ihnen zu arbeiten. Wir müssen damit leben, dass einige unserer Spieler noch nicht so abgebrüht und abgezockt sind, noch nicht so erfahren wie der Gegner."
Dante (Kapitän OGC Nizza): "Wir haben eine Riesen Leidenschaft gezeigt, mit viel Aggressivität und sind viel gelaufen. Wir haben mit viel Herz gespielt."
Lucien Favre (Trainer OGC Nizza): "Wir führen 2:0 in der Halbzeit. Ich bedauere es ein bisschen, diese 2 Gegentore. Köln hat viel druck gemacht, wir waren nicht so stark wie in der ersten Halbzeit."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Denis Huseinbasic
Der 21-Jährige war aus der Regionalliga gekommen, hatte schon in der Bundesliga zwei Tore erzielt und zeigte auch heute seine Stärken. Ob in der Defensive oder Offensive - Huseinbasic zeigte sich oft handlungsschnell und entscheidungsfreudig. Er war an beiden Toren beteiligt und erzielte seinen ersten Treffer auf interantionaler Bühne.
Die Statistik: 26
So viele Torschüsse gehen auf das Kölner Konto. Das sind zwölf mehr als Nizza abgab. Am Ende stehen bei beiden Teams zwei Tore auf dem Papier. Das Stichwort Chancenverwertung ist bekannt.
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Quelle: Perform
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