UEFA Conference League: Auftakt des 1. FC Köln verschoben - Ausschreitungen und Verletzte in Nizza

Gewalttätige und womöglich hinterlistig eingefädelte Ausschreitungen haben das Europacup-Comeback von Bundesligist 1. FC Köln überschattet. Wegen der Krawalle konnte das Auftaktspiel der Geißböcke in der Conference League beim französischen Klub OGC Nizza erst mit 55-minütiger Verzögerung angepfiffen werden. Bei der Auseinandersetzung wurden auch einige Anhänger schwer verletzt.

In Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen

Fotocredit: Getty Images

Zwar erschienen zunächst FC-Randalierer als Auslöser der Schlägereien auf den Rängen.
Im Laufe des Spiels erhärtete sich allerdings der Verdacht, dass die Ausschreitungen von getarnten Hooligans des OGC-Erzrivalen Paris St. Germain provoziert worden sein könnten.
In Nizza entstand dem Fußball schwerer Schaden. Ungeachtet der Hintergründe trugen dazu auch FC-Hooligans durch ihre offenkundige Gewaltbereitschaft bei. Der schwer verletzte Rowdy aus Paris war Behördenangaben zufolge aus einem Oberrang fünf Meter in die Tiefe gestürzt und in "äußerst kritischem Zustand" in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
Während der schwer Verletzte und die Blessuren zehn weiterer Personen medizinisch versorgt wurden, ließ der Europa-Verband UEFA die Begegnung nach einer Dringlichkeitskonferenz stattfinden.

Widersprüchliche Angaben zur Ursache

Zur Ursache der schweren Randale liegen unterschiedliche und teils auch widersprüchliche Angaben vor.
Berichten der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge waren einige Hundert der mehr als 8000 mitgereisten Kölner Fans auf eine Tribüne der Heimfans vorgedrungen. FC-Sportdirektor Christian Keller hingegen erklärte am RTL+-Mikrofon "fassungslos", dass "nach meinem Informationsstand, mit dem man sehr vorsichtig sein muss, zuerst Hooligans aus Nizza in unseren Fanblock eingedrungen sind".
Zudem seien teilweise "Hooligans aus Paris" als Kölner Fans verkleidet gewesen.

Hector richtet sich an Kölner Fans

Jonas Hector hat sich im Stadion zu Wort gemeldet und den Vorfall verurteilt: "Wir haben richtig Bock, das Spiel mit euch zu bestreiten. Wir wollen auch, dass das Spiel stattfindet. Aber wir müssen sagen, dass wir sowas nicht gutheißen – wir sehen das gar nicht gern", so der FC-Kapitän.
"Wir haben uns dafür letztes Jahr und in den Play-off-Spielen den Arsch aufgerissen. Und wir würden das sehr gerne mit euch machen, und deswegen bitte ich euch: behaltet die Nerven, bleibt ruhig, unterstützt uns so gut es geht. Das ist das, was der Verein auch will. Dass wir zusammenstehen und in Frieden einfach den Fußball feiern und nicht die Gewalt. Danke euch."
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Quelle: Perform

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