Nachdem Omar Elabdellaoui positiv getestet wurde, planten die norwegischen Behörden, für das komplette Team eine zehntägige Quarantäne zu verhängen. Neben Erling Haaland wären mit Rune Jarstein von Hertha BSC und Alexander Sörloth von RB Leipzig zwei weitere Bundesliga-Klubs von den Maßnahmen betroffen.
Auch RB-Sportdirektor Markus Krösche zeigte sich gegenüber dem "Kicker" zuversichtlich und erwartet Stürmer Sörloth noch am Sonntagabend zurück in Leipzig. Demnach habe er sich mit dem Spieler ausgetauscht und auf eine Rückkehr geeingt. Laut Krösche gibt es für norwegischen Gesundheitsamt keine Quarantäne-Anordnung.
Der norwegische Verband (NFF) hatte am Freitag, zwei Tage vor dem Nations-League-Spiel am Sonntag in Bukarest gegen Rumänien, mitgeteilt, dass der frühere Braunschweiger Elabdellaoui positiv getestet wurde. Der 28 Jahre alte Profi vom türkischen Rekordmeister Galatasaray habe Symptome wie Kopfschmerzen und leichtes Fieber und fühle sich schlapp, hieß es. Er habe sich im Mannschaftshotel in Isolation begeben.
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Der Verband teilte mit, dass die restlichen Spieler bei vier weiteren Testreihen allesamt negativ getestet wurden. Dennoch wurde das Spiel am Sonntag in Rumänien abgesagt. "Das Match kann nicht stattfinden", schrieb die UEFA auf ihrer Website.
Der norwegische Gesundheitsminister Bent Hoie hatte zuvor gefordert, dass die UEFA die Quarantäne-Regelungen des Landes respektieren solle. "Wenn der Verband sich dafür entscheidet, in einer rechtlichen Grauzone zu agieren und eines der wichtigsten uns zur Verfügung stehenden Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie zu untergraben, nämlich die Quarantäne, wenn man mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen ist, dann werde ich heftig reagieren", sagte Hoie.

Verband veröffentlicht Schreiben: "Die gesamte Mannschaft ist verzweifelt"

Am Freitag hatte der Verband ein Schreiben der Spieler veröffentlicht, in dem die Profis ihren Unmut über die möglichen Spielabsagen äußerten: "Die gesamte Mannschaft ist zutiefst verzweifelt darüber, dass die norwegischen Behörden uns die Teilnahme an den beiden entscheidenden Spielen der Nations League gegen Rumänien und Österreich verweigern."
Es sind nicht die ersten Corona-Schlagzeilen rund um das norwegische Nationalteam in dieser Woche: Bereits das für vergangenen Mittwoch geplante Länderspiel des "Landslaget" gegen Israel war auf dringende Empfehlung der lokalen Gesundheitsbehörden abgesagt worden. Grund war da jedoch ein positiver Fall beim Gegner. Der israelische Nationalspieler Munas Dabbur von der TSG Hoffenheim war im Vorfeld positiv auf COVID-19 getestet worden.

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(mit SID)

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