So reagiert Löw auf das historische Debakel gegen Spanien
Bundestrainer Joachim Löw hat mit drastischen Worten auf das 0:6-Debakel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien reagiert - und dabei auch seine eigene Rolle infrage gestellt. "Es war alles schlecht und wenn ich das sage, dann meine ich das auch so", polterte der 60-Jährige. Nicht nur die Spieler, auch das Trainerteam müsse sich "hinterfragen und die richtigen Schlüsse ziehen".
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Löw versuchte gar nicht erst, die Dinge zu relativieren. "Es war ein rabenschwarzer Tag, an dem gar nichts funktioniert hat", bemängelte der Bundestrainer nach der höchsten DFB-Pleite seit 89 Jahren.
Von "Körpersprache und Zweikampfverhalten" sei nichts zu sehen gewesen. "Nach dem 0:1 haben wir unser gesamtes Konzept aufgegeben. Da hat Spanien uns ausgespielt. Wir sind irgendwo rumgelaufen - keine Organisation, keine Nähe zum Mitspieler, keine Kommunikation", analysierte Löw das 0:6.
Dabei habe man vorher "klar besprochen, was wir wollen, was wir nicht wollen." Die Realität war eine andere: Spanien zerpflückte ein hilfloses Deutschland nach allen Regel der Kunst.
Ob das Desaster Löws Zukunft als Trainer der Nationalelf bedroht? "Da müssen sie andere fragen, das kann ich so spontan nicht beantworten", entgegnete der Weltmeister-Coach von 2014 auf der virtuellen Pressekonferenz nach der Partie auf eine entsprechende Nachfrage.
Er und sein Trainerstab wollen den "Spielern weiterhin vertrauen, analysieren und zurückschlagen".
Hummels, Müller und Boateng zurück? Löw äußert sich
Auf die Frage, ob es nun nicht an der Zeit sei, die geschassten Weltmeister Mats Hummels, Thomas Müller und Jérôme Boateng wieder in die Nationalelf zu berufen, reagierte Löw ausweichend. "Wir müssen die Situation zum richtigen Zeitpunkt bewerten." Danach gelte es, die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Welche das sein werden, konnte und wollte Löw so kurz nach der Partie freilich nicht beantworten.
Zumal sich ein weiteres Problem stellt: Die Nationalelf kommt erst im März 2021 wieder zusammen. "Wir haben keine Möglichkeit, mit den Spielern etwas zu machen", bekannte Löw. Daher müsse er "das Spiel in den nächsten Tagen im Trainerstab aufarbeiten".
Das ohnehin schon ergebnistechnisch zähe Länderspieljahr geht also mit einem historischen Tiefschlag zu Ende - und die Folgen für Spieler und Trainer sind noch nicht abzusehen ...
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Quelle: Eurosport
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