Schweinsteiger sei "großer Fan der Nationalmannschaft" und fordere deshalb "gewisse Werte auf dem Platz" ein. "Spieler wie Jérôme Boateng und Thomas Müller haben das Triple gewonnen, mit der besten Mannschaft in Europa. Die spielen da in der ersten Elf und haben Qualität, sind deutsche Spieler. Warum nicht für die Nationalmannschaft?"
Löw betonte jedoch, für eine Rückholaktion gebe es aktuell "keinen Grund". Sein Vertrauen in die neuformierte Mannschaft sei "jetzt nicht völlig erschüttert". Man müsse die Situation um Hummels, Müller und Boateng "zum richtigen Zeitpunkt bewerten", betonte der 60-Jährige.
DFB-Direktor Oliver Bierhoff stärkte dem Bundestrainer in dieser heiß diskutierten Frage den Rücken. "Die Frage ist immer die gleiche, und die Antwort ist auch immer die gleiche", sagte Bierhoff in der "ARD": "Es ist eine Entscheidung des Trainers, wen er nominiert - aber ich teile die. Ich bin den Weg mitgegangen und finde ihn auch richtig."
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Schweinsteiger gab jedoch zu bedenken, dass nach der höchsten Länderspiel-Niederlage seit 89 Jahren ein Umdenken passieren müsse. "Gerade in solchen Spielen ist es wichtig, solche Spieler auf dem Platz zu haben, die vorangehen, die Erfahrung haben, die Qualität haben", sagte der Weltmeister-Kapitän: "Man hat gesehen, dass wir noch nicht die Qualität haben."
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(mit SID)
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