DFB-Team nach Remis gegen Italien in der Einzelkritik: Sané und Werner schwach - Kimmich bester Deutscher

Kein Sieg für die deutsche Nationalmannschaft beim Auftakt in die Nations League. In Bologna trennt sich die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick 1:1 (0:0) von Europameister Italien. Nach einer guten ersten Halbzeit baut Deutschland nach der Pause ab. In der Offensive gelang dem DFB-Team wenig, Probleme gab es aber auch in der Abwehr. Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik.

Leroy Sané wurde nach knapp einer Stunde ausgewechselt

Fotocredit: Getty Images

Hansi Flick bleibt als Bundestrainer ungeschlagen. Gegen Italien gab es das zweite Unentschieden unter seiner Regie.
Deutschland zeigte viel Licht und Schatten. Im Angriff verdiente sich Serge Gnabry Fleißkärtchen, Thomas Müller, Leroy Sané und Timo Werner brachten wenig zustande.
Positiv fiel der eingewechselte Jonas Hofmann auf.
Insgesamt zeigte die DFB-Elf eine sehr durchschnittliche Leistung.

Deutschland in der Einzelkritik

Manuel Neuer: Von der international wenig erfahrenen italienischen Offensive selten wirklich geprüft. Beim Schuss von Scamacca an den Außenpfosten musste er nicht eingreifen. Beim 0:1 zögerte er und war dann machtlos.
Benjamin Henrichs: Der Leipziger durfte auf der rechten Seite überraschend erstmals unter Flick beginnen. Sollte auch offensiv Akzente setzen, was kaum gelang.
Niklas Süle: Bei den Bayern zuletzt wegen seines Wechsels nach Dortmund außen vor, war ihm die mangelnde Spielpraxis nicht anzumerken. Warf sich unerschütterlich in die Duelle - außer vor der italienischen Führung.
Antonio Rüdiger: Grüßte Italiens Coach Mancini nett beim Aufwärmen, zeigte später seine unangenehme Seite als vorbildlicher Kämpfer. Kam gegen Scamacca bei dessen großer Chance zu spät, sonst sehr solide.
Thilo Keher: "Kehrer spielt immer!" Hat Flick noch nie gesagt, ist aber so. Dabei beschränkte sich der PSG-Profi, der in Paris Ersatz ist, auch dieses Mal auf die Defensive. Sah Gelb nach hartem Einsteigen gegen Politano, verhinderte die Flanke vor dem 0:1 nicht.
Joshua Kimmich: Übernahm nach vier Spielen unfreiwilliger Corona- und Baby-Pause wieder die Chefrolle im Mittelfeld. Umsichtiger Organisator, fast übereifrig, wie bei einer Rudelbildung. Erzielte kaltschnäuzig sein viertes Länderspieltor.
Leon Goretzka: Als Achter meist vor Kimmich unterwegs, ging wie von Flick gefordert häufig in die Tiefe. Seine Abschlüsse waren jedoch zu ungenau oder zu zögerlich.
Serge Gnabry: Feines Dribbling zur ersten deutschen Chance (15.), vergab die zunächst beste Gelegenheit per Gewaltschuss (38.). Kleinere technische Mängel, aber auch kluge Pässe.
Thomas Müller: Trieb seine Nebenleute zum Pressing in erster Reihe an, blieb selbst nach vorne ohne Wirkung. Hier mal ein nettes Zuspiel per Hacke, da ein kluger Laufweg, mehr nicht.
Leroy Sané: Der Münchner begann engagiert, lief an und mit zurück. In seiner Kernaufgabe aber schwach, weil vor dem Tor völlig harmlos.
Timo Werner: In seinem 50. Länderspiel wie so oft nicht so richtig eingebunden. Vor dem Tor zu umständlich und oft genug nicht anspielbar. Kein Jubiläum, das in Erinnerung bleiben wird, obwohl er sich beim 1:1 einen "Assist" verdiente - er wurde angeschossen. Kurz vor Abpfiff sah er Gelb wegen Meckerns.
Jonas Hofmann: Der Gladbacher löste Henrichs ab (59.) und zeigte deutlich mehr Elan. Leitete den Ausgleich ein. Rückte später für Gnabry nach vorne, wo er sich noch mehr austoben konnte.
Jamal Musiala: Ersetzte seinen Münchner Kollegen Sane (59.). War ein Unruheherd, verstolperte aber eine gute Möglichkeit (68.).
Ilkay Gündogan: Wurde für Goretzka positionsgleich eingewechselt (69.), stieß ebenfalls oft ins Angriffszentrum vor.
Kai Havertz: Kam für Müller (70.). Wichtiger Einsatz vor dem 1:1. Spielte engagiert und sah ebenfalls Gelb.
David Raum: Der Hoffenheimer, für den Gnabry vom Platz ging (81.), agierte wie im Klub gewohnt links. Scheiterte in der Nachspielzeit an Donnarumma.
(mit SID)
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"Mein bester Freund": Kimmich hofft auf Gnabry-Verbleib bei Bayern

Quelle: SID

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